18.09. bis 03.10.2015 - Herbsttour 2015 - Münsterland und Ostfriesland

Heute ist es endlich soweit und wir können in den Herbsturlaub starten. Im Vorwege haben wir hin und her überlegt, wo wir „die schönsten Stunden des Jahres“ verbringen wollen. Der Sommer 2015 hat in Norddeutschland nicht gerade mit stabilen Wetterlagen geglänzt, hat aber insgesamt doch eine erklägliche Anzahl an schönen Tagen gehabt. Von daher verzichten wir darauf in den Süden zu fahren und wollen stattdessen Deutschland zwischen Münsterland und Nordsee bereisen. Außerdem soll in diesem Urlaub auch unserem zweiten Hobby, dem Geocaching, einige Zeit gewidmet werden. Wie so häufig nutze ich Susannes letzte Stunden im Büro um Zuhause die „Marschbereitschaft“ herzustellen. Dann ist es auch schon soweit und wir rollen vom Hof. Das Wetter erinnert nicht gerade an einen schönen Spätsommer. Aber was soll´s, wird wohl noch besser werden.

Freitag, 18.09.
Unser Tagesziel ist die Lüneburger Heide, genauer gesagt der Stellplatz am Museumsdorf Hösseringen südwestlich von Uelzen. Aufgrund der Dauerbaustelle A7 fahren wir mal wieder über die A21 vorbei an Segeberg bis Grande um dann bei Geesthacht die Elbe zu queren. Die letzte Ecke geht es quer durch den Wald bis wir den Parkplatz des Museumsdorfes erreichen. Anzeichen für einen offiziellen Stellplatz können wir weit und breit nicht entdecken. Aber der Parkplatz ist ruhig gelegen, es ist nichts los und außerdem habe ich auch keine Lust noch irgendeinen anderen Platz für die Nacht zu suchen.

KM (Tag / Gesamt) 198km / 198km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 0,-- EUR
29556 Suderburg, Landtagsplatz 2
E 010° 24' 20", N 52° 50' 36"
 

Samstag, 19.09.
Nach dem Frühstück verlassen wir bei herbstlich grauem Himmel den Stellplatz um in das nur wenige Kilometer entfernte Suderburg zu fahren. Auch wenn ich hier vor rund 30 Jahren mal studieren wollte, hat dies nichts mit dem Anlass für den Abstecher hierher zu tun. Der liegt nämlich in unserem Hobby Geocaching, dass uns hier eine schöne Radtour von rund 20 km durch die Heidelandschaft verspricht.
Bevor es jedoch soweit ist, stoppen wir noch an dem in der Nähe von Hösseringen gelegenem Aussichtsturm. Gerade als ich diesen bestiegen und ein paar Fotos gemacht habe beginnt es zu regnen. Allerdings ist es nur ein kurzer Schauer und wenig später lade ich in einer ruhigen Sackgasse in Suderburg die Fahrräder aus.
Die nächsten Stunden radeln wir von Geocache zu Geocache. Die Natur bietet uns dabei ein breites Spektrum an Abwechslung. So geht es nicht nur entlang an Feldern und Heideflächen, sondern wir werden auch verwöhnt mit unterschiedlich intensiver Luftfeuchtigkeit.
Als wir recht durchnässt wieder am WoMo angekommen sind versuche ich zumindest den gröbsten Dreck von den Fahrrädern zu entfernen bevor diese in der WoMo-Garage verschwinden. Im Anschluss fahren wir die wenigen Kilometer nach Unterlüß.

KM (Tag / Gesamt) 32km / 230km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 0,-- EUR
29345 Unterlüß, Altensothrietweg 80
E 010° 17' 02", N 52° 50' 40"
 


Museumsdorf Hösseringen


"Stellplatz" Hösseringen


 


Blick vom Aussichtsturm


 


 


Suchbild Geocacher


 

Sonntag, 20.09.
Heute Nachmittag wollen wir in Göttingen eintreffen. Bevor es jedoch soweit ist satteln wir erneut die Fahrräder. Auch auf unserer heutigen Tour erwischt uns der Regen und die über Nacht halbwegs getrockneten Schuhe nehmen wieder den Vortageszustand an.
Gegen Mittag sind wir wieder am Stellplatz und wenig später auch schon auf dem Weg über Celle zur A7. Als wir gegen 16:00 Uhr den Stellplatz in Göttingen erreichen ist dieser bereits gut gefüllt. Wir finden jedoch, anders als die eine knappe Stunde später eintreffenden Mobile, problemlos eine freie Stellfläche.

KM (Tag / Gesamt) 200km / 430km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
9,-- / 9,-- EUR
Göttingen, Windausweg
E 009° 55' 47", N 51° 31' 18"
 

Montag, 21.09.
Heute bleiben wir in Göttingen, unserer Geburtsstadt. Während Susanne die Innenstadt unsicher macht nutze ich das trockene Vormittagswetter um die WoMo-Garage komplett auszuräumen und den mit den Fahrrädern eingeschleppten Sand zu entfernen.
Am Nachmittag konkretisieren wir die Planung für unser Treffen mit Freunden aus Franken.

KM (Tag / Gesamt) 0km / 430km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
9,-- / 18,-- EUR
Göttingen, Windausweg
E 009° 55' 47", N 51° 31' 18"
 

Dienstag, 22.09.
Nach dem Frühstück und einem Stopp an der VuE verlassen wir Göttingen und fahren über die A7, A44 und A2 nach Datteln. Ursprünglich wollten wir uns auf dem neuen Stellplatz in Haltern am See treffen. Da dieser jedoch direkt an der Durchgangsstraße liegt haben wir unser Treffen kurzerhand auf dem Stellplatz am Haard-Camping verlegt.
Unsere Freunde erwarten uns schon. Nach der Begrüßung und einem Tässchen Kaffee starten wir Männer noch zu einer kurzen (10 km) Geocaching-Radtour. Für morgen haben wir uns einen rund 50 km langen Powertrail mit über 100 Dosen vorgenommen. Mit der heutigen Tour können wir diesen Trail ein wenig abkürzen.
Zurück am WoMo wird der Grill angefeuert. Vom Regen lassen wir uns nicht stören und sitzen noch bis 01:00 Uhr Nachts unter der Markise. Hoffentlich ist das Wetter morgen besser !

KM (Tag / Gesamt) 238km / 668km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
10,-- / 28,-- EUR
45711 Datteln, In den Wellen 30
Stellplatz am Haard-Camping
E 007° 16' 58", N 51° 40' 41"
 

Mittwoch, 23.09.
Der neue Tag empfängt uns mit grauem und tristem Wetter. Aber immerhin regnet es nicht mehr und so machen Jürgen und ich unsere Fahrräder startklar um auf unsere ausgedehnte Geocaching-Radtour zu gehen.
Der heutige Tag führt uns auf insgesamt ca. 60 Kilometern durch den Haard. Als wir nach rund 10 Stunden wieder an den Wohnmobilen eintreffen haben wir 110 Geocaches gefunden. 110 Geocaches bedeutet auch 110mal vom Fahrrad absteigen und 110mal wieder aufsteigen.
Fazit: So ein Powertrail ist schon eine echte Herausforderung. Denn irgendwann zwischendurch kommt fast unweigerlich die Frage auf, warum tue ich mir dies an. Gründe dafür lassen sich nicht wirklich benennen. Aber abgesehen von dieser vielleicht ja sogar philosophischen Fragestellung hatten wir einen Tag an dem wir bei fast trockenem Wetter durch eine schöne Landschaft geradelt sind und auch unseren Spaß hatten.
Während wir auf Radtour waren haben unsere Frauen ein paar Dosen (umgangssprachlich für Geocaches) in Platznähe gesucht. Leider hatten sie dabei nicht so gutes Wetter und sind ordentlich nass geworden.
Nach einem Abschlussbierchen und einer heißen Dusche ziehen wir uns in die Mobile zurück und ruhen die müden Knochen aus.

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KM (Tag / Gesamt) 0km / 668km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
10,-- / 38,-- EUR
45711 Datteln, In den Wellen 30
Stellplatz am Haard-Camping
E 007° 16' 58", N 51° 40' 41"
 

Donnerstag, 24.09.
Für heute steht die nächste Geocaching-Runde auf dem Plan. Susanne hat Zuhause bereits die Rätsel gelöst und so können wir gut vorbereitet auf unsere ca. 25km lange Runde entlang des Dortmund-Ems-Kanals starten.
Bevor wir den Stellplatz verlassen entdecke ich bei der Rückgabe des Badezimmerschlüssels noch einen Gutschein für einen in der Nähe gelegenen Outdoorladen. Da Susanne noch auf der Suche nach einer ordentlichen Regenjacke ist, machen wir noch einen Abstecher nach Datteln. Auch wenn wir keine Regenjacke finden, kommt es zu dem üblichen Tausch von Geld gegen Ware.
Wenig später erreichen wir den von mir mit Hilfe von Google-Maps ausgekundschafteten Parkplatz direkt am Dortmund-Ems-Kanal bei Olfen. Auch heute nehmen wir Männer die Fahrräder während unsere Frauen aus Rücksicht auf die Fellnase wieder auf Schusters Rappen unterwegs sind.
Bei sonnigem Wetter radeln wir ganz entspannt den Kanal entlang. Irgendwann haben wir dann den Wendepunkt erreicht und wechseln für die Rückfahrt auf die andere Kanalseite. Hier wird uns dann auch schlagartig klar, warum die bisherige Tour so entspannt war. Denn jetzt weht uns eine steife Brise entgegen. So bleiben uns zwar anders als gestern die Steigungsstrecken erspart, dies wird aber durch den Gegenwind völlig ausgeglichen.
Fast zeitgleich treffen wir alle wieder in Höhe des Wohnmobils zusammen. Ein Blick auf den Garmin zeigt dass in der Nähe noch etwas „Beifang“ liegt und so trennen sich unsere Wege auch gleich wieder. Während die Fussgängerfraktion sich um den Bonus des Trails kümmern, starten wir Radfahrer zu einer Ehrenrunde. Diese führt uns dann auch endlich wieder auf aufgeweichte Waldwege sodass unsere Fahrräder wenig später wieder genauso dreckig sind wie am Vortag.
Bevor wir unseren Parkplatz verlassen stimmen wir uns noch schnell über den Stellplatz für heute Nacht ab. Auf dem Weg dorthin entdecken wir an einem Kreisel noch einen Discounter und entscheiden uns, die Vorräte aufzufrischen. Da die Ausfahrt vom Parkplatz uns wenig später direkt in den Kreisverkehr führt ist unser Navi – und in der Folge auch ich – völlig verwirrt. Der Verwirrung folgt eine leichte Verirrung die uns quer durch ein paar Wohngebiete führt. Irgendwann erreichen wir auch wieder die Hauptstrasse und so kann unserem Ziel, dem Stellplatz in Waltrop, nichts mehr im Wege stehen. Allerdings war diese Erwartungshaltung wohl etwas optimistisch. Denn kurz vor dem Ziel versperrt eine Brücke unsere Weiterfahrt. Weder vom Fahrzeuggewicht noch von der Fahrzeughöhe her können wir diese passieren. Also zurück auf die Hauptstrasse und dieser bis kurz hinter das Schiffshebewerk Henrichenburg folgen. Leider übersehe ich dann ein Hinweisschild und so sind wir erneut auf dem falschen Weg. Als ich dieses schließlich bemerke beschließe ich heute nicht mehr vorzufahren und unter der Führung der Franken erreichen wir wenig später den Stellplatz am Restaurant „Zur Lohburg“. Auf der großzügigen Wiese steht nur ein weiteres Mobil uns so fällt es und nicht schwer ein Plätzchen für unsere Hymer zu finden.
Nach einem Bierchen kehren wir in das Restaurant ein. Die Speisekarte ist gutbürgerlich und wenig später stehen unsere Schnitzel mit Bratkartoffeln vor uns.

KM (Tag / Gesamt) 46km / 714km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
5,-- / 43,-- EUR
45731 Waltrop, Lohburger Strasse 105
E 007° 20' 56", N 51° 36' 21"
Achtung: Hinweis zur Anfahrt im Text beachten

Freitag, 25.06.
Heute trennen sich unsere Wege. Während Miriam und Jürgen nach Winterberg wollen, zieht es uns grob in Richtung Norden. Bevor es jedoch soweit ist gibt es noch ein gemeinsames Frühstück unter freiem Himmel mit lecker Rührei.
Unser Weg führt uns als erstes zurück zum Schiffshebewerk Henrichenburg. Nach einem kleinen Spaziergang zieht es uns weiter nach Münster. Hier parken wir unser Mobil auf dem kostenpflichtigen Parkplatz „Schlossplatz“ und streifen anschließend ein wenig durch die Innenstadt.
Zurück am Mobil entscheiden wir uns, die heutige Nacht auf dem Stellplatz der Marina Fuestrup am Dortmund-Ems-Kanal in der Nähe von Greven zu verbringen. Als wir dort eintreffen ist der Stellplatz zu gut 50 Prozent gefüllt. Wir finden schnell ein ansprechendes Plätzchen und genießen schon wenig später in der Sonne eine Tasse Kaffee. Nachdem die Sonne hinter den Baumwipfeln verschwunden ist wird es jedoch schnell kühl und so lassen wir den Tag gemütlich im Wohnmobil ausklingen.

KM (Tag / Gesamt) 70km / 784km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
11,-- / 54,-- EUR
48268 Greven/Fuestrup, Fuestruper Strasse 37
E 007° 41' 05", N 52° 02' 42"
 


Schiffshebewerk Henrichenburg


Schiffshebewerk Henrichenburg


Münster - Schloss


Münster


Münster - Dom


Stellplatz Marina Fuestrup


Auf dem Weg Richtung Süden


Abendstimmung am Stellplatz


 

 
 

Samstag, 26.09.
Nachdem wir es gestern in Sachen Geocaching etwas ruhiger haben angehen lassen steht heute wieder die Dosensuche auf dem Programm. So geht es erstmal zurück in Richtung Münster, genauer gesagt nach Hiltrup. Auf dem Parkplatz am Hiltruper See wechseln wir bei strahlendem Sonnenschein vom Wohnmobil auf die Fahrräder und starten die heutige Tour. Allerdings klappt das nicht so wie gedacht und wir verfransen uns irgendwo auf den Wegen im Wald. So beschließen wir zum Mobil zurückzuradeln.
Da der Tag noch einigermaßen jung ist entscheiden wir uns heute noch bis nach Ibbenbühren zu fahren. Als wir dort eintreffen stehen bereits zwei weitere Mobile auf dem Stellplatz. Einige tief in den Rasen eingegrabene Spuren zeigen uns, dass der Untergrund teils sehr weich ist. Wir finden aber noch einen Platz mit festem Boden und wenig später sitzen wir gemütlich bei einer Tasse Kaffee. Unser Spaziergang zum Aasee fällt jedoch aus, da es mal wieder ein wenig regnet.

KM (Tag / Gesamt) 150km / 934km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
3,-- / 57,-- EUR
49477 Ibbenbühren, an der Umfluth 99
E 007° 43' 53", N 52° 15' 42"
 


Herbststimmung I


Herbststimmung II

Sonntag, 27.09.
Der Tag beginnt mit leichtem Nebel. Aber die Sonne versucht erfolgreich den den Dunst zu durchdringen und so wird unserer für heute geplanten weiteren Geocaching-Radtour nichts entgegen stehen.
Um kurz nach 10:00 Uhr verlassen wir den Stellplatz mit Zielrichtung Bramsche, genauer gesagt dem Mittellandkanal in der Nähe von Bramsche. Dort finden wir auch schnell einen Parkplatz und wenig später starten wir bei inzwischen strahlendem Sonnenschein zu unserer Tour entlang des Kanals. Wie sich schnell zeigt hat der Sonnenschein am heutigen Sonntag viele Geocacher hierher geloggt. So sind wir bereits wenig später in ein erstes Fachgespräch vertieft und setzen schließlich unsere Runde gemeinsam mit einem weiteren Cacherteam fort.
Nach dieser Tour fahren wir weiter nach Weener. Hier waren wir zuletzt vor einigen Jahren um der Überführung eines Kreuzfahrtschiffes zuzusehen. Leider sind die Stellplätze am Alten Hafen im rechten Bereich bereits belegt. Die Plätze im linken Bereich sagen uns nicht zu (sehr schräg, Lärm und Gestank von der Papierfabrik). So versuchen wir – erfolgreich – unser Glück am Jachthafen. Hier haben wir zwar keinen Blick auf das Wasser, verbringen aber eine ruhige Nacht.

KM (Tag / Gesamt) 50km / 984km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
7,50 / 64,50 EUR
26826 Weener, Am Erholungsgebiet
E 007° 21' 56", N 53° 09' 53"
 


Geocaching am Mittellandkanal

Montag, 28.09.
Heute wollen wir in Weener bleiben. Nach dem Frühstück brechen wir zur Ortserkundung auf und stellen fest, dass am Alten Hafen wieder Plätze im rechten Bereich frei sind. Während Susanne dort wartet, hole ich schnell das Mobil.
Nach einer Tasse Kaffee setzen wir die Ortserkundung fort. Allerdings ist Weener nicht so groß, als das wir hierfür lange brauchen. Selbst ein Abstecher bis zur Eisenbahnbrücke über die Ems ist schnell gemacht. Diese Klappbrücke ist eine der Engstellen bei der Überführung von Kreuzfahrtschiffen.
Anmerkung: Anfang Dezember 2015 hat ein Frachtschiff die geschlossene Klappbrück gerammt und zerstört. Nach den zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts aktuellen Informationen ist ein Brückenneubau erforderlich.
Zurück am Mobil genießen wir bei einem Käffchen die Nachmittagssonne vor dem Mobil mit Blick auf den Hafen.

KM (Tag / Gesamt) 0km / 984km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
7,50 / 72,-- EUR
26826 Weener, Pannenborgstrasse
E 007° 21' 42", N 53° 10' 09"
 


Weener - Alter Hafen

 


Weener - Alter Hafen


Weener - Stellplatz am Alten Hafen


(Alte) Eisenbahnklappbrücke über die Ems bei Weener


"lecker"


Weener - Nachmittagsstimmung am Alten Hafen


 

Dienstag, 29.09.
Für heute steht noch einmal eine Geocaching-Runde auf dem Plan. In den Wochen vor dem Urlaub mussten Freunde, Verwandte und Kollegen bei der Lösung diverser Rätsel helfen. Nachdem das erfolgreich gelungen war, wollen wir heute die Caches suchen und uns in den Logbüchern verewigen.
Bevor es soweit ist machen wir jedoch noch einen Abstecher zum Emssperrwerk. Das Sperrwerk soll einerseits das Hinterland vor Überschwemmungen schützen, dient andererseits aber auch dazu die Überführung – und damit den Bau – von großen Kreuzfahrtschiffen von der Meyer Werft in Papenburg über die Ems zur Nordsee zu ermöglichen.
Nach diesem Abstecher fahren wir noch wenige Kilometer mit dem Wohnmobil bevor wir auf einem Parkplatz neben einer Sportanlage auf die Fahrräder umsteigen. Bei trockenem und windigem Wetter radeln wir dann auf der Dosensuche durch die Feldmark. Hier wird uns wieder deutlich, dass der Herbst mehr als vor der Tür steht. Nicht nur die Landwirte sind fleißig damit beschäftigt die Ernte einzubringen. Auch die Vögel sammeln sich in immer größeren Schwärmen für ihren Zug in Richtung Wärme. Angemerkt sei, dass gleiches wohl auch für die Wohnmobilisten gilt. Denn in den sogenannten Sozialen Medien können wir immer mehr Abmeldungen zur Überwinterung in Spanien und Portugal lesen.
Als Übernachtungsplatz für heute haben wir uns für Greetsiel entschieden. Nachdem ich die Fahrräder wieder sicher verstaut habe fahren wir weiter in Richtung Emden. Hier entdecken wir aus dem Augenwinkel eine Selbstbedienungs-Kfz-Waschanlage. Bei strahlendem Sonnenschein entfernen wir hier den Dreck der ersten Urlaubstage von unserer Einraumwohnung. Anschließend sind die letzten Kilometer schnell unter die Räder genommen und wenig später beziehen wir unseren Übernachtungsplatz auf dem gut gefüllten Stellplatz in unmittelbarer Nähe der Zwillingsmühlen.
Bevor wir den Tag in aller Ruhe ausklingen lassen bummeln wir noch ein wenig durch den Ort.

KM (Tag / Gesamt) 79km / 1.064km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
6,-- / 78,-- EUR
26736 Greetsiel, Mühlenstrasse
E 007° 06' 06", N 53° 29' 49"
 


Emssperrwerk

 


Sammelplatz I


Sammelplatz II


Waschpause in Emden


Greetsiel - Zwillingsmühlen


Greetsiel - Altes Siel


Greetsiel - Hafen

Mittwoch, 30.09.
Nach einer ruhigen Nacht und einem entspannten Frühstück ziehen wir weiter in Richtung Westen. Wir wollen heute irgendwo in der Ecke Neuharlingersiel / Carolinensiel übernachten.
Über Nebenstraßen durchqueren wir Ostfriesland. Unser erster potenzieller Übernachtungsplatz liegt ruhig und friedlich mitten im Nirgendwo. Allerdings versperrt der Deich den Blick auf die Nordsee. Also fahren wir weiter nach Neuharlingersiel. Der Stellplatz im Deichvorgelände neben einem Großparkplatz und dem Fähranleger wirkt zwar etwas trostlos, bietet aber freien Meerblick. Da hier noch einige Plätze frei sind entscheiden wir uns, noch den Stellplatz in Carolinensiel / Harlesiel in Augenschein zu nehmen. Auch dieser liegt im Deichvorland, bietet aber nur einen wie wir finden freudlosen Ausblick auf die Hafenausfahrt und das Hafenvorgelände. Also drehen wir um und fahren zurück nach Neuharlingersiel, zum Stellplatz am Ostanleger.
Hier genießen wir die Sonne, bummeln ein wenig durch den Ort und entlang des Strandes und werden abends mit einem schönen Sonnenuntergang verwöhnt.

KM (Tag / Gesamt) 81km / 1.154km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
12,-- / 90,-- EUR
26427 Neuharlingersiel, Am Hafen Ost
E 007° 42' 26", N 53° 42' 06"
 

 


 


 


Stellplatz Neuharlingersiel


 


Neuharlingersiel - Hafen


Blick auf Spiekeroog


 


 


 


 


 

Donnerstag, 01.10.
Heute nehmen wir Abschied von Ostfriesland und erreichen gegen Mittag den Stellplatz im Fischereihafen von Bremerhaven. Der Stellplatz ist zu rund 50% belegt. Weitere Plätze in der ersten Reihe sind von den anwesenden Wohnmobilisten reserviert. Wir finden jedoch noch einen Platz in der Außenreihe und starten wenig später mit den Fahrrädern zu unserer kleinen Stadttour. Zum Ende der Radtour gönnen wir uns in einem der vielen Lokale noch lecker Fisch.

KM (Tag / Gesamt) 104km / 1.258km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
10,-- / 100,-- EUR
27572 Bremerhaven, Hoebelstrasse
E 008° 34' 35", N 53° 31' 36"
 


Bremerhaven - wohnen am Wasser


Bremerhaven


Bremerhaven


Bremerhaven

Freitag, 02.10.
Bevor wir Bremerhaven verlassen fahren wir noch zum Aussichtturm am Containerhafen. Danach folgen wir wieder dem Netz der Nebenstraßen entlang der Küstenlinie und schauen uns ein paar mögliche Übernachtungsplätze an bevor wir schließlich auf der Platte in Cuxhaven landen. Hier steppt bereits der Bär. Wir ergattern noch einen Platz mit Blickrichtung Sportboothafen.
Irgendwann satteln wir die Fahrräder um noch ein paar Geocaches zu suchen. Außerdem kaufen wir uns unser Ticket für die im Sommer wieder aktivierte Fährverbindung Cuxhaven – Brunsbüttel. Bevor wir zum Stellplatz zurückkehren stoppen wir noch am Outlet eines großen Keksproduzenten und füllen unsere Bestände auf.
Als wir schließlich den Stellplatz erreichen, ist dieser bereits bis fast auf den letzten Platz gefüllt. Für alle die noch nicht in Cuxhaven waren sein angemerkt, dass dies eine Ansammlung von >100 Mobile bedeutet.

KM (Tag / Gesamt) 73km / 1.331km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
7,-- / 107,-- EUR
27472 Cuxhaven, Fährhafen
E 008° 42' 05", N 53° 52' 23"
 


Bremerhaven

 


Cuxhaven - Stellplatz


Cuxhaven - Stellplatz

Samstag, 03.10.
Wir bleiben einen weiteren Tag auf der Platte in Cuxhaven. Nachdem die Sonne etwas höher steht brechen wir mit den Fahrrädern zu einer weiteren kleinen Tour auf. Zurück am Wohnmobil nutzen wir die Zeit um ein wenig sauber zu machen. Danach genießen wir die letzten Sonnenstrahlen des Tages vor dem Mobil.

KM (Tag / Gesamt) 0km / 1.331km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
7,-- / 114,-- EUR
27472 Cuxhaven, Fährhafen
E 008° 42' 05", N 53° 52' 23"
 


Cuxhaven - Kugelbake

 

Sonntag, 04.10.
Rückreisetag !
Als wir den Stellplatz verlassen liegt dichter Nebel über der Elbe. Da wir ja nur wenige Kilometer bis zum Fähranleger zu fahren haben, stört uns das Wetter jedoch nicht. Störender ist dann schon, dass die Sonne es leider nur sehr langsam durch den Dunst schafft und damit unsere Fährfahrt nach Brunsbüttel erheblich an Reiz verliert. Aber was solls. Die Fahrt ist auf jedenfall deutlich entspannter als sie auf der Straße gewesen wäre.
Nachdem wir Schleswig-Holstein erreicht haben legen wir noch einen kurzen Stopp am tiefsten Punkt bei Wilster ein bevor es dann quer durch unser Bundesland nach Hause geht.

KM (Tag / Gesamt) 131km / 1.462km
Übernachtungskosten (Gesamt) 114,-- EUR

 


Fähre Cuxhaven - Brunsbüttel


 


 


Black Watch vor der NOK-Schleuse Brunsbüttel


Fähranleger Brunsbüttel