18.12.14 - 03.01.15 Normandie

Donnerstag, 18.12.
Während ich noch bis 16:00 Uhr in einer Projektgruppensitzung feststecke ist Susanne bereits Zuhause und macht die letzten Handgriffe die unserer Weihnachts- und Jahreswechseltour nocht entgegen stehen.
Vor dem Hintergrund der Baustellen auf der A7 im Großraum Hamburg haben wir uns entschieden trotz der relativ späten Abfahrtszeit noch am heutigen Donnerstag den Elbtunnel zu passieren. Um 18:30 Uhr rollen wir bei Regen dann auch endlich vom Hof. Der Regen begleitet uns während der gesamten Fahrtstrecke - und auch darüber hinaus. Als wir gegen 20:00 Uhr auf dem Stellplatz in Egestorf eintreffen, liegt dieser in völliger Dunkelheit. Nur hin und wieder taucht im Scheinwerferlicht ein Hinweisschild auf. Unser letzter Orientierungspunkt ist dann eine einsame Lampe die sich als die Bezahlsäule für den Strom entpuppt.

KM (Tag / Gesamt) 146 km / 146km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 0,-- EUR
Übernachtungsplatz 21271 Egestorf, Ahornweg
E 010° 03' 15.702", N 53° 11' 54.528"

Freitag, 19.12.
Es hat fast die gesamte Nacht auf unser Wohnmobildach getröpfelt. Mal war es der unterschiedlich starke Regen und dann wieder ein "second-hand Niederschlag" von den Bäumen.
Während wir gemütlich frühstücken berichtet der Verkehrsfunk von einer Vollsperrung der A7 im südlichen Bereich von Göttingen, unserem heutigen Ziel. Aber bis dahin sind es ja noch einige Kilometer und auch Stunden. So machen wir uns erst einmal keinen Kopf um diesen Unfall.
Als wir gegen 09:30 Uhr auf die Autobahn rollen wird deutlich, dass auf Grund eines Gefahrgutunfalls die Autobahn noch über Stunden gesperrt und der Verkehr durch Göttingen abgeleitet wird. Damit würden wir bei unserer üblichen Fahrtstrecke genau auf den innerstädtischen Umleitungsverkehr - und das damit einhergehenden Verkehrschaos - treffen. Dank unserer Ortskenntnisse entscheiden wir uns für eine großräumige Umfahrung. Wegen der für Bauarbeiten gesperrten Abfahrt Seesen verlassen wir bereits an der Anschlussstelle Rhüden die A7 und folgen der B243 über Osterode am Harz nach Herzberg. Über die B27 und B247 erreichen wir schließlich Duderstadt. Von hier folgen wir der Landstraße nach Göttingen, Ortsteil Geismar. So erreichen wir unser Tagesziel aus südöstlicher Richtung und müssen, was recht problemlos gelingt, nur einmal die Umleitungsstrecke kreuzen.
Auf dem Stellplatz steht dann nur ein einsames Mobil und so haben wir schnell einen Platz gefunden.
Nach einer kleinen Pause bummeln wir noch in die Stadt und über den Weihnachtsmarkt. Damit geht auch dieser Tag zu Ende.


Göttingen


Göttingen


Göttingen


Göttingen

KM (Tag / Gesamt) 253 km / 399km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
9,-- / 9,-- EUR
Übernachtungsplatz Göttingen
E 009° 55' 47", N 51° 31' 24"

Samstag, 20.12. bis Sonntag, 21.12.
Das Wochenende verbleiben wir in Göttingen um sowohl die Familie zu besuchen als auch um ein wenig runter zu kommen. Neben Stadtbummel und Familientreffen ist somit die Zeit von Entspannung geprägt.
Ach ja, noch bis zum Sonntag ist die A7 voll gesperrt. Erst nachdem in Fahrtrichtung Süden auch noch 2.000qm Asphalt ausgetauscht wurden, kann der Verkehr wieder problemlos rollen.

KM (Tag / Gesamt) 0 km / 399 km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
18,-- / 27,-- EUR
Übernachtungsplatz Göttingen
E 009° 55' 47", N 51° 31' 24"

Montag, 22.12.
Heute geht es über wenige Kilometer von Niedersachsen nach Thüringen, von Göttingen in das Heilbad Heiligenstadt. Die wenigen Kilometer sind über dei A38 schnell zurückgelegt. Der Ort verfügt über einen kleinen Stellplatz auf einem PKW-Parkplatz. Noch in der Zufahrt begegnet uns dann auch ein PKW und die Fahrerin ist tatsächlich der Meinung, ich würde unseren Fünftonner wieder rückwärts auf die Straße schieben. Dabei braucht sie nur eine gute Fahrzeutglänge zurücksetzen. Dies erkennt sie dann auch irgendwann und so kann ich endlich einparken. Wenig später beginnt dann Teil 2 unseres Urlaubs, der Familien-ReHa-Besuch.


Stellplatz Bad Heiligenstadz


Bad Heiligenstadt


Bad Heiligenstandt

 

KM (Tag / Gesamt) 41 km / 440 km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 27,-- EUR
Übernachtungsplatz 37308 Heilbad Heiligenstadt, Konrad-Zehrt-Straße
E 010° 08' 14.610", N 51° 22' 27.381"

Dienstag, 23.12.
Nach dem Frühstück beginnen wir den Tag mit der Fortsetzung unseres ReHa-Besuches. Gegen Mittag verlassen wir dann das Heilbad. Bereits am Vorabend haben wir überlegt, wo wir die nächsten Tage hinfahren. Fix ist, dass wir uns am 25. in Wachtendonk mit Kerstin und Uwe für einen Tripp in die Normandie treffen. Fix ist auch, dass das Wetter in den nächsten Tagen wenig einladend bleibt und daher unser ursprünglicher Plan, noch über den ein oder anderen kleinen Weihnachtsmarkt zu tingeln, nur bedingte Freude aufkommen lässt.
So fällt letztlich auf dem Fußweg zum Wohnmobil die Entscheidung. Wir werden heute an den Rhein nach Andernach fahren und damit Katrin und Torsten, die dort gerade stehen, überraschen.
Da ich keine Lust verspüre über die A38 zur A7 zu fahren, verlassen wir Heiligenstadt in Richtung Eschwege. Über teils sehr holprige Straßen und vorbei an Ortsansichten, die noch stark an die Wendezeit der 1990er Jahre erinnern, erreichen wir schließlich die A4 und später bei Kirchheim die A7. Dieser folgen wir jedoch nur wenige Kilometer um dann auf die A5 Richtung Westen zu wechseln. Vorbei an Limburg an der Lahn und Koblenz erreichen wir schließlich um 15:00 Uhr den Stellplatz in Andernach. Das WoMo von Katrin und Torsten ist schnell erspäht und wenig später steht unsere Wuchtbrumme direkt daneben. Die beiden sind jedoch gerade unterwegs und so sind wir auf die überraschten Gesichter gespannt.
Wenig später kommen die zwei aus der Stadt zurück und es gibt ein großes Hallo. Später bummeln wir noch gemeinsam über den Weihnachtsmarkt bevor wir den anlegenden Flußkreuzfahrern zuschauen und den Tag ausklingen lassen.

KM (Tag / Gesamt) 282 km / 722 km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
7,-- / 34,-- EUR
Übernachtungsplatz 38707 Andernach, Uferstraße
E 007° 24' 25", N 50° 26' 30"

Mittwoch, 24.12.
Heiligabend !
Nach einem gemeinsamen Frühstück brechen wir erst einmal auf um die Vorräte noch ein wenig aufzufüllen. Während wir Männer diese zu den Wohnmobilen bringen und dort auch ein wenig aufklaren, machen unsere Frauen noch einmal die Innenstadt unsicher. Nach einer Ruhepause ist es irgendwann an der Zeit für den Weihnachtsschmaus. Ausklingen lassen wir den teils sogar sonnigen Tag mit einer Spielerunde.

KM (Tag / Gesamt) 0 km / 722 km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
7,-- / 41,-- EUR
Übernachtungsplatz 38707 Andernach, Uferstraße
E 007° 24' 25", N 50° 26' 30"

Donnerstag, 25.12.
Heute beginnt Teil 4 unserer Tour. Nach dem Frühstück verlassen wir unseren Platz am Rhein. Über die B9 folgen wir, bevor wir auf die A61 wechseln, dem Strom noch einige Kilometer. Der Autobahn Richtung Venlo folgend nähern wir uns Kilometer für Kilometer dem Tagesziel und Ausgangspunkt für die Frankreichtour, dem Stellplatz in Wachtendonk. Wenige Kilometer bevor wir diesen erreichen scheint die Welt unterzugehen. Der Himmel wird schwarz wie in tiefster Nacht und dann geht auch schon ein Starkregen- und Hagelschauer auf uns hernieder. Als wir schließlich den Stellplatz erreichen hat das Wetter sich wieder beruhig.
Einige Zeit später treffen auch Kerstin und Uwe ein. Da es immer wieder regnet verzichten wir auf einen Ortsbummel und sitzen stattdessen gemütlich beieinander. Nach dem Abendessen und einem Grobabgleich der Navis ist es dann auch an der Zeit in die Koje zu kriechen.


Stellplatz Andernach / Rhein


Weltuntergang


Toilette mit Wasserspülung


Stellplatz Wachtendonk

KM (Tag / Gesamt) 154 km / 876 km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
5,-- / 46,-- EUR
Übernachtungsplatz 46769 Wachtendonk, Achter de Stadt
E 006° 19' 50.586", N 51° 24' 23.112"

Freitag, 26.12.
Heute wollen wir bis ans Meer, genauer gesagt bis in die Nähe von Bologne-sur-mer. Nachdem auch Uwe seinen Dieseltank aufgefüllt hat folgen wir ihm zur Autobahn. Schon nach wenigen Kilometern erreichen wir die Niederlande und folgen der Bahn vorbei an Eindhoven in Richtung Antwerpen und weiter nach Brugge. Hier knicken wir nach Südwesten ab und erreichen etwas später Frankreich. Vorbei an Calais folgen wir der Küstenlinie bis zu unserem heutigen Übernachtungsplatz, dem Stellplatz Equihen Plage.
Die Versorgungsstation, einschließlich Stromanschlüsse, ist außer Betrieb. Aber dafür kommt auch niemand zum kassieren und wir stehen somit kostenfrei mit freiem Blick auf den Horizont.
Nachdem die Wohnmobile in Parkposition stehen gönnen wir uns bei einigen Sonnenstrahlen einen Glühwein. Leider fängt es wenig später an zu regnen und im Laufe des Abends und der Nacht frischt der Wind immer weiter auf bis einzele Orkanböen mit bis zu 120 Stundenkilometern uns durchschütteln. Nachdem an Schlaf nicht mehr zu denken ist verschaffe ich mir etwas Sicht durch die beschlagene Windschutzscheibe und drehe unsere Wuchtbrumme mit der Nase in den Wind. So wird es, zumindest bis der Wind dreht, etwas ruhiger.


Unterwegs in Belgien

 


Stellplatz Equihen-Plage


Emma Schlabberschnute


am Stellplatz


Speisegast


am Stellplatz


die Wildgänse kommen

KM (Tag / Gesamt) 407 km / 1.283 km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 46,-- EUR
Übernachtungsplatz F 62224 Equihen-Plage, Rue du Beurre Fondu
E 001° 34' 04.152", N 58° 40' 47.106"

Samstag, 27.12.
In den frühen Morgenstunden setzte ich das WoMo erneut um und versuche von der spärlichen Hecke etwas Windschutz zu erlangen. Das klappt mehr schlecht als recht.
Auch Uwe und Kerstin sind früh hoch und so verlassen wir gegen 08:00 Uhr in stockdunkler Nacht unseren Schlafplatz. Leider ist es noch zu dunkel um die Brandung richtig zu erkennen, aber wir wollen nur noch weiter in Richtung Süden wo das Wetter besser sein soll.
Deshalb verzichten wir auch der Küstenstraße zu folgen und fahren stattdessen auf die mautfreie A16. Langsam kämpft sich das Tageslicht durch die tiefhängenden Wolken und wir sehen, dass der ein oder andere Baum dem Sturm der Nacht nicht standgehalten hat. Mit gemächlichem Tempo "segeln" wir über Abbeville und Rouen nach Honfleur. Der große - im Sommer meistens völlig überlaufene - Stellplatz am Hafen ist gut besucht aber wir finden nicht nur zwei nebeneinander liegende Parzellen mit Blick auf das Hafenbecken, sondern sogar auch noch zwei freie Stromanschlüsse.
Nach eienr Tasse Kaffee brechen wir in den Ort auf und bummeln wenig später über den kleinen Weihnachtsmarkt, der sich schön in die Kulisse des Hafens und der alten Häuser einfügt. Außerdem nutzen wir die Gelegenheit, da mich Zahnschmerzen plagen, mir ein paar Schmerztabletten zu kaufen.


Stellplatz Honfleur


Pont de Normandie


Honfleur - Winter- / Weihnachtsdeko


Honfleur - Winter- / Weihnachtsdeko


Honfleur - Winter- / Weihnachtsdeko


Honfleur - Winter- / Weihnachtsdeko


Pont de Normandie

 

KM (Tag / Gesamt) 263 km / 1.546 km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
10,-- / 56,-- EUR
Übernachtungsplatz F 14600 Honfleur
E 000° 14' 36.864", N 49° 25' 08.424"

Sonntag, 28.12.
Der Tag empfängt uns mit teils sonnigem Wetter. Aus dem Sturm ist ein böiger Wind geworden. In bester Stimmung verlassen wir nach einem Stopp an der Ver- und Entsorgung den Stellplatz, füllen wenig später die Dieseltanks unserer Mobile und rollen in Richtung Caen. Wir haben gestern beschlossen in die Ecke zwischen Caen und Cherbourg zu fahren. Nachdem wir Caen passiert haben, folgen wir noch eine Weile der N13 bevor wir zur Utah Beach abbiegen. Inzwischen scheint die Sonne vom blauen Himmel und auf dem Weg durch die Dünen treibt uns der Wind den Sand ins Gesicht. Doch dann haben wir den breiten, scheinbar endlosen und nicht überlaufenen Strand erreicht. Spätestens in diesem Moment stellt sich der Körper bei mir in den Urlaubsmodus um. Ok, die noch immer andauernden Zahnschmerzen nerven ein wenig. Aber davon lasse ich mir die Stimmung nicht verhageln.
Nach dem Strandspaziergang folgen wir der Küstenstraße (D421) und werden immer wieder mit einer fantanstischen Aussicht belohnt. Über die D14 erreichen wir St. Vaast la Hougue, parken am Fort und lassen uns erneut ein wenig durchpusten. Doch dann reicht es uns mit dem Wind auf der Haut und wir haben Lust auf eine Tasse Kaffee. Also starten wir die Mobile und gelangen über Barfleur zu unserem Etappenziel, einem einfachen Campingplatz (Camping la ferme du bord du mer) in Gatteville. Das Büro ist geschlossen, weit und breit ist niemand zu sehen und so suchen wir uns auf dem fast verlassenen Platz "unser" Fleckchen. Der Kaffee ist schnell gekocht. Anschließend bleibt noch Zeit zum tratschen und die Gegend erkunden bevor auch dieser Tag sich dem Ende zuneigt. Nach Einbruch der Dunkelheit kommt dann auch die Platzbetreiberin und so können wir uns anmelden.
Die Nacht bleibt, da der Wind sich fast vollständig gelegt hat, absolut ruhig und so können wir etwas Schlaf nachholen.


Utah Beach


Utah Beach


Fort St. Vaast la Hougue


St. Martin, Insel Mainau


an der D421


an der D421


an der D421


Barfleur


Urlaubsstimmung


Emma

KM (Tag / Gesamt) 193 km / 1.739 km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
8,70 / 64,70 EUR
Übernachtungsplatz F 50760 Gatteville le Phare, Route du Val de Saire Mme Léonard
W 001° 16' 23", N 49° 40' 48"

Montag, 29.12.
Heute wollen wir einen Ruhetag einlegen. Nach dem Frühstück brechen wir in das nahegelegene Barfleur auf. Dort finden wir ein Plätzchen vor einem Cafe und genießen den strahlenden Sonnenschein. Leider schieben sich wenig später Wolken vor die Sonne und es wird uns etwas zu kühl um hier noch länger zu verweilen. So bummeln wir noch ein wenig am Hafen entlang bevor wir uns auf den Rückweg machen. Leider können wir, da inzwischen Flut ist, zurück nicht über den Strand laufen.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause nutzen wir den sonnigen Nachmittag um den Grill anzuwerfen, ein wenig mit Emma zu spielen und einfach das Leben zu genießen.


Barfleur


Barfleur, Eglise St. Nicolas


Grillzeit I


"Grillzeit" II

 
 


Camping la ferme du bord du mer


 


 

KM (Tag / Gesamt) 0 km / 1.739 km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
8,70 / 73,40 EUR
Übernachtungsplatz F 50760 Gatteville le Phare, Route du Val de Saire Mme Léonard
W 001° 16' 23", N 49° 40' 48"

Dienstag, 30.12.
Nach mehreren erfolglosen versuchen erreichen wir die Campingplatzbetreiberin und können unsere Übernachtungsgebühr entrichten. So verlassen wir gegen 09:45 Uhr den Campingplatz und fahren über die D116 in Richtung Cherbourg. Über teils schmale Straßen mit streckenweise schöner Aussicht erreichen wir das Cap Lévi, passieren wenig später Cherbourg und folgen den Nebenstraßen bis zum Cap de la Hague.
Hier haben wir den Wendepunkt unseres Urlaubs erreicht. Wir knicken nach Süden ab und finden in Siouville unseren Übernachtungsplatz. Auf der großzügigen Wiese stehen lediglich zwei Kastenwagen - und wie sollte es anders sein - aus Schleswig-Holstein. Während Susanne, Kerstin, Uwe und Emma zum Strandspaziergang aufbrechen, lege ich mich ins Bett. Zwar haben sich meine Zahnschmerzen inzwischen verabschiedet, dafür habe ich mir aber eine ordentliche Erkältung aufgesackt.
Bevor wir den Tag ausklingen lassen, planen wir noch ein wenig die Heimfahrt. So wollen wir über Honfleur (Ver- und Entsorgungsstopp) nach St. Valery en Caux und dann weiter nach Equihen-Plage.


am Cap Lévi


Engstelle ?


Cherbourg, Fort de I´lle Pelée


unterwegs


Cap de la Hague


Cap de la Hague


entlag der Küste


entlang der Küste


Engstelle !


Siouville-Hague

KM (Tag / Gesamt) 100 km / 1.839 km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 73,40 EUR
Übernachtungsplatz F 50340 Siouville-Hague, Ave des Peupliers
E -001° 50' 42.534", N 49° 33' 48.726"

Mittwoch, 31.12.
Um 09:00 Uhr verlassen wir den Stellplatz und kreuzen über Nebenstraßen zur N13. Da es in der Nacht gefroren hat lässt sich schwer einschätzen, ob die Straßen nur feucht oder sogar überfroren sind. So dauert es seine Zeit bis wir die Nationalstraße erreichen. Auf ihr rollen wir bei strahlendem Sonnenschein auf bereits bekannten Spuren wieder zurück. Hinter Caen sind Uwe´s und unser Navi unterschiedlicher Auffassung bezüglich der Mautpflicht der A13. Aber wer vorfährt gibt bekanntlich den Weg an und so folgen wir Uwe auf die laut seinem Navi kostenfreie Autobahn um dann wenig später doch ein paar Euro für die Straßenbenutzung zu zahlen.
Gegen Mittag erreichen wir Honfleur. Nach einem Tankstopp ver- und entsorgen wir auf dem Stellplatz. Anschließend fahren wir über den mautpflichtigen Pont de Normandie um dann abseits der Küste zu unserem Tagesziel zu rollen. Der Stellplatz in St. Valery en Caux, direkt unterhalb der Steilküste, ist "leider" schon gut besucht. So finden wir nur noch ein Plätzchen im Schatten der Steilküste. Diese im Sommer vorteilhaften Plätze sind jetzt im Winter leider sehr kühl. Aber so ist es halt.
Nach einer kurzen Kaffeepause (statt Kaffee gab es jedoch wärmenden Glühwein), brechen Susanne und Uwe zu einem Spaziergang auf. Hingegen pflege ich meine Erkältung und auch Kerstin, die es mittlerweile auch kräftig erwischt hat, bleibt im Wohnmobil.
Silvester 2014 - was macht man an einem solchen Tag wenn die Nase läuft und der Kopf brummt. Nach einem gemeinsamen Abendessen spielen wir eine Runde "Mensch ärgere dich nicht", schnacken etwas und ändern schließlich die Planung für den kommenden Tag. Tja, und dann gehen wir ins Bett und lassen Jahreswechsel Jahreswechsel sein !


Pont de Normandie



Saint Valéry en Caux


Saint Valéry en Caux


Saint Valéry en Caux


Saint Valéry en Caux



Saint Valéry en Caux

KM (Tag / Gesamt) 288 km / 2.127 km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 73,40 EUR
Übernachtungsplatz 76460 Saint Valéry en Caux, Le Port
E 000° 42' 35", N 49° 52' 19"

Donnerstag, 01.01.
Wie im vergangenen Jahr - also gestern - besprochen, werden wir nicht wieder über Equihen-Plage fahren sondern eine Zwischenübernachtung in Belgien einlegen. Diese Entscheidung erscheint umso besser, da inzwischen auch Susanne eine Schniefnase hat. So verlassen wir gegen 09:30 Uhr den Stellplatz und folgen der D925 entlang der Küste. Irgendwann ist es Zeit für einen letzten Blick auf das Meer.
Über Lille folgen wir der A14 in Richtung Gent. Laut Uwe´s französischer Stellplatz-App gibt es hier einen einfachen Übernachtungsplatz in der Nähe der Autobahn. Als wir die angegebenen Koordinaten erreichen zeigt sich jedoch, dass hier inzwischen statt der Wiese eine landwirtschaftliche Nutzfläche ist. Aber der gute alte Bordatlas von Reisemobil International weist in ca. 20km Entfernung drei weitere kleine Stellplätze aus. Also das Navi schnell neu programmiert und weiter geht die Reise. Mitten durch den Wald erreichen wir den ersten Stellplatz, oder besser gesagt den Ort wo er sein soll. Aber auch hier - Fehlanzeige. Aber beaknntich sind ja alle Guten Dinge drei. Dies trifft dann auch zu. Jedoch nicht für uns sondern für die Bewohner des Neubaus, der auf Platz Nr. 3 steht. Inzwischen deutlich verärgert fahren wir auf die A10 in Richtung Antwerpen. In Kruibeke soll es laut Stellplatzführer einen weiteren Platz geben. Kurz bevor wir unser Ziel erreichen müssen wir durch eine relativ schmale Gasse, ohne das wir erkennen können was uns dahinter erwartet. Wenig später meldet sich Uwe, dass wir ihm folgen sollen. Parkraum wäre vorhanden, jedoch kein Stellplatz. Nachdem ich auch für die Wuchtbrumme einen Abstellplatz gefunden habe finde ich wenig später den Stellplatz, oder besser gesagt die Fläche wo er mal war. Laut dem Zeitungsbericht im Schaukasten haben es hier wohl einige "Camper" übertrieben und daher wurde der Platz geschlossen. Allerdings finden sich immerhin die GPS-Koordinaten für zwei in der Nähe, jeweils an einer Sportanlage gelegene, Ausweichplätze. So beschließen wir einen letzten Versuch für eine Übernachtung in Belgien zu unternehmen und stehen wenig später mit einem weiteren deutschen Wohnmobil auf dem Parkplatz an einer Sporthalle.

KM (Tag / Gesamt) 389 km / 2.516 km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 73,40 EUR
Übernachtungsplatz B 9150 Kruibeke
E 009° 39' 59", N 50° 33' 23"

Freitag, 02.01.
Als uns der Regen weckt, haben wir eine insgesamt ruhige Nacht hinter uns. Am Abend zuvor haben wir die weitere Rückfahrt besprochen. Da wir aufgrund der Stellplatzproblematik des Vortages bereits deutlich weiter als geplant gefahren sind, werden wir heute nicht nach Wachtendonk, dem Start unserer Frankreichtour, sondern bis nach Bergkamen fahren. Auf dem dortigen Stellplatz an der Marina Rünthe waren Susanne und ich bereits vor einigen Jahren für eine Nacht. Er hat den Vorteil, dass die heutige Etappe nicht zu lang ausfällt, wir die Reststrecke nach Kiel gegenüber Wachtendonk deutlich verkürzen können und auch für Uwe und Kerstin keinen Umweg darstellt. Außerden gibt es am Platz ein gastronomisches Angebot.
So schmeißen wir wieder mal gegen 09:30 Uhr die Motoren an und starten zur letzten gemeinsamen Etappe des Urlaubs. Bereits 3 1/2 Stunden später treffen wir auf dem Stellplatz ein.
Für den Abend reservieren wir einen Tisch beim Asiaten. Leider geht es Kerstin so schlecht, dass sie im WoMo bleibt. Schade, dass hatten wir uns alle Vier anders vorgestellt. Aber es ist halt wie es ist.
Nach dem Abschlußessen ziehen wir uns in unsere Mobile zurück und lassen den Tag in trauter, verschnupfter Zweisamkeit ausklingen.


Stellplatz Bergkamen

KM (Tag / Gesamt) 268 km / 2.784 km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
7,-- / 80,40 EUR
Übernachtungsplatz Bergkamen
E 009° 39' 59", N 50° 33' 23"

Samstag, 02.01.
Heute geht es wieder nach Hause. Nach dem Frühstück klaren wir das Wohnmobil bereits ein wenig auf. Anschließend schnacken wir noch ein wenig bevor unsere Wege sich trennen. 403km später treffen wir am frühen Nachmittag wieder in Kiel ein. Damit endet unsere letzte größere Tour mit unserer Wuchtbrumme.
Die Sachen sind schnell aus dem WoMo geräumt und so haben wir Gelegenheit unsere Erkältung zu pflegen.
Auch Kerstin und Uwe sind wieder gut Zuhause eingetroffen und wie sich zeigt, wurde auch Uwe noch das Opfer der Erkältung.

KM (Tag / Gesamt) 403 km / 3.187 km