19.06. – 14.07.2014 – Provence und Cote d´Azur

Vorbemerkung: Die ersten vier Tage beschreiben ausschließlich unsere mautfreie Anreise in die Provence. Wer also nicht gerade dabei ist eine eigene Route zu planen oder noch einen Übernachtungsplatz sucht, der kann diesen Teil des Berichts mit „einem Klick“ überspringen.
Wer ausführliche Hintergrundinformationen zu den besuchten Regionen und Städten sucht, den muss ich auch enttäuschen. Das Netz ist voll von diesen Informationen.
Wer allerdings in Erinnerungen schwelgen möchte oder Anregungen sucht, der kann sich vielleicht von den Fotos inspierieren lassen. Darüber hinaus gibt es mindestens die GPS-Koordinaten und einen optischen Eindruck von unseren Übernachtungsplätzen.
Wer also Lust hat, den laden wir jetzt ein uns auf unsere Sommerreise 2014 zu begleiten. Und wenn es euch gefällt, würden wir uns über euren Eintrag in unserem Gästebuch freuen.

Donnerstag, 19.06.
Wie schon so häufig darf Susanne noch ins Büro während ich bei grauem Himmel und zeitweise Nieselregen das WoMo fertig packe und natürlich auch unsere Piaggio MP3 verlade. Nach getaner Arbeit nicke ich auf der Couch ein. Das Telefon reißt mich schließlich gegen 15:00 Uhr aus meinen Träumen. Es ist Susanne die mich wissen lässt, dass sie in Kürze Feierabend hat.
Um 16:00 Uhr erwachen die sechs Zylinder unserer Wuchtbrumme zum Leben. Mitten im nachmittäglichen „wir holen unsere Kinder mit dem Auto aus dem Kindergarten und parken dabei wie es uns gefällt“ kupple ich den Wheely an. Dann rollen wir endlich in Richtung Frankreich.
Da die A7 aufgrund einer Baustelle im Elbtunnel und einer weiteren weniger Kilometer später bereits gut 10km stockenden Verkehr verspricht entscheiden wir uns mal wieder für die östliche Route. Über die B404 verlassen wir Kiel und folgen später der A21 bis zur A1. Mit etwas stockendem Verkehr am Kreuz Hamburg Süd umfahren wir die Hansestadt in Richtung Bremen. Bereits seit geraumer Zeit wird eine Unfallstelle mit 10km Stau zwischen Bremen und Wildeshausen im Verkehrsfunk angesagt. Unsere Hoffnung, dass dieser Engpass bis zu unserer Ankunft beseitigt ist, zerschlägt sich. Stattdessen dürfen wir das Wort „Sperrung“ und die Umleitungsempfehlung über die A28 und A29 vernehmen. So entscheiden wir uns direkt hinter der Weser auf die B6 zu wechseln. Als wir dann später die A28 erreichen geraten wir zwar immer noch in stockenden Verkehr, haben jedoch einige Kilometer davon umgangen. Unseren Plan über die B213 wieder zur A1 zu gelangen verwerfen wir angesichts des LKW-Staus auf der Abfahrtsspur. So rollen wir doch im größeren Bogen über die A29 wieder auf die A1, von der wir schließlich hinter Münster auf die A43 wechseln. Wenige Kilometer später verlassen wir die Autobahn und erreichen kurz danach unser heutiges Etappenziel Senden.

KM (Tag / Gesamt) 420km / 420km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 0,-- EUR
Übernachtungsplatz Senden
E 007° 28' 33.432", N 51° 51' 16.446"


Stellplatz Senden

 

Freitag, 20.06.
Zu unserer Überraschung ist es bereits 07:30 Uhr vorbei als wir aus den Federn kriechen. Nach einem kurzen Frühstück geht es bei erneut grauem Himmel und Regenschauern zurück auf die Straße. Quer durchs Land erreichen wir kurz vor Dülmen wieder die A43, der wir bis zur A1 folgen. Bevor wir Köln erreichen müssen wir diese verlassen. Wegen Bauschäden ist die Rheinbrücke für Fahrzeuge größer 3,5to gesperrt und damit für unsere Wuchtbrumme ein unüberwindbares Hindernis. So weichen wir gemeinsam mit den Brummis in Richtung Süden auf die A3 und A4 aus. Über die B51 und A553 erreichen wir wieder die A1 der wir bis Blankenheim folgen. Von hier gelangen wir über die B51 auf die A60 und dann wieder auf die B51. Vorbei an Bitburg folgen wir der B257 nach Luxemburg. Hier füllen wir unsere Dieselvorräte auf und fahren die N11, die für den Transitverkehr >3,5to obligatorisch ist, bis zur Autobahn (A1). Über die A3 erreichen wir dann die mautfreie A31 in Frankreich. Dieser folgen wir bis nach Millery, unserem heutigen Ziel. Leider ist der Stellplatz für über 40 Fahrzeuge jedoch fest in der Hand der 60+ Generation. Für uns Transitreisende findet sich kein Plätzchen mehr und so weichen wir in das 15km entfernte Millery aus. Der Stellplatz für 10 Mobile bietet jedoch nur Platz für drei Einheiten. Allerdings ist der angrenzende PKW-Parkplatz fast frei und bereits mit ersten Wohnmobilen belegt. So sitzen auch wir wenig später in bei strahlendem Sonnenschein (25°C) an der Mosel und lassen den Tag langsam ausklingen. Später am Abend haben sich dann knapp 20 Fahrzeuge in dem kleinen Örtchen eingefunden.
An dieser Stelle möchte ich noch einen Hinweis für die Spritpreisschwankungen gewohnten deutschen Autofahrer machen. Während man bei uns Daheim den Eindruck hat, dass die Treibstoffpreise im Stundentakt um 10ct hoch und runter gehen, verzichtet man in Luxemburg (teilweise) gänzlich auf Preistafeln. Stattdessen reicht ... – schaut euch einfach das Foto an! Aufgenommen habe ich dieses Bild am 20.06. !

KM (Tag / Gesamt) 440km / 860km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 0,-- EUR
Übernachtungsplatz Millery, Ave. de la Moselle
E 006° 07' 38.514", N 48° 48' 57.036"


Spritpreise


Millery


Le Lavoir de Millery


Millery

Samstag, 21.06.
Tag drei unserer Anreise beginnt mit blauem Himmel, Sonnenschein und immerhin 15°C. Nachdem wir noch entsorgt haben verlassen wir um 08:20 Uhr unser etwas unruhiges Nachtlager an der Mosel. Wir fahren erst einmal auf der weiterhin mautfreien A31 an Nancy vorbei. Wenig später wechseln wir auf die ebenfalls vierspurig ausgebaute N57 und folgen dieser immer grob entlang der Mosel bis hinter Epinal. Bei dieser Tour durch die Vogesen kann unsere Wuchtbrumme zeigen was in ihr steckt. Die 184 PS in Verbindung mit dem Automatikgetriebe glätten die teils kräftigen Steigungen und lassen uns entspannt vorankommen. Nachdem wir Besancon passiert haben wechseln wir auf die D683. Ab Lons-le-Saunier folgen wir der D1083 über Bourg-en-Bresse bis zum Vogelpark in Villars les Dombes. Auf dem weitläufigen Wiesenparkplatz ist die Übernachtung mit dem Wohnmobil in Verbindung mit einem Parkbesuch gestattet. So stehen wir hier mit rund 30 Wohnmobilen gut geschützt. Denn die Parkplatzzufahrt ist von 22:00 bis 06:00 Uhr durch ein Tor verschlossen.
Nach ca. 6 ½ Stunden Fahrt genießen wir unseren Nachmittagskaffee bei knapp 30°C vor dem WoMo. Hier bewegen wir uns bis 21:00 Uhr auch nicht weg. Dann müssen wir jedoch ins WoMo um das zweite deutsche Vorrundenspiel der WM (gegen Ghana) zu schauen.
Ach ja, fast hätte ich es vergessen. Vor einigen Jahren wurde unser WoMo in Frankreich während der Fahrt von der Seite mit einem Stein beworfen und beschädigt. Heute landete während der Fahrt durch Lons-le-Saunier eine Wasserbombe auf unserer Windschutzscheibe und ließ uns ordentlich zusammenzucken. Passiert ist glücklicherweise weiter nichts.

KM (Tag / Gesamt) 404km / 1.264km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 0,-- EUR
Übernachtungsplatz Villars les Dombes
E 005.024547°, N 45.991927°


unterwegs


Stellplatznachbarn

Sonntag, 22.06.
Zur letzten Etappe unserer Anreise starten wir - wie auch an den Vortagen – gegen 08:30 Uhr. Auf Grund eines Tipps von Freunden fahren wir erst an den Mt. Ventoux und danach nach Avignon. Denn so haben wir die Gelegenheit am Montag den Markt in Bedoin, unserem heutigen Ziel, zu besuchen.
Wir verlassen unseren Übernachtungsplatz über die D1083. Aus Gründen die nur unser Navi kennt folgen wir dieser jedoch nicht bis Lyon sondern wechseln wenig später auf die D904, D6 und dann die D66, die uns zur A46 führen. Über die A42, D383 und A7 passieren wir an diesem Sonntagvormittag völlig staufrei die Metropole. Da die A7 ab Vienne wieder mautpflichtig ist wechseln wir auf die N7 und genießen während der Fahrt entlang der Rhone die Aussicht. Auf der Fahrt bis kurz hinter Montelimar führt die N7, was ich als sehr entspannend empfinde, immer wieder direkt an der Rhone entlang. In N. D. Montcham wechseln wir in Richtung Osten auf die D541, der wir bis Nylons folgen. Ab hier geht es auf der D938 wieder stramm nach Süden. Die letzten paar Kilometer schlängeln wir uns bergauf und bergab über die D19 nach Bedoin. An mancher Ecke dieser Straße bin ich froh, dass wir gerade keinen Gegenverkehr haben.
Nachdem wir Bedoin fasst passiert haben biegen wir in die Chemie de la Garonne (D213) zum Campingplatz ab.

Achtung: Zum CP führt auch die Rue de la Poste. Diese Zugfahrt sollte man allerdings nur mit sehr kompakten Fahrzeugen (kleinere Kastenwagen) nutzen.

Pünktlich zum Kaffee haben wir uns eingerichtet und entspannen den Rest des Tages bei rund 30°C von der Anreise und dem Berufsalltag.

KM (Tag / Gesamt) 285km / 1.549km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
19,-- / 19,-- EUR
Übernachtungsplatz Bedoin, Camping La Garenne
E 5,108861°, N 44,72496°


Saint-Vallier, La Galaure

 


Grignan


Grignan


Grignan


Grignan

Montag, 23.06.
Nach einem ausgedehnten Frühstück laufen wir die wenigen Meter in den Ort und sind von der Größe des Marktes überrascht. Die gesamte Ortsdurchfahrt ist gesperrt uns es reihen sich scheinbar endlos Stände mit Gewürzen, Wurst, Obst und sonstigem Krimskrams aneinander. Ganz gemütlich geben wir uns den vielfältigen Eindrücken und Gerüchen hin.

KM (Tag / Gesamt) 0km / 1.549km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
19,-- / 38,-- EUR
Übernachtungsplatz Bedoin, Camping La Garenne
E 5,108861°, N 44,72496°


Bedoin, Kirche


Markt in Bedoin


Markt in Bedoin


Markt in Bedoin


Markt in Bedoin


Markt in Bedoin


Markt in Bedoin


Markt in Bedoin

 


Markt in Bedoin

Später am Tag fahren wir mit unserer MP3 nach Sault und dann weiter durch die Gorges de la Nesque (D942). Der Nesque, der sich unter einem grünen Dach am Fuße der Schlucht verbirgt, hat sich hier bis zu 400m Tief in den Kalkfelsen eingegraben. Ein beeindruckendes Bild, das aber auf Grund mehrerer Tunnel mit sehr geringer Durchfahrtshöhe mit dem Wohnmobil nur bedingt zu genießen sein dürfte. Allerdings ist es, wie die folgenden Fotos auch zeigen, machbar.
Auch wenn der Gorges de la Nesque deutlich kleiner als der Gorges de Verdon (siehe unsere Frankreichtour April/Mai 2009) ist, kann ich diesen Abstecher nur empfehlen. Allerdings sollte dann die Streckenführung von Volles-sur-Auzon in Richtung Monsieur gewählt werden. Da es nur wenige mobilgeeignete Fotostopps gibt, hat so immerhin der/die Beifahrerin eine uneingeschränkte Sicht in die Schlucht.


Sault


Gorges de la Nesque


Gorges de la Nesque

Gorges de la Nesque
Mit ihrer wenig befahrenen Panoramastraße (D942 zwischen Villes-sur-Auzon und Sault) ist die Nesque-Schlucht auch bei Rad- und Motorradfahrern beliebt. Schon aus diesem Grund gilt es mit dem Wohnmobil sehr vorausschauend zu fahren. Von Villes-sur-Auzon kommend wird die Schlucht immer karger. Irgendwann erreicht man dann die kleinen Tunnel. Spätestens hier sollte man dann die Maße seines Wohnmobils kennen. Diverse - oft sehr kleine - Haltepunkte bieten nicht nur die Gelegenheit für einen traumhaften Blick auf die Schlucht sondern bieten sich auch als Fotostopp an. Am Aussichtspunkt bietet sich ein grandioser Blick auf den gegenüberliegenden Felsen, des 872 m hohen Rocher du Cire, und in die 300 m tiefer gelegene Schlucht. In der Nebensaison ist man hier fast allein unterwegs.
ACHTUNG: Mit diesem Bericht will ich niemanden zu einer WoMo-Fahrt durch die Schlucht annimieren. Wer es doch macht, macht es auf eigene Gefahr.


Gorges de la Nesque


Gorges de la Nesque

Bevor wir zum Campingplatz zurückkehren machen wir noch einen Abstecher nach Carpentras. Nach der beeindruckenden Natur des Gorges sind wir von dem teilweise wuhligen Verkehr in Carpentras schon fast überfordert. Trotzdem streifen wir ein wenig durch die Straßen. bis es uns endgültig reicht und wir nach Bedoin zurückkehren.


Villes sur Auzon


Carpentras, L´arc romain (13. Jahrhundert)


Carpentras, Saint-Siffrein


Carpentras


Carpentras, Port d´Orange

 

Dienstag, 24.06.
Heute steht, gemessen in Höhenmetern über dem Meeresspiegel, der Höhepunkt unserer Urlaubstour an. Mit der Hoffnung auf eine noch gute Fernsicht starten wir bereits in aller Frühe (geweckt vom Wecker) mit dem Roller zum Mt. Ventoux. Auf dem Weg hoch zum Gipfel, auf dem selbst unser 300ccm Roller sein tun hat, überholen wir ungezählte Fahrradfahrer. Oben angekommen bietet sich ein faszinierender Ausblick (So wie es aussieht kann eine große Fläche etwas unterhalb des Gipfels auch für die Übernachtung im Mobil genutzt werden. Hierzu aus Richtung D974 kommend vor dem Gipfel nach rechts in die gesperrte Sackgasse einbiegen.). Auf der Tour bergab kehrt sich das Bild dann um und wir haben Schwierigkeiten den Fahrradfahrern zu folgen.


Mt. Ventoux


Mt. Ventoux

Mt. Ventoux
Der Mont Ventoux (1.912 m.ü.NN.) leuchtet auch im Sommer schneeweiß über der Provence. Allerdings handelt es sich - zumindest ab Ostern - nicht um Schnee, sondern eine vom Mistral geprägte Kalkwüste. Die Übernachtung scheint auf dem Berg (siehe Foto) geduldet zu sein. Allerdings ist sowohl von der Übernachtung als auch von einem Besuch bei Mistral, der hier bis zu 260 kmh erreichen kann, mehr als dringend abzuraten. Der Mt. Ventoux ist häufig Bestandteil der Tour de France. Dann sollte er - so man nicht zum Radrennen will - auch schon Tage zuvor gemieden werden. Radfahrer sind aber auch ansonsten ein Thema am Berg. Gerade bei der Bergabfahrt sollte man immer ein Auge im Rückspiegel haben und Radfahrer möglichst vorbei lassen. Sie werden es euch danken.


Mt. Ventoux


Mt. Ventoux

Auch heute machen wir vor der Rückfahrt nach Bedoin noch einen Abstecher, diesmal nach Vaison le Romain. Dieser eher schlichte Ort bietet nicht nur eine bis in die Römerzeit – und noch weiter – zurückgehende Geschichte. Heute bietet er uns auch einen Markttag mit vielen Händlern die gestern noch in Bedoin standen. Und mit dem Ponte Romain, einer massiven römischen Brücke mit 17m Spannweite, auch ein Zeugnis dafür, dass Straßenbrücken deutlich länger halten können als dies in Deutschland derzeit der Fall zu sein scheint. Hiermit meinen ich nicht nur die für Fahrzeuge >3,5 to gesperrte Rheinbrücke, die uns auf der Anreise „behindert“ hat, sondern auch die Hochbrücke der A7 über den NOK in unserem heimischen Schleswig-Holstein.


"Leitplanke" am Mt. Ventoux


Vaison la Romain, Musée archéologique Gallo-Romain


Vaison la Romain,Pont Romain


"Unser Platz" auf dem CP

Zurück am CP verlade ich für die morgige Weiterfahrt unseren Roller wieder auf seinen Anhänger. In der Nacht zieht dann ein Gewitter mit teils kräftigem Regen auf. Wie stark dieser tatsächlich war nehmen wir erst am nächsten Morgen war, als die Zelter neben uns ihr völlig durchnässtes Hab und Gut aus dem Zelt räumen.


Minierdrutsch nach regnerischer Nacht

KM (Tag / Gesamt) 0km / 1.549km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
19,-- / 57,-- EUR
Übernachtungsplatz Bedoin, Camping La Garenne
E 5,108861°, N 44,72496°

Mittwoch, 25.06.
Über die D938 und D942 erreichen wir in einer guten Stunde Avignon. Neben dem erst im vergangenen Jahr eröffneten Stellplatz haben wir von Freunden auch noch den Tipp für einen Campingplatz im Gepäck. Wie sich vor Ort zeigt, liegen SP und CP nicht nur fast direkt nebeneinander, sondern auch preislich auf einer Höhe (SP 18,--EUR für einen naturbelassenen Wiese zwischen zwei Straßen; CP 21,67 EUR mit Blick auf den Papstpalast). Da fällt uns die Entscheidung nicht schwer und wir checken auf dem CP ein.
Nach einer kurzen Pause und einer Tasse Kaffee machen wir uns um die Mittagszeit auf den Weg in die Altstadt. Kreuz und quer lassen wir uns durch die Gassen treiben bevor wir den Papstpalast von der Rückseite her erreichen. Von hier geht es vorbei an der Brücke von Avignon (5,-- EUR Eintritt) zur kostenfreien Shuttlefähre. Diese bringt uns über die Rhone zurück zum Campingplatz.

KM (Tag / Gesamt) 49km / 1.598km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
21,67 / 78,67 EUR
Übernachtungsplatz Avignon, Camping Du Pont d´Avignon
E 4.80277°, N43.95611°


Avignon


Avignon, Saint Pierre


Avignon, Pont d´Avignon


Avignon, Papstpalast


Stadtmauer Avignon


Avignon, am Quai de l´Quille


Irgendwo in Avignon


Irgendwo in Avignon


Camping du Pont d´Avignon

Donnerstag, 26.06.
Nach unserer gestrigen Besichtigungstour soll es heute an die Küste gehen. Für den ersten Teil der Tagesetappe ist jedoch Geduld gefragt. Da wir ja im Urlaub sind haben wir es ruhig angehen lassen und starten erst kurz nach 10:00 Uhr vom Campingplatz und damit direkt in den dichten Stadtverkehr. Doch irgendwann trennen sich unsere Wege und wir folgen der D N7 (auch als D7n bezeichnet) Richtung Aix-en-Provence. Allerdings zwingt uns eine Baustelle mit Höhenbegrenzung von 3,10m – könnte passen oder auch nicht – bei Orgon zu einem kleinem Umweg über Cavaillon auf die D973. Über die D32 erreichen wir wieder die D N7 und rollen über St-Maximen-la-Ste-Baume und Brigoneles. Nach Le Lux wechseln wir auf die D558. Über viele Kehren erreichen wir durch die teils sehr schroffe aber ansprechende Landschaft bei Port Grimaud die Küste und wenden uns auf der D559 gen Süden. Der Ausschilderung nach Ramatuelle folgend (D61) lassen wir den Ort oberhalb liegen und erreichen wenig später Bonne Terrasse. Zu unserer Überraschung ist es auf dem Stellplatz deutlich leerer als erwartet und nach kurzer Zeit genießen wir bei einer Tasse Milchkaffee den Blick auf einen Zipfel des Mittelmeeres.

KM (Tag / Gesamt) 226km / 1.824km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
8,-- / 86,67 EUR
Übernachtungsplatz Ramatuelle, Bonne Terasse
E 006° 39' 43", N 43° 12' 42"


gesperrte Brücke über die Durance bei Mallemort


Ich denke, die Sperrung ist begründet !

Freitag, 27.06.
St. Tropez – wer hat nicht schon einmal von diesem Ort gehört. Heute ist es für uns an der Zeit das bisher gehörte, egal ob positiv oder negativ, durch eigene Eindrücke zu ersetzen. Mit unserem Roller sind wir nach wenigen Kilometern am örtlichen Großparkplatz angekommen. Nachdem wir einen Parkschein gezogen und sich die Schranke geöffnet hat, nimmt uns ein kommunaler Mitarbeiter den Parkschein auch schon wieder ab. Denn Motorradfahrer haben eine Ausfahrtspur an den Schranken vorbei und parken damit kostenfrei.
Die nächsten Stunden lassen wir uns durch den Ort treiben. Neben dem Hafen und der Altstadt lohnt sich auf jeden Fall auch ein Besuch des Friedhofs. Warum, ich denke die nachstehenden Fotos machen es besser deutlich als dies meine Worte könnten.

Unser Fazit: Der Besuch von St. Tropez hat sich auf jeden Fall gelohnt. Allerdings muss eine Wiederholung nicht sein.

Bei über 30°C verbringen wir den Rest des Tages im Schatten vor, neben und auch mal hinter dem WoMo.

KM (Tag / Gesamt) 0km / 1.824km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
8,-- / 64,67 EUR
Übernachtungsplatz Ramatuelle, Bonne Terasse
E 006° 39' 43", N 43° 12' 42"


"One more Toy" (Bj. 2001 / 2007, 47.24m, war mal für 19,9 Mio.$ zu kaufen)


St. Tropez


St. Tropez, Hafenmeister (beachtet die Uhr)


St. Tropez


St. Tropez - unsere Preisklasse



Millionenhügel


Millionenhügel


St. Tropez, Friedhof unterhalb der Zitadelle


Ramatuelle, SP Bonne Terasse

Samstag, 28.06.
In der Nacht ist die Temperatur nicht unter 20°C gefallen und dementsprechend suchen wir uns schon für das Frühstück ein schattiges Plätzchen. Danach starten wir wieder unser Beiboot. Entlang der Corniche des Maures fahren wir über Le Lavandou bis zur Presqu Ile de Giens, einer weit in das Meer hineinreichenden Halbinsel. Hier reihen sich im Port du Niels die Boote dicht gedränkt aneinander. Mehr gibt es aber im Hafen auch nicht zu sehen. Bevor wir nach Hyeres fahren, machen wir aber noch einen Abstecher zum Westzipfel der Halbinsel, dem Pointe Escampobriou.
Als wir Hyeres erreichen wird uns schnell deutlich, warum dieser Ort auch die Stadt der 1000 Palmen genannt wird. Nachdem wir auch hier ein wenig durch die Gassen gestreift sind kehren wir zum Stellplatz zurück.

KM (Tag / Gesamt) 0km / 1.824km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
8,-- / 102,67 EUR
Übernachtungsplatz Ramatuelle, Bonne Terasse
E 006° 39' 43", N 43° 12' 42"


Hyeres


Hyeres

Sonntag, 29.06.
Was ist das ? Das wird doch nicht etwa ! Doch, tatsächlich !!! Es regnet – o.k., nicht in Strömen wie vor wenigen Tagen in Bedoin, aber immerhin doch so, dass wir den Vormittag im WoMo verbringen. Als es dann gegen Mittag langsam aufklart machen wir uns auf den Weg zum nahe gelegenen Leuchtturm am Cap Camarat. Für den Hinweg entscheiden wir uns für den Pfad entlang der Küste. Auch wenn uns hier immer wieder Badeschlappenträger begegnen, sind wir froh festes Schuhwerk gewählt haben. Im gleichen Umfang wie die Wolken weniger werden steigt die Temperatur an und treibt uns den Schweiß nicht nur auf die Stirn.
Da dies unser letzter Tag in Ramatuelle ist starten wir nach einer kurzen Abkühlungsphase noch auf eine kurze Spritztour mit unserer MPi. Bevor wir über den Col de Paulas (248m ü.N.N.) Grimaud ansteuern, machen wir noch einen kurzen Abstecher zur Villa Geisini. Während wir die Serie über das Millionärsehepaar nur gelegentlich schauen, haben wir Bekannte, die keine Folge verpassen. Da ist es doch nur fair ein paar Urlaubsfotos von der örtlichen Residenz, oder besser gesagt der Zufahrt, mitzubringen.
Als wir nach diesem Abstecher Grimaud erreichen, genießen wir von dem kleinen Ort den Ausblick sowohl über das Hinterland als auch auf die Küstenlinie. Den Rückweg zum Stellplatz unterbrechen wir dann noch in Ramatuelle.
Während unserer Tour hat der Wind kräftig aufgefrischt. Dies hat jedoch den Vorteil, dass die Verladung des Rollers heute weniger schweißtreibend ausfällt als ich dies erwartet hatte.

KM (Tag / Gesamt) 0km / 1.824km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
8,-- / 110,67 EUR
Übernachtungsplatz Ramatuelle, Bonne Terasse
E 006° 39' 43", N 43° 12' 42"


Blick in Richtung St. Tropez


Blick nach Sainte Maxime


Ramatuelle


Brunnenmalerei in Ramatuelle

 


Abendstimmung SP Bonne Terasse

Montag, 30.06.
Nach einer stürmischen Nacht ist heute Frühstück im WoMo angesagt. Sonne und 22°C lassen zwar etwas anderes zu. Doch würde der Wind uns glatt den Aufschnitt vom Brot wehen.
Nachdem wir ver- und entsorgt haben geht es wieder auf die Piste. Schnell ist Port Grimaud erreicht und ab hier folgen wir im Dauerstau der Küstenstrasse (D559) bis Frejus. Hier erreichen wir wieder die D N7, über die wir durch das Massiv de l’Esterel hinter Cannes wieder die Küste erreichen. Auch diesmal sind wir wieder überrascht, wie schnell sich die Straßen von der Meereshöhe auf mehrere 100m ü.N.N. – und genauso schnell wieder herunter - schrauben. Von der D6007, der wir über Antibes in Richtung Nizza bis nach Cagnes sur Mer folgen, genießen wir immer wieder den Blick auf die See.
Unsere Befürchtungen, der sehr kleine Campingplatz (35 Parzellen)könnte belegt sein, bestätigen sich nicht. Wir werden dort sehr freundlich aufgenommen und genießen nach dem Trubel auf den Straßen die Ruhe in dieser grünen Oase.
Bevor wir den Tag auf dem CP ausklingen lassen fahren wir mit unserem Roller noch einmal runter ans Wasser, besser gesagt an die Marinas.

Anmerkung: Die Cote d’Azur ist ein reizvolles Urlaubsziel. Der Wechsel zwischen dem teils kargen Hinterland, dem Flair der Küstenorte und dem ruhelosen Treiben in z.B. Nizza und Monte Carlo bieten mehr als genug Möglichkeiten für einen abwechslungsreichen Urlaub. Aber – auch wenn sich immer mal wieder ein Plätzchen für das WoMo findet – es ist definitiv keine Gegend für den klassischen Wohnmobilurlaub im Sinne von „Hopping von Ziel zu Ziel“. Die vielfältigen Möglichkeiten dieser Region lassen sich mit einem motorisierten Beiboot oder dem ÖPNV erschließen. Geeignete Ausgangsstationen hierfür lassen sich sowohl entlang der Küste als auch im Hinterland finden.

KM (Tag / Gesamt) 102km / 1.926km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
17,-- / 127,67 EUR
Übernachtungsplatz Cagnet sur mer, CP Le Colombier
E 007° 08' 58.14", N 43° 39' 45.04"

Dienstag, 01.07.
Den heutigen Tag nutzen wir um mit dem Roller der Küste ein paar Kilometer gen Westen zu folgen. Erstes Ziel ist Antibes. Mit dem Roller haben wir kein Problem in unmittelbarer Nähe zum Marche Provencal zu parken. Neben den Angeboten die wir bereits auf den anderen von uns besuchten Märkten gesehen haben werden hier zusätzlich auch Blumen angeboten.
Vom Markt aus lassen wir uns durch die Gassen treiben und passieren schließlich die alte Stadtmauer. Hier öffnet sich der Blick auf die unvermeidliche Marina. Allerdings fallen die Yachten teilweise deutlich größere aus als die in St. Tropez vertäuten Modelle.
Irgendwann zieht es uns dann wieder zurück in die schattigeren und teils bunt berankten Gassen. Bevor wir wieder zurück zum Campingplatz fahren folgen wir der Küstenstraße noch über das Cap de la Croisette bis nach Cannes. Da die Temperatur wieder im 30+X Bereich liegt und wir bereits einige Kilometer gelaufen sind verzichten wir auf einen Bummel durch Cannes und machen uns auf den Rückweg zum Mobil.

KM (Tag / Gesamt) 0km / 1.926km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
17,-- / 144,67 EUR
Übernachtungsplatz Cagnet sur mer, CP Le Colombier
E 007° 08' 58.14", N 43° 39' 45.04"


Antibes


Marche Provencal


Lady Moura (Stapellauf 1990, 104,95m, 6.359 BRZ, Platz 21 der längsten Motorjachten [Stand 15.01.2012])


CP Le Colombier, Cagnet sur Mer


Unterwegs


zwischen Antibes und Cannes

Mittwoch, 02.07.
Wir verlassen den Campingplatz mit dem Roller mit Ziel Nice. An der Promenade des Angelis, unterhalb der Burg und in unmittelbarer Nähe zum Markt stellen wir die MP3 ab und streifen durch die Stadt. Anschließend machen wir uns an den Aufstieg zur Burg, was sich als sehr schweißtreibende Idee entpuppt. Belohnt werden wir mit einem beeindruckenden Blick über Meer, Strand und Stadt.

KM (Tag / Gesamt) 0km / 1.926km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
17,-- / 161,67 EUR
Übernachtungsplatz Cagnet sur mer, CP Le Colombier
E 007° 08' 58.14", N 43° 39' 45.04"


Päckchenflitzer


Tomatenvielfalt


Nice, Hotel Le Negresco


Nice, Plassa Carlou Aubert


Nice


ohne Kommentar


Nice, Promenade des Anglais


Nice, Hafen


Nice


Nice


Nice


Nice, Cours Saleya

Donnerstag, 03.07.
Nachdem wir die letzten zwei Tage die Städte an der Küste besucht haben, zieht es uns heute in das bergige Hinterland. Unsere Tour führt uns vom Campingplatz über die D6 ins Tal des Loup. Über Ponte de Loup folgen wir der Schlucht bis kurz vor Bramafan. Ab hier folgen wir der D3 nach Gordons. Diesen auf dem Felsen klebenden Ort haben wir auf der Herfahrt bereits vom Tal aus gesehen und genießen nun die Aussicht über das Tal. Durch das Hinterland (D12) erreichen wir schließlich die Parfümstadt Grasse.
Dieser Ort enttäuscht uns dann doch ein wenig. In der Altstadt sind viele Häuser stark sanierungsbedürftig und stehen teilweise wohl auch schon einige Jahre leer. Aber wir stoßen auch auf Ecken, an denen bereits ein Sanierungsprogramm angelaufen ist. Abgesehen davon ist die Innenstadt durchzogen vom Duft der verschiedensten Lavendelprodukte.
Über die D2085 gelangen wir schließlich wieder nach Cagnet sur mer zurück.

KM (Tag / Gesamt) 0km / 1.926km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
17,-- / 178,67 EUR
Übernachtungsplatz Cagnet sur mer, CP Le Colombier
E 007° 08' 58.14", N 43° 39' 45.04"


Blick auf Gourdon


Blick auf Gourdon


Gourdon


Nähe Grasse


Grasse


Grasse


Grasse


Grasse, Cathedrale Notre Dame du Puy

Freitag, 04.07.
Heute wollen wir einen Abstecher ins „Ausland“ machen. Nach dem Frühstück rollen wir bei bedeckten Wetter über Nice nach Monaco. Für unsere MP finden wir in Monte Carlo in Hafennähe problemlos einen Parkplatz. Noch bevor wir so richtig angekommen sind fallen die ersten Regentropfen auf uns herunter. Im Laufe des Tages gibt es noch einige, teils starke Schauer. Von denen lassen wir uns jedoch nur wenig stören und streifen vorbei an Hafen, Café de Paris und Casino bis zum Palast. Außerdem machen wir noch einen Abstecher in die Cathedrale de Monaco, wo sich auch die Grabstätte von Gracia Patricia befindet.
Bevor wir Monaco verlassen wollen wir noch einen Blick von oben auf diese quirlige Metropole werfen. Nachdem wir zuerst die falsche Straße genommen haben finden wir schließlich den Weg auf den Berg.
Für den Rückweg zu unserem CP haben wir noch einen Stopp in Eze-Village geplant. Da wir kurz zuvor in einen leichten Regenschauer gekommen sind, nehmen wir hiervon jedoch Abstand und fahren direkt weiter. Eine schlechte Idee – denn wenige Kilometer später scheint die Welt unterzugehen und wir sind mitten drin. Aber es ist ja warmer Regen und noch bevor wir Cagnet sur mer erreichen sind unsere Klamotten wieder (fast) trocken.
Nach einer Tasse Kaffee beginnt der Abschied von der Cote d‘ Azur. Während Susanne im WoMo Ordnung schafft verlade ich den MP3 und fülle für die morgige Weiterfahrt den Frischwassertank auf.

KM (Tag / Gesamt) 0km / 1.926km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
17,-- / 195,67 EUR
Übernachtungsplatz Cagnet sur mer, CP Le Colombier
E 007° 08' 58.14", N 43° 39' 45.04"


Kreuzfahrer bei Nice


Monte Carlo


Monte Carlo, Hotel de Paris


Monte Carlo


Monte Carlo


Monte Carlo


Monte Carlo, Blick vom Aufstieg zur Altstadt


Monte Carlo, Fürstenpalast


Monte Carlo, Cathedrale de Monaco


Monte Carlo, Cathedrale de Monaco


Monte Carlo, Cathedrale de Monaco


Blick auf Monte Carlo

Samstag, 05.07.
Der heutige Weg führt uns erst einmal wieder in Richtung Nice und so haben wir Gelegenheit noch einen letzten Blick auf das Mittelmeer zu erhaschen. Wenig später verlassen wir die M6007 und folgen der M6202 entlang der Var ins Hinterland. Die Straße ist gut ausgebaut und so nähern wir uns zügig unserem Ziel Puget-Theniers. Von hier wollen wir mit dem Roller eine Rundfahrt durch die Gorges du Chinas (D28) und die Gorges de Daluis (D902) machen. Aber vorläufig bleibt es bei dem Plan. Denn der örtliche Parkplatz, von dem ein Teil für Wohnmobile ausgeschildert ist, ist durch einen Flohmarkt blockiert.
So folgen wir der D4202 über Entrevaux und dann der N202 bis zum Abzweig nach Annot (D2205). Auf dem schön gelegenen Stellplatz ergattern wir die letzte Lücke. Wenig später starten wir mit dem Roller zu unserer Schluchtentour. Hierzu müssen wir über Entrevaux und Puget-Theniers erst einmal wieder zurück um dann kurz vor Toupet sur Var Richtung Norden auf die D28 einzubiegen. Dieser folgen wir durch eine spektakuläre Landschaft über Beuil und Velbert nach Westen. Kurz hinter Velbert erreichen wir mit gut 1.600m den höchsten Punkt der Tour (Col du Vasson). Bei Guillaumes knicken wir Richtung Süden ab und folgen der D902 durch die nächste beeindruckende Schlucht.
Beide Straßen wurden im Laufe der Zeit deutlich ausgebaut und sind auch mit dem Wohnmobil fahrbar. Aber auch hier gilt, wer über ein motorisiertes Beiboot verfügt, sollte dieses für die Tour nutzen. Denn so gibt es viel mehr Möglichkeiten für einen kurzen (Foto)Stopp. Da es aber auch ca. 1.000 Höhenmeter zu überwinden gilt, sollte dieses auch über ausreichend Leistung verfügen.
Auf dem Rückweg zum Stellplatz entscheiden wir den morgigen Tag für einen Ausflug nach Entrevaux zu nutzen.

KM (Tag / Gesamt) 185km / 2.113km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 195,67 EUR
Übernachtungsplatz Annot
E 006° 39' 50.820", N 43° 57' 47.124"


M6202


Mitten im Nirgendwo - drive-in Waschsalon (mit WoMo-Stellplätzen)


Entrevoux


D28


D28


D28


Am Col du Vasson


Am Col du Vasson


D902


D902


D902


D902


D902


D902 - ehemalige Eisenbahnbrücke


D902 - Blick auf ehemalige Eisenbahnbrücke

Sonntag, 06.07.
Wie gestern beschlossen wollen wir heute Entrevoux besichtigen. Da der Ort ja fast um die Ecke liegt lassen wir es langsam angehen. Am späten Vormittag parken wir unseren Roller direkt gegenüber dem Tordurchgang und zahlen die 2,-- EUR je Erwachsenen für den Eintritt zur Ruine der Zitadelle hoch über dem Ort. Dann machen wir uns an den Aufstieg und fragen uns wenig später im gleißenden Sonnenschein warum wir für diesem kräftezehrenden Aufstieg auch noch freiwillig Geld gezahlt haben. Als Belohnung für den Aufstieg werden wir mit einem schönen Ausblick über das Tal der Var belohnt. Bevor wir wieder zum Stellplatz zurückkehren machen wir noch einen Abstecher zu einem Fotostopp auf den gegenüber dem Ort liegenden Hügel.
Zurück auf dem Stellplatz verladen ich – der Wärme geschuldet mit einigen Pausen – den MP3 zum letzten mal in diesem Urlaub wieder auf den Anhänger. Ab morgen geht es endgültig auf die Heimreise.

KM (Tag / Gesamt) 0km / 2.113km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 195,67 EUR
Übernachtungsplatz Annot
E 006° 39' 50.820", N 43° 57' 47.124"


SP Annot


Entrevoux


Entrevoux - der Aufstieg


Entrevoux - noch immer nicht oben


Entrevoux - Cathedrale


Entrevoux - Cathedrale


Entrevoux


im Hinterland

Montag, 07.07.
Nachdem wir den Frischwassertank gefüllt und auch entsorgt haben verlassen wir um 09:15 Uhr den Stellplatz und rollen zurück zur N202 in Richtung Dinge les Bains. Bevor wir den Ort erreichen verlassen wir die N202d und folgen der D953 in Richtung Riez. Dieser Abstecher ist „erforderlich“, da unserem Urlaub noch ein entscheidendes Detail fehlt. Provenze bedeutet auch Lavendelfelder. Von denen haben wir bisher jedoch kaum etwas gesehen und das soll sich heute ändern. Auf dem Plateau de Tele (D953 / D8) ist es dann soweit. Vor uns reicht der Lavendel bis zum Horizont und die Luft ist durchsetzt von seinem Duft und ungezählten fleißigen Bienen. Auf den nächsten Kilometern nach Valensole legen wir mehrere Fotostopps am Straßenrand ein.
Unser nächstes Ziel ist der Stellplatz in Greoux les Bains. Der terrassenförmig angelegte Stellplatz macht, auch wenn es hier einige Dauercamper zu geben scheint, einen guten Eindruck. Da sich der Himmel zwischenzeitlich zugezogen hat und so ein Stadtbummel eine nasse Angelegenheit werden könnte entschließen wir uns weiter zu fahren. Über die D4 folgen wir der Durance bis Les Meers. Hier wechseln wir auf die linke Uferseite und erreichen auf der N85 und D4085 Sisteron. Wie bereits bei unserem letzten Besuch ist der kleine und enge Stellplatz voll belegt. So bleiben wir auf der D4085 und finden schließlich nach gut fünf Stunden Fahrt auf dem einfachen Stellplatz in Lasagne-Montevlin unser Nachtlager. Da das Wetter sehr unbeständig ist und immer wieder kräftige Schauer niedergeben machen wir uns einen faulen Nachmittag im Mobil. Bis zum Abend treffen noch einige weitere Fahrzeuge auf diesem Transitplatz ein.

KM (Tag / Gesamt) 398km / 2.198km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 195,67 EUR
Übernachtungsplatz Lasagne-Montevlin, Alle de Vérange
E 005° 49' 31.710", N 44° 18' 41.718"


Plateau de Tele Anfang Mai 2009


Plateau de Tele fünf Jahre später


endlich


endlos



die Alternative


"schöne" Aussichten


Übernachtungsplatz Lasagne-Montevlin

Dienstag, 08.07.
Heute Abend ist bei der Fußball-WM das Halbfinale Deutschland gegen Brasilien angesagt. Somit benötigen wir einen Stellplatz der uns Satellitenempfang garantiert. Unsere Entscheidung ist schnell getroffen, wir werden wieder den Parkplatz am Vogelpark ansteuern. Mit einer Entfernung von rund 260km ergibt sich damit auch eine angenehme Tagesetappe.
Nachdem wir unsere Vorräte aufgefüllt haben kehren wir auf die D4075, die wenig später zur D1075 wird, zurück. Bei einem Straßenhändler nutzen wir noch die Gelegenheit frisches Obst und Gemüse zu bunkern. Das Wetter hat heute ein Einsehen mit uns und macht uns die Heimreise mir Regen und Nebel schmackhaft.

KM (Tag / Gesamt) 259km / 2.457km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 195,67 EUR
Übernachtungsplatz Villars les Dombes
E 005.024547°, N 45.991927°


Heinreisewetter

Mittwoch, 09.07.
Heute wollen wir bis nach Deutschland. Trotzdem ist noch immer Urlaub und so wird es mal wieder 09:00 Uhr bis wir aufbrechen.
Kurz bevor wir unser Tagesziel Kehl am Rhein erreichen stehen wir auf der A35 im Staus. Dieser löst sich jedoch schnell auf und so rollen wir weiter in Richtung Strasbourg. Allerdings freuen wir uns zu früh. Denn kurz darauf leuchten vor uns erneut die Bremslichter auf. Da wir gerade an einer Autobahnauffahrt sind entscheide ich mich für eine alternative Route. Schließlich haben wir ja ein Navi. So geht es noch ein wenig über Land bevor wir dann quer durch Strasbourg die Rheinbrücke erreichen und wenig später Deutschland und den Stellplatz in Kehl am Rhein. Der Platz ist sehr eng und auf den extra gekennzeichneten Stellplätzen für längere Mobile stehen natürlich auch wieder ein paar Fahrzeuge der 6m-Klasse. Nachdem wir den Wheely abgehängt haben zirkele ich die Wuchtbrumme in unsere Parzelle.
Für die 430km Tagesetappe haben wir fast neun Stunden gebraucht. Daher bleibt heute die Küche kalt und wir besuchen - als Belohnung für unser Durchhaltevermögen - die zum gegenüberliegenden Tennisplatz gehörenden Pizzeria . Eine gute Entscheidung, denn das Preis-Leistungsverhältnis ist hier völlig in Ordnung.

KM (Tag / Gesamt) 430km / 2.887km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
9,-- / 204,67 EUR
Übernachtungsplatz Kehl am Rhein
E 007°48'50", N 48°33'49"

Donnerstag, 10.07.
Der heutige Tag bringt uns die längste Urlaubsetappe. So verlassen wir bereits vor 09:00Uhr den Stellplatz. Über die B36 und die D4 erreichen wir ein letztes Stück Frankreich und rollen noch einige Kilometer über die mautfreie A35. Ab der Grenze folgen wir der B9 zur A65. Immer grob in Richtung Norden spulen wir auf der A65, A650, A67 und A5 Kilometer um Kilometer ab. Bei Gießen wechseln wir auf die B467, später auf die B3 und B252 vorbei an Marburg und den Edersee bis Korbach. Hier zwingt uns eine Baustelle auf eine Umleitungsstrecke (B251 und L3198) bis wir bei Bad Arolsen wieder die B252 erreichen. Über die A44 und A33 geht es vorbei an Paderborn unbeirrt weiter in Richtung Norden. Über die A2, B61 und A30 erreichen wir schließlich unseren Übernachtungsplatz in Löhne.
Das Wetter hat uns heute wieder ein buntes Programm bereitgestellt. Nach Regen und Sonne zieht kurz nach unsere Ankunft auf dem Stellplatz ein schweres Gewitter über uns hinweg und setzt den Stellplatz unter Wasser. Die Regenpausen nutze ich um unseren Frischwasservorrat aufzufrischen.

KM (Tag / Gesamt) 526km / 3413km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
8,-- / 212,67 EUR
Übernachtungsplatz Löhne
E 008° 43' 04.00", E 052° 12' 14.64"

Donnerstag, 10.07.
Die vorletzte Etappe unserer Urlaubstour führt uns heute an die Weser auf den CP Cap Horn. Hier findet an diesem Wochenende unter dem Namen „Seeräubertreffen“ eine Zusammenkunft von rund 15 Mobilen statt. Wenige Kilometer vor unserem Ziel entdecken wir im Rückspiegel Tom und Dörte, die ebenfalls auf dem Weg zur Weser sind. Als wir gegen Mittag eintreffen ist bereits ein Großteil der Teilnehmer eingetroffen. Nach der Begrüßungsrunde vergeht der Rest des Tages mit Klönschnack und Grillen.

KM (Tag / Gesamt) 159km / 3.572km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
8,-- / 220,67 EUR
Übernachtungsplatz Bremen-Farge, CP Kap Horn

Samstag, 12.07.
Den heutigen Tag nutzen wir um noch einmal ausgiebig zu Faulenzen und „Fachgespräche“ zu führen. Dabei hat das Wetter weitestgehend ein Einsehen mit uns und spendiert uns einige Stunden Sonnenschein.

KM (Tag / Gesamt) 0km / 3.572km
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
8,-- / 228,67 EUR
Übernachtungsplatz Bremen-Farge, CP Kap Horn

Sonntag, 13.07.
Das Urlaubsende steht vor der Tür. Wir starten langsam in den Tag bevor es gegen Mittag an der Zeit ist sich zu verabschieden. Abgesehen von etwas stockender Verkehr auf der A1 kehren wir stressfrei nach Kiel zurück. Wenig später ist das WoMo aufgeklärt. Den Tag lasen wir dann vor dem Fernseher ausklingen und schauen das Finale der Fußballweltmeisterschaft 2014.

KM (Tag / Gesamt) 237km / 3809km

Frankreich mautfrei, das funktioniert. Allerdings muss man je nach Region teilweise erheblich längere Fahrtzeiten kalkulieren als dies bei der Benutzung der mautpflichtigen Autobahn der Fall wäre. Zu diesen Fahrtzeiten tragen neben dem Verkehr insbesondere die vielen Kreisverkehre bei. Auf der von uns gefahrenen Strecke waren dies allein in Frankreich 350 Stück. Allein auf der Fahrt von Villes le Dombes nach Kehl am Rhein waren es 66 Stück an einem Tag.