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Donnerstag, 30.06.
Unsere heutige Tour, die wir mal wieder ohne WoMo machen, führt uns nach Trouville sur Mer, einem aus einem historisch gewachsenem Fischerhafen hervogegangenem Seebad. Ein kurzer Stopp hier ist aus unserer Sicht durchaus lohnenswert. Ein längerer Aufenthalt würde für uns, nicht nur wegen des uns wenig ansprechenden Stellplatzes, jedoch nicht in Betracht kommen. Für den Rückweg schlagen wir einen etwas größeren Bogen durch das Hinterland und erreichen schließlich aus Richtung Pont du Normandie kommend wieder den Stellplatz.
Wie am Spätnachmittag des Vortages machen wir es uns wieder vor dem WoMo bequem und beobachten den direkt vor unserer Nase stattfindenden "Schiffsbau".

KM (Tag / Gesamt) 0km / 2.850km
Maut (Tag / Gesamt) 0,-- / 1,40
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
9,00 / 92,-- EUR
Übernachtungsplatz Honfleur, Zufahrt von D580
GPS N 49°25'10", E 000°14'30"


Honfleur - Glockenspiel "Chapelle de la Côte de Grace"


Blick über Honfleur bis zum Pont du Normandie


Trouville sur Mer - Casino


Trouville sur Mer - Rathaus


Trouville sur Mer - Strand


Möwenfütterung


Trouville sur Mer - Markthalle und Rathaus


Honfleur - Pont du Normandie

Freitag, 01.07.
Auch wenn wir gerne noch ein wenig in Honfleur verweilt hätten, so "müssen" wir doch leider weiterziehen. Denn nicht nur die Arbeit ist wieder einen Tag näher gerückt. Auch kann es sein, dass wir uns mit Freunden aus Schwerin, die an diesem Wochenende zu ihrem Frankreichurlaub starten, noch in Dunkerque (Dünkirchen) treffen. So nutzen wir, bevor es über den Pont du Normandie geht, die Einrichtung des Stellplatzes noch um Frischwasser zu bunkern und natürlich zu entsorgen. Bei Fecamp erreichen wir wieder die Küstenlinie um dieser bis nach Saint Valléry en Caux, unserem heutigen Ziel, zu folgen. Kurz bevor wir unser Ziel erreichen passiert es dann. Wie schon am Anfang unseres Urlaubs ist ein, wenn auch leiserer, Knall zu vernehmen. Von einem entgegenkommenden LKW wurde ein Stein gegen unseren Scheibenwischer geschleudert, der den Steinschlag in der Windschutzscheibe aber nicht verhindern konnte. Na toll !
Im Ort haben wir dann aber dafür doppelt Glück. So kommt uns auf den letzten ca. 100m der Stellplatzzufahrt, die eher ein- als zweispurig ist, kein Fahrzeug entgegen und außerdem finden wir ziemlich am Ende des Stellplatzes zwischen Holländern und Engländern noch ein freies Plätzchen mit Blick auf Atlantik und Steilküste.
Nach Ortserkundung und relaxen wird Multi-Kulti gefachsimpelt. So hatte der Engländer gerade erst einen Werkstattaufenthalt hinter sich da, wie beim Duc ja nicht neu, sein fünfter Gang schlapp gemacht hatte. Neben ihm stand ein Saarländer, der das Schicksal teilte, allerdings den Werkstattbesuch noch vor sich hatte. So wurden die ausgetauschten Zahnräder inspiziert und deren französiche Bezeichnungen von der Rechnung abgeschrieben. Für uns, mit unserem WoMo auf Mercedes-Chassis, waren dies Dinge, die wir sehr entspannt verfolgen konnten.

KM (Tag / Gesamt) 108km / 2.958km
Maut (Tag / Gesamt) 5,90 / 7,30
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
4,90 / 96,90 EUR
Übernachtungsplatz Saint Valléry en Caux, Le Port
GPS N 49°52'19", E 000°42'35"


Pont du Normandie


Pont du Normandie


Pont du Normandie


Saint Valléry en Caux - Hafenzufahrt mit Wasser


Saint Valléry en Caux - Hafenzufahrt ohne Wasser


Saint Valléry en Caux - Freizeithafen - immer mit Wasser


Stellplatz Saint Valléry en Caux


"Stellplatzwächter"


"Hafenschnorrer"


"Stellplatzschnorrer"


Saint Valléry en Caux - Abendstimmung I


Saint Valléry en Caux - Abendstimmung II


Saint Valléry en Caux - Abendstimmung II


Saint Valléry en Caux - Abendstimmung IV

Samstag, 02.07.
Nun trennen uns noch 1.000km und keine 72 Stunden mehr von unseren Arbeitsplätzen. Ein letztes Mal geht es mit unserem MP3 auf Geocachingtour bis in das gut 20km entfernte Dieppe. Auch heute sind uns Wetter und Dosensucherglück wohl gesonnen und so verbringen wir einen schönen letzten "Nichtreisetag" in der Normandie, den wir mit grillen und Klönschnack ausklingen lassen.
Ach ja, die Abreise unserer Schweriner Freunde hat sich verschoben und so werden wir mal sehen ob wir uns irgendwo zwischen Frankreich und Deutschland treffen werden. Wozu wurde schließlich sonst das Handy erfunden wenn nicht um spontane Treffen zu koordinieren.

KM (Tag / Gesamt) 0km / 2.958km
Maut (Tag / Gesamt) 0,-- / 7,30
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
4,90 / 101,80 EUR
Übernachtungsplatz Saint Valléry en Caux, Le Port
GPS N 49°52'19", E 000°42'35"


Über den WoMo-Dächern von Saint Valléry en Caux


Letztes Frühstück unter freiem Himmel


Saint Valléry en Caux - Hafen


Saint Valléry en Caux - Hafen


Pourville sur mer


Pourville sur mer


Notre Dame de Bonsecours, Dieppe


Canadischer Soldatenfriedhof, Dieppe


"Stellplatzwächter auf Abendrunde"


"The End"

Sonntag, 04.07.
Heute haben wir uns tatsächlich den Wecker gestellt und sind "früh" auf den Beinen. Nach kurzem Frühstück werden die letzten Sachen aufgeklart, der Wheely angehängt und die WC-Cassette entleert. Dann ist es um 08:30 Uhr soweit und die Rückfahrt beginnt. Über Dieppe, Abbeville und Lille erreichen wir Belgien. Hier folgen wir der Autobahn über Gent und Antwerpen bevor wir in den Niederlanden Eindhoven links liegen lassen. Während der Fahrt tauscht Susanne sich mehrmals mit unseren Freunden aus und so steht irgendwann fest, dass unsere Wege sich wohl zwischen Einhoven und Venlo kreuzen dürften. Ein Blick in den Stellplatzführer zeigt, dass in Venlo ein Stellplatz direkt an einer Autobahnabfahrt liegen soll. Dort dürfte genügend Platz für ein kurzes Treffen sein und so werden die Koordinaten kurz weitergegeben. Als wir die Abfahrt erreichen, müssen wir feststellen, dass dort doch kein Stellplatz ist. Dank der roten Ampel habe ich Zeit über eine Lösung nachzudenken wo wir halten und neue Zielkoordinaten vereinbaren können. Das Problem wird durch einen Blick nach links gelöst. Denn dort stehen unsere Freunde ebenfalls an der roten Ampel am Ende der Autobahnabfahrt. In einer Haltebucht wird vereinbart in das angrenzende Gewerbegebiet zu fahren. Dort dürfte sich doch an einem Sonntag ein Parkplatz für unsere 2 WoMo finden lassen. Gesagt - getan.
Den folgenden Schnack versüßen sich unsere Frauen mit etwas Prosecco und schließlich beschließen wir, die Nacht gemeinsam in Venlo zu verbringen. Ein geeigneter Stellplatz ist schnell gefunden und unsere Einreise nach Deutschland damit endgültig auf unseren letzten Urlaubstag verschoben.

KM (Tag / Gesamt) 510km / 3.468km
Maut (Tag / Gesamt) 0,-- / 7,30
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 101,80 EUR
Übernachtungsplatz Venlo, Kaldenkerkerweg
GPS: N 51°20'56", E 006°11'06"

Montag, 04.07.
Erneut beendet der Wecker unsere süßen Träume. Kurz danach stehen wir bereits an der neben unserem Übernachtungsplatz gelegenen Tankstelle um Diesel für die letzten rund 500km zu tanken. Danach machen wir uns auf den Weg ins Ruhrgebiet und lauschen dem Verkehrsfunk. Schließlich kann es an einem Montagmorgen nur eine Frage der Zeit sein, bis wir uns in den stockenden Berufsverkehr einreihen können. Aber weit gefehlt, ohne einen Kilometer Stau erreichen wir wieder das Land zwischen den Meeren.
Daheim angekommen, erfolgt dass, was nach ungezählten Touren wie von selbst läuft: Gas abdrehen, Kühlschrank leeren, Reiseliteratur und einen Teil der Kleidung ausräumen und noch einige Kleinigkeiten mehr.

KM (Tag / Gesamt) 514km / 3.982km
Maut (Tag / Gesamt) 0,-- / 7,30
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 101,80 EUR

Neben den 3.985 Kilometern mit dem Wohnmobil sind wir in diesem Urlaub noch gut 600km mit unserem Piaggio MP3 gefahren. Zu den ca. 100,-- Euro Übernachtungskosten kommen rund 700 Euro für das Lebenselexier unserer Wuchtbrumme. Außerdem will ich die fast 70 gefundenen Geocaches nicht unterschlagen. Aber was bedeuten diese schnöden Zahlen schon, wenn man gerade einen superschönen Urlaub (der sich hoffentlich in diesem Bericht widerspiegelt) beendet hat.
Trotz Steinwurfattacke und Steinschlag wird Frankreich uns bestimmt nicht das letzte mal gesehen haben.

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