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15.06.-05.07.2011 - Niederlande oder doch ...

Bereits seit einiger Zeit steht für uns fest, das die Anreise in unser diesjähriges Urlaubsgebiet deutlich kürzer als in den Vorjahren ausfallen soll. Nach Abwägung verschiedener Alternativen entscheiden wir uns schließlich für die Niederlande mit erstem Ziel "Insel Texel". Bei einer Anreise von gut 500km, überschaubaren Fährkosten, einem günstigem Campingplatz und jeder Menge Geocaches ein für uns ideales Ziel um von der Arbeit abzuschlaten. Auch die weitere Route wird grob abgesteckt und so steht der Tour bald nichts mehr entgegen.
Am Wochenende vor unserem Urlaub treffen wir uns schließlich noch einmal mit Freunden in Scharbeutz und müssen bei wechselhaftem und teils doch recht kühlem Wetter feststellen, dass die Wettervorhersage für unsere Urlaubsregion noch schlechteres Wetter als das aktuelle ankündigt. NEIN - das kann es nun wirklich nicht sein.
Zurück von der Tour wird der Wetterbericht für Europa betrachtet und schleßlich das Ziel der kurzen Anreise zugunsten der deutlch höheren Temperaturen gekippt. Neues Ziel ist nun die westfranzösische Atlantkküste, genauer gesagt die Côte d´ Argent. Erstes Ziel ist hierbei der Stellplatz in Biscarosse Plage, auf dem wir im September 2007 unsere letzte Tour in diese Gegend beendet hatten.

Der weiteren Tour vorweggreifend möchte ich bereits an dieser Stelle darauf hinweisen, das der Besuch von Frankreich ohne Visa- oder Mastercard mit PIN-Code eine gewisse Vorausschau verlangt. So ist das Tankstellennetz in Frankreich nicht nur deutlich dünner als wir es aus Deutschland kennen. Viele Tankstellen sind 24/24 Tankstellen, an denen man ausschließlich mit Kreditkarte und PIN bezahlen kann. So kann es schon vorkommen, das man auf dem geplanten Streckenverlauf über mehr als 100 km keine Tankstelle mit Barzahlung findet. Wir haben daher bereits bei 50% Resttankfüllung nach der nächsten Tanke Ausschau gehalten.
Ebenso haben wir immer öfter Stellplätze gesehen, bei denen die Gebühren ebenfalls nur mit den o.g. Karten bezahlt werden konnten. Soweit wir dort übernachtet haben, kam uns die Freundlichkeit anderer Camper zu Gute. Diese waren so freundliche mit ihrer Karte das Ticket für uns zu ziehen.
Die bei uns verbreitete EC-Karte mit Maestro wird in der Regel nicht akzeptiert.
Nun aber genug der Vorrede. Wenn ihr euch ein wenig Zeit nehmt hoffen wir euch mit dem nachfolgendem Bericht und seinen über 100 Fotos nachträglich auf unsere Urlaubstour entführen zu können.

Mittwoch, 15.06.
Als Susanne von der Arbeit nach Hause kommt, steht das WoMo schon fast startklar bereit. Auch unser Piaggio MP3 ist bereits auf den Wheely verladen und muss nur noch angehängt werden. Dies ist schnell geschafft und so verlassen wir gegen 15:00 Uhr unseren Parkplatz um heute bis nach Haltern am See zu fahren. Abgesehen von den schon üblichen Verkehrsbehinderungen im Großraum Hamburg kommen wir ohne Probleme voran und erreichen gegen 20:30 Uhr den Stellplatz in Haltern am See.

KM (Tag / Gesamt) 421km / 421km
Maut (Tag / Gesamt) 0,-- / 0,--
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 0,-- EUR
Übernachtungsplatz Haltern am See, Hullerner Strasse,
GPS N 51°44'33", E 007°11'59"

Donnerstag, 16.06.
Als wir aufwachen ist der Himmel eher grau. Dies stört uns aber heute in keinster Weise. Schließlich wird der heutige Tag ausschließlich auf der Straße verbracht und da ist ein bedeckter Himmel nicht störend. Um 08:15 Uhr verlassen wir den wider ersten Erwartungen doch recht ruhigen Stellplatz und schlagen den Weg über die Niederlande und Belgien nach Paris ein. Die Nationalstraßen in Frankreich sind von sehr unterschiedlicher Qualität und so erreichen wir Paris fünktlich zur Rushhour. Der Verkehr quält sich über die verstopften Autobahnen, lediglich unterbrochen von den Sirenen der verschiedensten Einsatzfahrzeuge oder dem Hupen der Motorradfahrer. Diese müssen irgenwie alle japanischer Abstammung sein. Mit halsbrecherischer Geschwindigkeit stürzen sie sich wie Kamikaze in die Autoschlangen um dann doch irgendwie ohne Crash voranzukommen. Außerdem scheint Paris ein Hochburg für die MP3 von Piaggio zu sein. Während der rund 45 Minuten Stopp an Go sehen wir um die 20 Stück, mehr als wir in dem einem Jahr das wir nun selber solch ein Gefährt fahren bisher gesehen haben.
Nach Paris geht es wieder zügig voran bis wir uns in einer Baustelle in Orleans schließlich verfransen und unumkehrbar auf der mautpflichtigen Autobahn landen. So drehen wir eine Ehrenrunde die uns ersteinmal nur 1,40 EUR Maut kostet. Wieder auf unserer eigentlchen Strecke zucken wir rund 20km vor unserem Übernachtungsziel durch einen lauten Knall zusammen. Das Fahrzeug verhält sich weiter völlig normal, auch der Anhänger holpert nicht. So fahren wir ersteinmal weiter bis wir einen Platz zum halten finden. Die Fahrzeuginspektion zeigt, das wir mit enem Stein bewurfen wurden und nun knapp hinter dem Führerhaus eine Beule im Aufbau haben. Da wir den Steinewerfer nicht gesehen haben, können wir nur spekulieren, ob es sich um einen dummen Kinderstreich oder einen gezielten Anschlag gegen Wohnmobile oder den Transitverkehr handelt. Es bleibt allerdings ein unangenehmer Beigeschmack und der Gedanke, dass uns diese Beule ohne die Ehrenrunde in Orleans vielleicht erspart geblieben wäre.
Als wir schließlich gegen 19:30 Uhr den SP in Beaugency - auf dem wir zuletzt 2005 übernachtet haben - erreichen, ist dieser schon fast voll. Wir finden jedoch noch ein Plätzchen für unser Gespann und so können wir wenig später ein kühles Bier mit Blick auf die Loire auf den Ärger über den Steinwurf trinken.

KM (Tag / Gesamt) 720km / 1.141km
Maut (Tag / Gesamt) 1,40 / 1,40
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 0,-- EUR
Übernachtungsplatz Beaugency, Av. de Chambord / Quai Dunois,
GPS N 47°46'45", E 001°38'13"


SP Haltern am See


Loire am SP Beaugency


SP Beaugency


Loire

Freitag, 17.06.
Man merkt das der SP in Beaugency für viele Wohnmobilisten als Durchgangsplatz dient. So starten bereits zeitig die ersten Motoren. Wir lassen uns hiervon jedoch nicht anstecken und verlassen schließlich um 08:30 Uhr den SP. Über Nebenstraßen wollen wir die Nationalstraße erreichen um dann nach Bordeaux abzuknicken. Kurz vor die Nationalstraße versperrt jedoch eine Baustelle unseren Weg. Dies stellt für unser Navi kein Problem dar und bereits nach wenigen Sekunden ist die neue Route berechnet. Was unser Navi hierbei - mangels entsprechender Technik - übersehen hat, ist, dass auf dieser Strecke eine Unterführung mit 2,60 Meter Durchfahrtshöhe liegt. Bei gut 3 m Fahrzeughöhe definitiv keine gut Idee. So folgen wir parallel zur Bahnstrecke einer Nebenstraße immer mehr ins Nirgendwo und hoffen auf einen auch für uns geeigneten Übergang. Bei einem der nun folgenden Orientierungsstopps hält ein älterer Herr mit seinem Auto neben uns und bietet seine Hilfe an. Trotz Sprachbarriere erfahren wir, dass wir dem Weg weiter folgen können und dann irgendwann wieder auf eine Hauptstraße stossen werden. Darüber hinaus versucht uns der freundliche Franzose noch einiges zu erzählen. Aber außer das nach seiner Meinung die Autobahngebühr zu hoch ist und er noch ein Andenken an die Deutschen aus dem 2. Weltkrieg mit sich herumträgt - zu dem wir wie er betont ja nichts können - bleibt doch einiges für uns unverständlich.
So folgen wir schließlich der Straße noch weiter ins Nirgendwo bis wir schließlich die Zivilisation wieder begrüßen dürfen. Wenig später erreichen wir die sehr gut ausgebaute Nationalstraße die schließlch in eine mautfreie Autobahn übergeht.
Hinter Bordeaux halten wir uns in Richtung Arcachon. Mit jedem Kilometer den wir weiter fahren wird der Himmel dunkler und schließlich beginnt es zu regnen. Na toll - aber immerhin ist es ja warmer Regen !
Um 17:00 Uhr erreichen wir den SP in Biscarrosse-Plage. Der Himmel ist ein Wechselspiel aus Sonne, Wolken und Regen. Aber dies kann uns nicht ärgern. Denn schließlich wären wir ja - wenn Susanne ihren Urlaub nicht kurzfristig um einen Tag hätte verlängern können - noch längst nicht hier.
Am Abend machen wir schließlich noch einen Spaziergang zum tosenden Atlantik und stellen fest, das der Wind die Wellen bis direkt an den Dünenfuß drückt.

KM (Tag / Gesamt) 568km / 1.709km
Maut (Tag / Gesamt) 0,-- / 1,40
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 0,-- EUR
Übernachtungsplatz Biscarrosse-Plage, Rue du Tit,
GPS N 44°27'39", W 001°14'44"


Atlantik am SP Biscarrosse-Plage


SP Biscarrosse-Plage

Samstag, 18.06.
Nach nun 1.700km in 3 Tagen wird heute kein Kilometer gefahren. Nach einer doch recht kühlen Nacht und einigen weiteren Regenschauern schnappen wir unsere Regenjacken und laufen bis nach Biscarrosse-Plage. Von diesem Ort darf man sich nicht zuviel versprechen. Aber uns war ja jetzt auch erst mal wichtig etwas herunterzufahren und die Akkus nach Arbeit und Anreise aufzuladen. Dies gelingt hier sehr gut.

KM (Tag / Gesamt) 0km / 1.709km
Maut (Tag / Gesamt) 0,-- / 1,40
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 0,-- EUR
Übernachtungsplatz Biscarrosse-Plage, Rue du Tit,
GPS N 44°27'39", W 001°14'44"


Strand Biscarrosse-Plage


Shoppingmeile Biscarrosse-Plage

Sonntag, 19.06.
Auch heute bleibt das Wohnmobil auf dem SP stehen. Mit unserem Beiboot fröhnen wir unserem Hobby Geocaching und machen eine Landpartie die uns bei überwiegend Sonnenschein bis nach Mimizan führt. Hier nutzen wir natürlich auch die Gelegenheit uns den direkt hinter den Dünen liegenden SP anzuschauen. Hinsichtlich des Angebotes des Ortes Mimizan sicherlich eine Alternatve zu Biscarrosse- Plage. Allerdings ist es ein reiner Asphaltplatz ohne Schatten, sodass wir persönlich dann doch den Pinienwald unseres aktuellen Stellplatzes vorziehen.
Zurück am WoMo wird gefaulenzt und der MP3 verladen. Schließlich soll es morgen weiter in Richtung Süden gehen.

KM (Tag / Gesamt) 0km / 1.709km
Maut (Tag / Gesamt) 0,-- / 1,40
Übernachtungskosten
(Tag / Gesamt)
0,-- / 0,-- EUR
Übernachtungsplatz Biscarrosse-Plage, Rue du Tit,
GPS N 44°27'39", W 001°14'44"


ehem. Bahnhof Saint Paul


Mimizan - L´ile de la Promenade Fleurie


Mimizan - L´ile de la Promenade Fleurie


Mimizan - L´ile de la Promenade Fleurie


Mimizan - L´ile de la Promenade Fleurie


Mimizan - L´ile de la Promenade Fleurie


Mimizan - L´ile de la Promenade Fleurie


in Deutschland leider nicht erlaubt

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