18. - 20.09.2009 - Schleswig

Nach einer gefühlt fast endlosen Zeit in der wir nicht auf Tour gehen konnten war es nun endlich wieder mal soweit. Abgesehen von einer Fahrt zwecks Durchführung einiger gesetzlich bzw. für die Garantie erforderlicher Arbeiten hat unser WoMo nun seit Ende Oktober - und aktuell am Stück immerhin einen Monat - gestanden. Trotz dieser langen Zeit und der frostigen Aussentemperaturen sprang unser Benz nach einer Schlüsseldrehung problemlos an und schnurrte wie ein Kätzchen über die Autobahn nach Osterrönfeld. Hier findet er auf dem Gelände unseres Wohnmobilhändlers ein lauschiges Plätzchen sammt 230 Volt Anschluss und empfängt uns so gestärkt nach einer schönen Weihnachtsfeier mit einer lauschigen Innentemperatur.
In der Nacht sinken die Temperaturen weiter ab und der Vormittag ist von andauernden Schneefällen geprägt. Dies kann uns jedoch alles nicht stören; wir wollen ja schließlich erst gegen Mittag gemeinsam mit unseren Freunden nach Schleswig starten.
Pünktlich eine Stunde vor Abfahrt hört der Schneefall auf und so kann ich in Ruhe das WoMo zur Weiterfahrt vorbereiten. Als dann gegen 14:00 Uhr auch der letzte Kunde des Tages den Weg aus dem Geschäft gefunden hat erklimme ich das Führerhaus, drehe den Zündschlüssel und starte gen Schleswig. Doch Stopp - was ist das ? Nach dem dreh des Zündschlüssels säuselt unser 6-Zylinder nicht wie üblich vor sich hin, sondern schweigt sich aus. Also noch einmal: Schlüssel drehen und - klack -. Gut das wir nicht in der Pampa sondern mitten auf dem Gelände unseres WoMo-Händlers stehen. Somit ist die Erste Hilfe gesichert und mit einem Booster wird unser Benz defibriliert. Prommt schnurrt er wieder und so können wir endlich gen Schleswig starten.

In Schleswig angekommen fahren wir unsere Wohnmobile als erstes auf einen Parkplatz um unsere Beifahrerinnen zum Shopping zu entlassen. Anschließend geht es direkt weiter zum - zwischenzeitlich ja erweiterten - Stellplatz am Hafen. Doch welche Überraschung, die Erweiterungsfläche ist von November bis einschließlich März geschlossen. Auch der ursprüngliche Platz auf dem asphaltierten Hafenparkplatz macht den Eindruck von Notbetrieb. Zwei der drei Stromsäulen sind abgehängt. Aber dies kann uns nicht stören da wir bei den beissenden Aussentemperaturen nicht nur zwei leere Anschlüsse an der verbliebenen Stromsäule, sondern auch zwei Plätze mit Schleiblick ergattern.
Nachdem die WoMo´s stehen und auch die Stromsäule gefüttert ist schlagen auch wir den Weg in die Stadt ein. Ein kurzes Telefonat führt uns wieder - wenn auch nur für kurze Zeit - mit unseren Frauen zusammen. Während diese noch ein wenig die Fußgängerzone unsicher machen wollen verschlägt es uns schon einmal in die örtliche Brauerei.
Nach einem guten Abendessen in der Brauerei sitzen wir noch ein wenig in unserem WoMo zusammen bevor die Arbeitswoche - vielleicht aber auch die Weihnachtsfeier vom Vortag - ihren Tribut fordern und wir zu Bett gehen.

Der nächste Tag beginnt mit einem ausgedehnten Frühstück und einer anschließenden Runde durch den Ort. Dann ist es nach einer weiteren Tasse Kaffee an der Zeit die Heimfahrt anzutreten. Allerdings ist auch heute wohl wieder der Wunsch Vater des Gedankens. Unser Benz versagt erneut seinen Dienst. Erst nach mehreren Fremdstartversuchen springt er schließlich an. Wenig später auf der Schnellstraße müssen wir jedoch feststellen, dass er nur im Notprogramm läuft. So ein .... - und am Mittwoch wollten wir doch zur Weihnachtstour starten.
Doch wozu sind denn schließlich gute Freunde da ?! Bei einem kurzen Abstecher nach Osterrönfeld lassen wir das Frischwasser ab und entsorgen bevor wir unser WoMo Bernd übergeben und dafür von ihm einen PKW übernehmen. Während wir nach Hause fahren machen Bernd und Petra einen Umweg über Mercedes in Rendsburg und stellen dort unsere Wuchtbrumme ab. Außerdem managt er am Montag und Dienstag den Werkstattaufenthalt unseres Faulpelzes, holt den reparierten Wagen am Mittwoch schließlich zu sich in den Betrieb um den bei dem ganzen Chaos über die Wupper gegangenen Frischwasserablass zu insten. Am späten Nachmittag haben wir dann unser WoMo endlich wieder. Neben einer schlappen Batterie - sie war ja immerhin schon älter als 2 Jahre - wollte ein Sensor am Partikelfilter nicht mehr mitspielen.
Demnächst werden wir dann mal schauen ob alles wieder funktioniert. Unsere ursprügliche Weihnachtstour haben wir nämlich schweren Herzens wegen der ganzen Ungewissheit - wozu auch das Wetter zählt - am Dienstag gecancelt.

Kostenlose Zähler