03. - 21.09.2009 - Rhein / Mosel / Wilhelmshaven

Nach rund 4 Monaten ist es wieder so weit - URLAUB !
Da wir mal wieder zum Caravansalon nach Düsseldorf wollen, soll unsere Urlaubstour diesmal durch Deutschland führen. So starten wir bereits am Donnerstag Vormittag nach Düsseldorf. Ganz gemütlich geht es, bedingt durch die "Baustelle A1", über die A7 bis Hannover und dann auf der A2 gen Westen. Kurz vor Dortmund treffen wir uns mit Freunden aus Hamburg und gegen 17:30 Uhr ist dann das Ziel, der Messeparkplatz P1, erreicht. Nachdem wir uns eingerichtet haben machen wir erst einmal einen kleinen Spaziergang über den Parkplatz und stoßen auf die Mobile einiger Bekannter. Mittels Handy ist für den Abend schnell ein Abendessen in der Altstadt verabredet. Geschafft von der Anreise geht es schließlich kurz nach Mitternacht ins Bett.

Bekanntlich sind die Nächte auf P1 nicht allzu lang da man hier direkt in der Abflugschneise steht und ab 06:00 Uhr wieder die Touristen in alle möglichen Richtungen transportiert werden. So sind wir dann auch zeitig auf den Beinen und verbringen die meiste Zeit des Tages mit einem Bummel durch Messehallen. Schwerpunkt des Tages sind hierbei die Stände der Fahrzeughersteller.
Unser Fazit: Trotz einiger Neuerungen, deren Zweckmäßigkeit sich noch im Alltag beweisen darf, gibt es nicht wirklich etwas Neues zu sehen. Auch fragt man sich bei einigen Herstellern, ob sie sich über die Qualität ihrer Produkte im klaren sind. Wenn man sich die Preisschilder so anschaut, mag man dies bezweifeln.
Nach einem ruhigen Abend steht der zweite Messetag im Zeichen des Zubehörs. Da dieser Bereich insgesamt recht übersichtlich ausfiel, waren wir bereits am frühen Nachmittag wieder an unserem WoMo und konnten uns so vor einem Tripp in die Düsseldorfer Altstadt noch ein wenig erholen.
Am Samstagabend macht Düsseldorf seinem Namen als längste Theke Deutschlands alle Ehre und an manchen Stellen ist kaum ein durchkommen.


Düsseldorf - Messe P1

 


Düsseldorf bei Nacht


Düsseldorf bei Nacht

 


Rhein bei Düsseldorf

Auch am Sonntag wollen die ersten Touris pünktlich zu ihren Urlaubszielen und so donnert um 06:04 Uhr der erste Flieger über uns weg. Allerdings scheint heute mehr Leuten als in den vergangenen Tagen der Sinn nach Urlaub zu stehen. So ziehen bis gegen 07:00 Uhr die Flieger wie auf einer Perlenschnur aufgereiht über uns weg.
Kurz nach 08:00 Uhr verlassen wir gemeinsam mit Gerda und Harald das Messegelände um auf einem Parkplatz am Rhein noch ein gemeinsames Frühstück einzunehmen. Anschließend trennen sich unsere Wege. Unsere heutige Tour führt uns über Dormagen-Zons und Köln nach Burscheid. Hier nächtigen wir auf dem Gelände der Firma Oelmühle, bei der wir am folgenden Tag einen Termin haben.

Von 08:00 bis ca. 11:00 Uhr vergnügt sich die Firma Oelmühle an unserem WoMo. Anschließend sind wir um einige Euro ärmer, dafür aber auch um etwas Sicherheitstechnik reicher. An dieser Stelle möchten ich den sehr professionellen Einbau eines Zusatsschlosses sowie den Service der Firma Oelmühle lobend hervorheben.
Ab nun beginnt unsere eigentliche Urlaubstour. Erste Zielregion ist die Mosel. Da wir es langsam angehen lassen wollen, soll es heute jedoch nur an den Rhein gehen. Die Wahl ist bereits vor Tagen auf Andernach gefallen. Da auch Harald und Gerda von der Messe aus an den Rhein gefahren sind, treffen wir uns hier wieder. Am nächsten Tag wird unser Grüppchen durch Freunde von uns aus Köln verstärkt.
An dieser Stelle noch eine Anmerkung zu Andernach. Dort befindet sich der mit bis zu 62m höchste Kaltwassergeysir der Welt. Er ist kombiniert mit einem erst in 2009 eröffneten Erlebniszentrum, dass die Hintergründe des Geysirs erläutert.

Übernachtungsplatz SP Andernach
007° 24' 25" E, 50° 26' 30" N


Andernach

 


Andernach


Andernach


Andernach


Andernach


Rhein bei Andernach

 


Stellplatz Andernach

Nach einer auf Grund des Güterzugverkehrs mehr oder minder ruhigen Nacht beginnt nach dem Frühstück auch schon das Abschied nehmen. Während die Kölner gen Süden und die Hamburger nach Osten fahren geht es für uns nun endgültig an die Mosel. Erstes Zwischenziel ist jedoch der Richtfunkturm der RWE auf dem Gänsehals. Dort ist eine Aussichtsplattform installiert die einen schönen Blick über Teile der Vulkaneifel bietet. Allerdings müssen wir feststellen, dass der heute recht kräftige Dunst die Aussicht erheblich beeinträchtigt.
Quer durchs Land führt uns unser Weg nach Cochem, dass leider über keinen eigenen Stellplatz verfügt. So folgen wir der Strasse nach Ernst. Bevor wir den dortigen Stellplatz entdecken, erspähen wir auf der anderen Moselseite diverse WoMo direkt am Flussufer. So queren wir in Ernst die Mosel und landen schließlich in Valvig. Auf einer einfachen Wiese sind Wohnmobile für 5,-- EUR gern gesehene Gäste.

Übernachtungsplatz SP Valvig
007° 12' 48" E, 50° 08' 33" N


Eifel


Eifel


Valvig


Valvig

 


Cochem


Cochem

 


Cochem

Der Donnerstag empfängt uns mit tristem grauen Himmel. Das Thermometer wird heute nur auf 20° C klettern was nach den rund 30° C der Vortage sehr herbstlich wirkt.
Doch nach dem Frühstück werden erst einmal die Fahrräder gesattelt. Immer entlang der Mosel geht es die rund 4,5 km nach Cochem. Während unseres Stadtbummels verzichten wir auf den Aufstieg zur Burg, da wir diese bereits 2003 besucht haben. Zurück am Stellplatz lädt das Wetter nicht zum Verweilen ein und so schnüren wir unser Päckchen und folgen der Mosel flussaufwärts. In Graach/Mosel, ca. 2,5 km vor Bernkastel-Kues, finden wir schließlich wieder ein Plätzchen zum verweilen. Trotz des grauen Himmels gönnen wir uns eine Tasse Kaffee vor dem Mobil. Der auffrischende Wind treibt uns jedoch bald ins Auto.

Übernachtungsplatz SP Sun Park
007° 03' 41" E, 49° 56' 02" N

Der Freitag präsentiert sich zu Beginn erst einmal mit verschiedenen Grautönen. Immerhin schon einmal eine Abwechselung zu gestern. Während Susanne nach dem Frühstück drinnen aufklart, kümmere ich mich um unsere Fahrräder. So starten wir wenig später nach Bernkastel-Klues. Dank unserer Fahrräder brauchen wir uns nicht am örtlichen Parkchaos beteiligen und können so wenig später durch die sehenswerte Innenstadt bummeln. Auch hier bleiben wir unserer "Norddeutschen- Mentalität" treu und ersparen uns den Aufstieg zum Kastel.
Nach unserer Rückkehr zum Stellplatz gönnen wir uns noch ein Täschen Kaffee bevor es uns weiter zieht. Doch bereits wenige Kilometer später beziehen wir auf dem Moselstellplatz in Wintrich ein Plätzchen im Grünen nur wenige Meter von der Mosel entfernt. Auch das Wetter hat ein Einsehen mit uns und so können wir noch einige Stunden die Herbstsonne genießen bevor diese hinter einem Weinberg untergeht.
Am nächsten Tag bildet der Stellplatz den Ausgangspunkt für unsere Radtour entlang der Mosel über Minheim und Piesport bis Neumargen-Drohn. Für die Rückfahrt wechseln wir die Moselseite bevor uns eine Sackgasse wieder auf andere Seite zwingt. Zurück am Stellplatz wiederholen wir unser gestriges Nachmittagsprogramm: In der Sonne Faulenzen.

Übernachtungsplatz SP Mosel in Wintrich
006° 56' 51" E, 49° 53' 06" N


 


 


Berncastel-Kues


Berncastel-Kues


Berncastel-Kues


Berncastel-Kues


Berncastel-Kues

 


Mosel bei Piesport


Mosel bei Piesport

 


Mosel bei Piesport

Nach zwei Tagen in Wintricht wollen wir heute wieder ein paar Kilometer unter die Räder nehmen. Geplant ist die Moseltour in Trier zu beenden. Auf dem Weg dorthin wählen wir von Minheim bis Piesport die - ausgeschilderte - Panoramastrasse. Wie sich zeigt, ein lohnenswerter Abstecher.
Bei unserer Ankunft am WoMo-Stellplatz am Messegelände in Trier landen wir mitten im Chaos. Im Zufahrtsbereicht ist heute Flohmarkt und wir verzichten auf den Versuch, bis zum Stellplatz vorzudringen. Stattdessen suchen wir uns ein Plätzchen am Strassenrand und ziehen unsere diversen Stellplatzführer zu Rate. Schließlich fällt unsere Wahl auf Saarburg. Bei unserer Ankunft ist der Platz gut besucht, aber es sind auch noch einige Plätzchen frei.
Am späten Nachmittag brechen wir schließlich zu einem Ortsbummel auf, den wir beim Italiener beenden. Allerdings kommt erst der Besitzer des zweiten gewählten Lokals in den Genuß unser Geld zu erhalten. Das Personal des zuerst gewählten Lokals war nicht willig uns zu bedienen. Statt unsere Bestellung aufzunehmen räumte man lieber von umliegenden Tischen Speisekarten und Zuckerstreuer ab. Nach knapp 10 Minuten wurde uns das Schauspiel dann zu langweilig und wir wechselten ins "Bella Casa" am Pferdemarkt. Diese Entscheidung wurde mit gutem Essen und super Service belohnt.

Übernachtungsplatz SP Saarburg
Daten folgen


römische Villa


römische Villa


Saarburg


Saarburg


Saarburg


Saarburg


Saarburg


Saarburg


Saarburg

Am vorabend haben wir beschlossen unsere Tour via Luxenburg (tanken) in Richtung Gerolstein fortzusetzen. So surfe ich nach dem Frühstück erst mal ein wenig durch das www um unter anderen für unser Hobby Geocaching erforderlich Daten herunter zu laden. So ist es schon Mittag als wir den Stellplatz verlassen. Kurz bevor wir wieder deutschen Boden erreichen treffen wir uns noch mit meinem Bruder, der beruflich in der Gegend unterwegs ist.
Da es bereits während der ganzen Fahrt immer wieder kräftige Regenschauer gibt, verzichten wir auf einen Zwischenstopp in Bitburg und fahren direkt weiter nach Gerolstein. Auch dort bleibt uns der Regen treu und so machen wir nur einen kurzen Stadtbummel und grübeln stattdessen über die weitere Urlaubsroute. Eigentlich sollte es in Richtung Niederlande gehen. Aber der Wetterbericht überzeugt uns schließlich in Richtung Nordwesten zu fahren. So geht es am folgenden Tag nach Bergkamen auf den Stellplatz an der Marina Rünthe.

Übernachtungsplatz SP Gerolstein
006° 39' 14" E, 50° 13' 16" N
Übernachtungsplatz SP Bergkamen
007° 38' 35" E, 51° 38' 28" N

Leider ist das Wetter noch immer auf ein modisches Grau eingestimmt und so machen wir nur noch einen kleinen Spaziergang bevor wir uns ins WoMo zurückziehen und so den Aufmarsch der Kuschelcamper beobachten können. Wozu ist der Stellplatz eigentlich so groß, wenn dem "gemeinen Wohnmobilisten" scheinbar ein guter Meter Abstand zum Nachbarn reicht ?
Da wir gänzlich auf Entspannung eingestimmt sind, lassen wir uns von den Kuschelcampern nicht ärgern und brechen nach einer ruhigen Nacht und einem ebensolchen Frühstück mit den Fahrrädern zu einer Geocachingtour in das Nahe Werne auf. Durch einige Funde froh gestimmt, kehren wir zum Stellplatz zurück und kommen uns dort recht verinsamt vor. Wo sind bloss unsere Nachbarn ? Habe ich vielleicht doch zu laut geschnarcht ?
Aber leider nützt uns der ganze Platz wenig, denn der Himmel ist noch immer grau und so haben wir keine Lust die neugewonnene Freiheit vor dem WoMo zu genießen. Stattdessen packen wir unsere Sachen und verlassen den Stellplatz mit Ziel Ibbenbühren. Dort, auf dem Stellplatz am Aaseebad angekommen, können wir endlich auch mal wieder die Sonne genießen. Also Stühle und Bücher raus und releaxen.
Nachdem sich die Sonne dann hinter dem Horizont zurückgezogen hat, planen wir mit Hilfe der Wettervorhersagen im WWW die weitere Tour und entscheiden uns für Wilhelmshaven.

Übernachtungsplatz SP Ibbenbüren
007° 43' 53" E, 52° 15' 43" N


Werne


 


 


Aasee

 


Stein(zeit)tier

Auf schnellster Wegstrecke geht es am folgenden Vormittag gen Norden. Unser erstes Ziel ist der Stellplatz am Fliegerdeich. Hier genießen wir schließlich mit Blick auf den Jadebusen im strahlenden Sonnenschein ein Käffchen bevor wir entlang des Deichs bis zum Stellplatz auf der Schleuseninsel bummeln. Dieser gefällt uns überhaupt nicht und so beschließen wir, da wir noch entsorgen müssen, auf den Stellplatz am Nautimo, dem örtlichen Erlebnisbad zu wechseln.
Hier bleibt auch am folgenden Tag während unserer Fahrrad-Caching-Tour durch Wilhelmshaven stehen.

Übernachtungsplatz SP Nautimo
008° 05' 58" E, 53° 32' 09" N


Wilhelmshaven (früher)


Wilhelmshaven (moderne)


Wilhelmshaven

Inzwischen haben wir Freitag und uns trennen nur noch wenige Tage vom Urlaubsende. Also wollen wir heute die Distanz zur Heimat verkürzen und beschließen die letzte Nacht vor der Heimfahrt auf dem Stellplatz in Bremervörde zu verbringen. Bei unserer Ankunft ist auf der recht einfachen PAnlage zwar noch viel Platz, allerdings führt ein süßlicher Geruch aus dem Bereich der Mülltonnen, der sich dauerhaft in unserer Nase festsetzt dazu, das wir hier nicht bleiben wollen. Da Stade ja direkt um die Ecke liegt, fahren wir die paar Kilometer weiter und stehen schließlich frustiert vor dem schild "Platz belegt". Dies scheint nicht mit dem in der Stadt an diesem Wochenende stattfindenden Hansefest zu liegen. Aber auch diese Erkenntnis hilft uns nicht weiter. Dafür aber ein Mobilist, der darauf hinweist das die Schulder noch vom Vortag hängen und zumindest 3 Plätzchen frei sind. Also erkundet Susanne schnell die Lage und so können wir schon wenig später erneut den Sonnenschein vor dem WoMo genießen. Ausklingen lassen wir, nachdem wir noch einen ausgiebigen Stadtbummel gemacht haben, den Abend bei einer Tasse Bier und etwas TV.

Übernachtungsplatz SP Stade
009° 27' 55" E, 53° 36' 08" N

Sonntag, die Heimat ruft. Aber die Lust nach Hause zu fahren hält sich in Grenzen. Andererseits haben wir ja noch ein paar Zusatzschlösser am WoMo einzubauen und auch die Aufrüstung unseres Bettes mit dem auf dem Caravansalon erworbenen Froli-System will in Angriff genommen werden. Es steht also eine schwere Entscheidung an !
Wir "umgehen" die Entscheidung indem wir bei Freunden in Hamburg anrufen und diese sich über unseren Zwischenstopp bei ihnen freuen würden. Also starten wir gegen 11:00 Uhr gen Hamburg und können so bereits am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen auf der Terasse über unsere Urlaubstour sowie ein Treffen der "Mobilen Freiheit", auf dem unsere Freunde waren, plauschen.
Und da das basteln am WoMo mit Gleichgesinnten ja bekanntlich am meisten Spaß macht, bauen Harald und ich vor dem abendlichen Grillen "noch schnell" die Schlösser ein. Somit ist zumindest schon ein Teil der Bastelarbeit erledigt und das Bett wird sicherlich Daheim auch noch zu seinem Recht kommen. Als Harald und Gerda jedoch den Vorschlag machen, dass wir doch heute Nacht in Hamburg bleiben könnten und Harald mir dafür beim Bettumbau hilft, können wir nicht widerstehen. So verlängert sich unsere Urlaubsabwesenheit um einen weiteren Tag bevor wir schließlich am Montag um 15:00 Uhr wieder in Kiel eintreffen.


Stade

 


Stade


Stade

 


Stade

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