19. - 23.02.2009 - Berlin

Bevor ich Anfang März meine Arbeitsstelle wechsele, ist es an der Zeit noch einige Überstunden abzubauen. Da auch Susanne Überstunden abbummeln kann, beschließen wir das Wochenende ordentlich zu verlängern und mal nach Berlin zu fahren.
Bei Schneeregen starten wir am Donnerstag Nachmittag. Über die B404/A21 geht es zur A24. Kurz vor Parchim verlassen wir die Autobahn und steuern den Stellplatz in Parchim an. Bevor wir uns einen faulen Abend machen, stromern wir noch ein wenig durch den Ort. Dieser bietet Licht und Schatten. Während einige Ecken schön restauriert und belebt sind, gibt es selbst mitten im Zentrum Häuser, die - wenn nicht seit der Wende - so doch seit längerer Zeit leerstehen.
Nach einer ruhigen Nacht verlassen wir Parchim und steuern auf direktem Wege den Wohnmobilhafen Berlin-Spandau an. Dieser liegt, wenig idyllisch, auf einem ehemaligen Kasernengelände direkt in der Einflugschneise. Allerdings sind die Flugzeuge bei unserer Ankunft nur zu hören. Denn außer rund 10cm Schnee am Boden fällt auch Schneeregen vom Himmel.
Obwohl wir am heutigen Tag noch nicht in die City wollen, lassen wir uns von dem ungemütlichen Wetter nicht an das Wohnmobil fesseln sondern starten zu einer kleinen Geocaching-Tour. Diese endet 3 Stunden und 3 gefundene Caches später pünktlich zur Kaffeezeit wieder am WoMo.

Mit den morgendlichen Fliegern kommt auch das Leben auf den Stellplatz und schließlich in unser Wohnmobil. Obwohl - oder gerade weil - es heute in die Stadt gehen soll, wird erst einmal in aller Ruhe gefrühstückt.
Gegen 09:20 Uhr verlassen wir den Stellplatz. Zeitgleich mit uns trifft auch der Bus der Linie M45 an der nur ca. 3 Gehminuten entfernten Haltestelle ein. Für 6,10 EUR/Person lösen wir unsere Tagesfahrkarten und fahren mit dem Bus bis zum Bahnhof Spandau. Dort wechseln wir in die S75, die wir an der Haltestelle Friedrichstrasse wieder verlassen. Von hier geht es nun per Pedes die Friedrichstrasse entlang, weiter "Unter den Linden", kurz in das Kaufhaus Lafajette (das Original in Paris gefällt uns deutlich besser) und dann über den Gendarmenmarkt und weiter vorbei am Bundesjustizministerium, dem Checkpoint Charlie, Bundesrat und Bundesfinanzministerium zum Potsdamer Platz. Nach einem Abstecher ins Sony-Center führt uns der Weg zur Gedenkstätte für die im Nationalsozialismus ermordeten Juden und durch das Brandenburger Tor zum "Haus der Kulturen der Welt". Zwischen Spree und Kanzleramt hindurch geht es vorbei am Reichstag zur Haltestelle der Linie 100. Diese bringt uns zur Endhaltestelle "Zoologischer Garten". Von hier machen wir, vorbei an der Gedächtniskirche, einen Abstecher ins KaDeWe, bevor wir wieder die Linie 100 besteigen und mit ihr zur Siegessäule fahren. Den Stopp an der Siegessäule verbinden wir mit einem Blick durch den Zaun auf den Sitz des Bundespräsidenten. Direkt gegenüber besteigen wir wieder die Linie 100 und fahren mit ihr bis zur anderen Endhaltestelle am Alexanderplatz. Von hier geht es mit der S9 wieder nach Spandau, wo uns unser Bus direkt vor der Nase wegfährt. Aber 10 Minuten später starten wir auf die letzte Etappe des Tages und erreichen rund 10 Stunden nach unserem Start wieder den Stellplatz.
Nicht nur auf Grund des ausgedehnten Spaziergangs, sondern auch verursacht durch die schlecht vom Schnee geräumten Gehwege, lautet das Motto für den Abend: "Füsse hoch und faulenzen !"


unterwegs in Spandau I


unterwegs in Spandau II


unterwegs in Spandau III


SP Spandau bei Nacht


Unter den Linden


Kaufhaus Lafajette


Gendarmenmarkt I


Gendarmenmarkt I


Ampelmännchen


Checkpoint Charlie


Bundesfinanzministerium


Bundesrat


Potsdamer Platz


Lego-Giraffe


Sony-Center I


Sony-Center II


Gedenkstätte für die jüdischen
Opfer des Nationalsozialismusses


Brandenburger Tor
 


Sowjetisches Soldatendenkmal


Bundeskanzleramt I


Bundeskanzleramt II


Reichstag


Gedächniskirche


Kunst


Siegessäule

 


Schloss Bellevue

Nachdem es am Vorabend noch geschneit hat, werden wir am Sonntag vom Regen geweckt. Auch nach einem ausgedehnten Frühstück ist keine Wetterbesserung in Sicht. Trotzdem machen wir uns wieder auf zur U- und S-Bahnhof Spandau. Diesmal wählen wir die Linie U7 und fahren mit ihr zum Berliner Ring. Auf diesem geht es entgegengesetzt der Uhrzeigerrichtung zur Station Tempelhof und von dort mit der U6 zur Station "Platz der Luftbrücke". Wir finden dass das triste Wetter ideal ist um sich einen geschlossenen Flugplatz anzuschauen - was allerdings nur von außen möglich ist. Also kehren wir zum Berliner Ring zurück und setzten unsere Rundfahrt bis zum Westkreuz fort.

Damit ist unsere Berlintour fast beendet. Wir kehren zum Stellplatz zurück, klaren nach einer Tasse Kaffee das WoMo auf und fahren weiter nach Neustrelitz. Auf dem erst im November 2008 fertiggestellten Stellplatz in der Nähe des Hafens verbringen wir eine ruhige Nacht. Am nächsten Tag gönnen wir uns bevor es nach Hause geht noch einen kleinen Ortsrundgang .


Zitadelle Spandau


Wasserturm


Erinnerungstafel


Luftbrückendenkmal


ehem. Flugplatz Tempelhof


Zierker See


Niederstrelitz (Hafen)

 


Niederstrelitz


Posttrennung

 


MV goes Online

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