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Unser Urlaub hat seine Halbzeit erreicht. Und als ob das Wetter dies ahnt, ist es heute grau. Dies soll sich auch den ganzen Tag nicht wirklich ändern.
Erstes Tagesziel ist der Ort Lecco am Südostende des Comer Sees. Da wir nicht die Uferstraße nehemen besteht die knapp 40km lange Strecke aus gefühlten 50km Tunnel. Welche Note diese bei einem Tunneltest eines großen Automobilclubs erhalten würden wollen wir lieber überhaupt nicht wissen.
Unser Stadtbummel in Lecco fällt leider aus. Nicht nur weil die Teile der Stadt die wir durchfahren sehr trist sind sondern auch weil hier das Verkehrschaos tobt. Nun wissen wir endlich wo die Redensart "Lecco mio" herkommt.
Über Bergamo erreichen wir gegen Mittag den Lago d`Iseo. Wir folgen mal wieder der Uferlinie in Richtung Norden und entscheiden uns - wie sollte es anders sein - für die für LKW gesperrte Straße. Als wir schließlich die Verkehrszeichen passieren, die eine Durchfahrtshöhe bis 3m und eine Breite bis 2m erlauben, wird uns doch ganz anders. Aber wenden ist jetz nicht drin - also weiter. Ohne nennenswerte Problem erreichen wir Lovere.


Lago dŽIseo
zw. Solto u. Lovere


Lovere
 


Kirche Lovere
 


Lago dŽIseo
 

Noch ein Tipp: Wer ebenfalls mal diese sehenwerte Uferstraße fahren will sollte die Süd-Nord-Route wählen. Auf ihr braucht man sich über in die Fahrbahn hineinhängende Felsen keine Gedanken machen.
Nach einer Erholungspause geht es entlang des Ostufers wieder nach Süden. In Sulzano finden wir schließlich auf einem privaten Stellplatz unser Nachtquatier. Besonderer Anziehungspunkt des Sees ist seine Insel. Sie ist die gröte Insel in einem europäischen See.

Tages- / Gesamtkilometer162 / 1854
Übernachtungsplatz:SP Sulzano
Übernachtungs- / Gesamtkosten14,-- / 88,--

Die paar blauen Flecken die wir beim Frühstück am Himmel sehen können sich leider nicht durchsetzen. Wir verlassen Sulzano um den letzte See unserer Tour, den Gardasee anzusteuern. Diesen erreichen wir gegen Mittag und stoppen schließlich auf dem an der Hauptstraße ausgeschilderten Stellplatz bei Sirmione.
Kaum das ich die Räder aus der Garage geholt habe fängt es an zu regnen. Dies hält uns jedoch nicht davon ab nach Sirmione zu radeln. Nach einem ausgedehnten Bummel gönnen wir uns bei weiterhin tristen Wetter einen Nachmittag mit Buch, TV und Laptop.
Die Tristesse soll jedoch nicht ewig vorhalten. Am Abend fängt es mal wieder an zu regnen. Aber Regentropfen auf dem WoMo-Dach sind ja - zumindest für mich - sehr entspannend.

Tages- / Gesamtkilometer70 / 1924
Übernachtungsplatz:SP Sirmione
Übernachtungs- / Gesamtkosten16,-- / 104,--

Da sich das Wetter nicht zum Besseren verändern will, verlassen wir Sirmion mit Ziel Malcsine. Die wenigen zu fahrenden Kilometer unterbrechen wir mit Stopps in Peschiera d. Garda und Garda. Der Stllplatz in Garda bietet auch die Möglichkeit des "Kurzzeitparkens". Während sich der Himmel aufklart starten wir zu einem kleinen Rundgang durch die Altstadt. Anschlißend gönnen wir uns noch ein ausgdehnte Mittagspause bevor wir die letzten Tageskilometer unter die Räder nehmen.


Sirmione


Sirmione


Peschiera


Peschiera


"Entenstein"


eine andere "Wuchtbrumme"


Garda


Garda

Nach dem einchecken auf dem Stellplatz machen wir uns bei wieder einsetzendem Regen auf den Weg in den Ort. Der ca. 2km lange Fußweg führt uns auch an der Talstation der Seilbahn zum Monte Baldo vorbei. Eigentlich wollten wir ja auf den Berg fahren - aber die Sicht strebt gegen Null. Also lassen wir uns lieber bei einem Bummel durch die Gassen ein wenig durchregnen bevor wir schließlich wieder zum WoMo zurückkehren. Wenn sich das Wetter nicht deutlich ändert werden wir am kommenden Tag gen Deutschland aufbrechen.

Tages- / Gesamtkilometer79 / 2003
Übernachtungsplatz:SP Malcesine
Übernachtungs- / Gesamtkosten14,-- / 118,--

Das Wetter hat ein Einsehen mit uns - oder dem Stellplatzbetreiber !. Der neue Tag beginnt mit teils blauem Himmel und so beschließen wir doch noch auf den Monte Baldo (1760m ü.M.) zu fahren (Hin- und Rückfahrt je Erwachsenen 17,-- EUR). Während der Seilbahnfahrt müssen wir jedoch feststellen, dass der Sonnenschein ein Falle war. Der Himmel bezieht sich erneut und so durchstoßen wir mit der Seilbahn die Wolken. Vom Berg selbst kann man nur hin und wieder einen Blick auf den See erhaschen. Manchmal beträgt die Sichtweite keine 50m.
Zurück am WoMo wechseln sich Sonne und Schauer ab uns so kann sich unsere Markise in mehrfacher Hinsicht bewähren.


Malcesine


Malcesine


"Wuchtbrümmchen"


Bergstation Mt. Baldo


Mt. Baldo


 


Gardasee


Gardasee

Tages- / Gesamtkilometer0 / 2003
Übernachtungsplatz:SP Malcsine
Übernachtungs- / Gesamtkosten14,-- / 132,--

Unser Urlaub nähert sich nun unweigerlich seinem Ende. Wir starten am heutigen Mittwoch in Richtung Deutschland. Da die Änderung unserer GoBox mangels ausreichend Guthaben auf die neuen Fahrzeugdaten nicht möglich war, haben wir beschlossen auf dieser Tour die ASFINAG nicht zu unterstützen. So geht es über die alte Brennerstraße gen Innsbruck. Von dort führt uns die Route über den Fernpass nach Nesselwang.
Was soll ich sagen - am heutigen Tag hat die Sonne uns von früh bis spät begleitet. Naja, bei Sonnenschein fährt sich besser als bei Regen. Aber trotzdem ist es irgendwie gemein.

Tages- / Gesamtkilometer409 / 2412
Übernachtungsplatz:SP Nesselwang
Übernachtungs- / Gesamtkosten6,-- / 138,--

Auch unser zweiter Tag der Rückreise wird von Sonnenschein begleitet. Da wir noch reichlich Zeit haben, wollen wir einen weiteren Lago ansteuern. Unter Vermeidung der Autobahn geht es via Augsburg an den Brombachsee.

Tages- / Gesamtkilometer240 / 2652
Übernachtungsplatz:SP Brombachsee
Übernachtungs- / Gesamtkosten8,-- / 146,--


auf dem Weg zum Brenner
 


Alpspitzbahn
(Nesselwang)


Lech
 


Brombachsee
 

Tja, unserer Rückreise gliedert sich in viele kleine Etappen. Vom Brombachsee führt uns unser Weg wieder nach hessich Sibirien bevor es mit einem weiteren Zwischenstopp in Göttingen schließlich am Sonntag nach Kiel gehen soll. Aber selbst jetzt am Urlaubsende ist noch Zeit die Planung zu ändern. Auf der A7 in Höhe Harz kommen wir auf die Idee noch bei Freunden in der Nähe von Hannover vorbei zu schauen. Ein Telefonat ergibt jedoch, dass diese bis Nachmittags mit ihrem WoMo auf dem Stellplatz in Mardorf am Steinhuder Meer stehen. Da wir dort gegen Mittag eintreffen könnten, planen wir kurzerhand einen Zwischenstopp ein. Gegen 12:00 Uhr sind wir am SP und erfahren das sich auch mein Bruder nebst Anhang im Anflug befindet.
Schließlich beschließen wir zu Viert noch über Nacht in Mardorf zu bleiben. Eine Entscheidung die uns fast zum "Verhängnis" geworden wäre. Am Abend ziehen diverse Gewitter auf und eines wird von Sturmböen und Hagel begleitet. Da keine Zeit bleibt die Markise einzurollen, halte wir diese zu Dritt fest. Wir haben Glück gehabt. Die Markise ist heile geblieben und auch der Hagel hat wohl keine Schäden hinterlassen (muss noch aufs WoMo-Dach schauen). Aber wir waren allesamt nass bis auf die Haut.
Bei unserer Abfahrt am Montag war dann wieder eitel Sonnenschein und mit Sturmböen und Regen treffen wir schließlich doch noch in Kiel ein.

Tages- / Gesamtkilometer212 / 123 / 191 / 290 / 3468
Übernachtungsplatz:- / Göttingen / Mahrdorf
Übernachtungs- / Gesamtkosten- / 9,-- / 6,-- / 161,--

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