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Oberitalienische Seen (Mittwoch 11.06. - 16.06.08)

Ziel des Tages ist der Stellplatz in Oggebbio den wir bereits von unserer Toskanatour vom letzten Jahr kennen. Auf dem SP ist nicht viel los und so können wir wenig später den Blick über den See genießen. Am Abend zieht in der Nähe ein Gewitter vorbei. Bei uns bleibt es jedoch trocken und bei angenehmen 20°C sitzen wir mit den Nachbarn bis nach Mitternacht vor unserem Mobil.
Ach ja, die Kirchturmuhr ist noch genaus laut wie im vergangenen Jahr.

Tages- / Gesamtkilometer170 / 1472
Übernachtungsplatz:SP Oggebbio
Übernachtungs- / Gesamtkosten14,-- / 60,--

Der neue Tag startet mal wieder mit Sonnenschein. Allerdings ist die Luft insgesamt recht trüb. Nach einem gemütlichen Frühstück brechen wir unsere Zelte in Oggebbio ab. Zuerst geht es noch einmal ein paar Kilometer zurück. Am Vortag hatten wir den SP in Cannobio nicht gefunden. Dies holen wir nun nach und stellen fest, dass trotz der etwas höheren Gebühren der SP in Oggebbio in dieser Gegend unser Favorit bleibt.


Lago Maggiore
zw. Cannobio u. Oggebbio


Verbania


Lago Maggiore
 


Lago Maggiore
Blick aus Richtung Laveno

Anschließend folgen wir der Uferstraße in südliche Richtung bis nach Verbania. Auf dem dort auch als Übernachtungsplatz genutzten Parkplatz finden wir noch eine Lücke zwischen WoMo und PKW. Somit steht einem Stadtbummel nichts entgegen. In der Innenstadt verteilen sich ungezählte Geschäfte in die engen und kühlen Gassen. Nachdem wir diese ein wenig durchstreift haben ergänzen wir noch unsere Vorräte und kehren zum Parkplatz zurück.
Als Übernachtungsplatz haben wir den Stellplatz in Baveno bzw. 2 ACSI-Campingplätze am selben Ort ausgeguckt. Leider kann uns keiner der Plätze überzeugen.
Nach einem Blick in die Karte und unsere Unterlagen beschließen wir zum Lago dŽOrta zu fahren. In Orta S. Giulio ergeht es uns jedoch wie in Baveno. Da unsere Unterlagen noch einen SP in Madonna del Sasso auf der anderen Seeseite ausweisen, soll uns dies nicht weiter stören.
Wenige Kilometer später machen wir uns an den Aufstieg zum Stellplatz. An einer Straßengebelung will das Navi nach links, der SP ist jedoch nach rechts ausgeschildert. Außerdem ist die vom Navi gewollte Straße für Fahrzeuge mit einer Länge von über 6m gesperrt - also nichts für unsere Wuchtbrumme. Wir folgen der Ausschilderung um einige Kehren später in einem Ort entnervt aufzugeben. Ein kurzes Stück der Ortdurchfahrt ist so eng, dass selbst bei eingeklappten Spiegeln kaum Platz an den Seiten bleiben würde. Für solch ein Unternehmen fehlt uns - zumindest am heutigen Tage - die Abenteuerlust. So geht es ca. 100m rückwärts den Berg hinab bis sich eine Stelle zum wenden findet. Und nun ?
Gut, dann halt wieder zurück nach Orta S Giulio. Schließlich wollten wir uns am kommenden Tag ja noch den Sacro Monte dŽOrta ansehen. Nachdem wir uns auf dem einfachen und gebührenpflichtigen Parkplatz bereits fast häuslich eingerichtet haben finden wir heraus, dass auf dem Sacro Monte dŽOrta ein weiterer Stellplatz zu finden ist. Auch dieser hat jedoch einen Haken. Die letzte Kehre der Zufahrt ist für Fahrzeuge über 6,50m kaum befahrbar. Allerdings gibt es hier eine einfache Lösung. Man fährt einfach über die Ausfahrt, also ein kurzes Stück entgegengesetzt der Einbahnstraße, auf den Stellplatz. Hier oben ist deutlich mehr Betrieb, aber der noch verbleibende Platz ist mehr als ausreichend für uns.
Wenig später bruzzelt das Fleisch auf dem Grill und in der Ferne ist mal wieder Donnergrollen zu hören. Kaum das wir mit dem Essen fertig sind grollt der Donner nicht mehr in der Ferne sondern fast direkt über uns. Begleitet wird er von kräftigem Regen. Also schnell alles verstauen, Markise einkurbeln und ab ins WoMo. Das prasseln des Regens begleitet uns einige Stunden später noch in den Schlaf.

Tages- / Gesamtkilometer80 / 1552
Übernachtungsplatz:SP Orta S Giulio, Sacro Monte di Orta
Übernachtungs- / Gesamtkosten0,-- / 60,--

Der neue Tag ist uns wettertechnisch wieder freundlich gesonnen und so können wir nicht nur vor dem WoMo frühstücken sondern auch die Markise wieder trocknen. Anschließend geht es auf den Sacro Monte dŽOrta.
Der Sacro Monte dŽOrta ist ein Andachtsweg aus 20 Kapellen mit Wandmalereien und Terracottastatuen in Lebensgröße. Sie stellen das Leben des Heiligen Franziskus von Assisi dar. Die Bauarbeiten dauerten von 1590 bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts.


Kapelle XVII
"Der Tod vom Franziskus"


Pfarrkirche
Madonna del Sasso


Kapelle XX
"Heiligsprechung des Franziskus"

Anschließend verlassen wir den Lago dŽOrta in Richtung Südspitze Lago Maggiore. Unser weiterer Weg führt uns nun entlag der Ostseite des Sees über Laveno bis nach Luino. Für den Weg ab Laveno haben wir die für LKW gesperrte Strecke gewählt. Diese ist zwar teilweise recht eng, jedoch ohne Probleme zu meistern. Auf dieser Route findet sich z.B. bei GPS 45° 56' 12" Nord; 08° 38' 43" Ost ein Tagesparkplatz mit Seezugang. Neben einem Badestopp kommen hier auch Taucher auf ihre Kosten.
Bei Luino verlassen wir den See und erreichen bei Ponte Tresa den Lago di Lugano. Diesem folgen wir in nördliche Richtung bevor wir schließlich das Verkehrsgetümmel von Lugano erreichen. Nach vielen schmalen Passstraßen ist der Feierabendverkehr mal eine ganz andere Herausforderung. Hinter Lugano folgen wir wieder der Uferlinie bis nach Porlezza. Von dort ist es nur noch ein kleiner Sprung bis an den Lago di Como, unserem heutigen Ziel.
Der zuerst angesteuerte Stellplatz in Sorico liegt uns dann doch etwas zu Abseits. Wir fahren deshalb noch ein kleines Stückchen weiter bis nach Colico. Auf dem dortigen kommunalen Stellplatz neben der Surfschule ist definitiv mehr los - fast schon zu viel. Abends findet am Restaurant nebenan noch eine Freiluftdisco statt. Aber auch die Musik kann uns unsere Nachtruhe nicht nehmen.


Lago dŽLugano


Lago dŽLugano


Lago dŽComo


Lago dŽComo

Tages- / Gesamtkilometer140 / 1692
Übernachtungsplatz:SP Colico
Übernachtungs- / Gesamtkosten14,-- / 74,--

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