05. - 09.07.2007 Polnische Ostseeküste

Donnerstag, 05.07.
Am Donnerstag machen Susanne und ich etwas früher Feierabend da wir am Freitag und Montag frei haben und für das lange Wochenende eine Tour an die polischen Ostseeküste geplant haben. Allerdings sind die Wettervorhersagen nicht die besten und so schauen wir vorsichtshalber auch noch wie das Wetter in Dänemark werden soll. Doch auch für dort wird Regen vorhergesagt und so bleiben wir bei unserer eigentlichen Planung.
Gegen 14:30 Uhr brechen wir auf und fahren über Bad Oldesloe auf die A 20 bis Pasewalk. Außer einigen Regenschauern und einem Storch der uns fast in das WoMo geflogen wäre gibt es von der Tour nichts zu berichten. Für unsere Übernachtung in Pasewalk nutzen wir den Parkplatz eines Discounters.

Freitag, 06.07.
Gegen 08:00 Uhr verlassen wir Pasewalk in Richtung Stettin. Auf der Bundesstraße ist nicht viel Verkehr und auch die Grenzformalitäten sind binnen 30 Sekunden erledigt. Nun sind wir in Polen und wollen schauen, wie es uns dort gefällt. Nachdem wir die teils sehr schlechten Straßen in Szczecin (Stettin) hinter uns gelassen haben geht es auf gut ausgebauter Strecke über Wolin (Wollin) in Richtung Swinoujscie (Swinemünde). Wir folgen der Ausschilderung "Kopenhagen, Malmö, Ystad" und landen so an der Fähre die uns kostenfrei nach Swinemünde bringen soll. Diese Ecke Polens lässt sich mit dem Auto nämlich nur mittels Fähre erreichen. Per Pedes gibt es eine direkte Verbindung nach Deutschland. Aber wir haben Pech, die Fähre nimmt uns nicht mit, da sie nur für Fahrzeuge bis etwas über 2 to zugelassen ist. Wir müssen zurück und die westlicer gelegene Fähre nehmen.
Diese bringt und dann binnen weniger Minuten über die Swina und wir steuern zuerst den dicht an der Grenze gelegenen Strandparkplatz (GPS: 535533" Nord, 141344" Ost) an. Leider hat man von hier keinen Blick auf die See, da Strand und Parkplatz durch einen kleinen Wald getrennt sind.
Wir fahren weiter zum innerorts gelegenen Campingplatz Nr.44 "Relax"" (GPS: 535500" Nord, 141525" Ost). Dieser einfache Campingplatz erinnert eher an einen Stellplatz. Aber mit ca. 14,-- EUR für 2 Personen inkl. Kurtaxe geht er i.O.
Nachdem das WoMo abgestellt ist starten wir mit den Rädern zu einer ersten Erkundungstour die uns zuerst an den Fluß und diesem folgend zur Ostsee führt. Von dort geht es zurück zum WoMo. Nach einer weiteren Pause bummeln wir noch ein wenig durch die Stadt bevor wir den Tag gemütlich ausklingen lassen.
Ach ja, dass Wetter hat es fast den ganzen Tag gut mit uns gemeint. Es war zwar wechselhaft, aber warm, trocken und hin und wieder sogar sonnig. Während ich diese Zeilen in das Laptop tickere beginnt es kräftig zu regnen.

Kirche Wolin

 

Wohnen in Swinemünde
so ...

oder so

Samstag, 07.07.
Nachdem es fast die ganze Nacht geregnet hat beginnt der Tag recht annehmbar mit Wolken und Sonne. Nachdem wir in aller Ruhe gefrühstückt haben geht es zurück zur Fähre und dann auf die 102 über den Leuchtturm von Niechorze (GPS: 540535" Nord, 150343 Ost) nach Kolobrzeg (Kolberg). Von dort folgen wir erst der 6 und dann der 113 und 114 nach Leba. Dort finden wir auf dem Campingplatz "Intercamp 84" (GPS: 544531 Nord, 173232" Ost) für ca. 12 EUR ausreichend Platz für die Nacht.
Trotz einiger Schauer war das Wetter durchaus ansprechend. Allerdings frischt gegen Abend der Wind immer stärker auf.

"Zwischenmahlzeit"

Windmühle Swinamündung

Nachwuchs

Leuchtturm Niechorze

Rathaus Kolberg

Marktplatz und
Kirche Kolberg

Sonntag, 08.07.
Im laufe der Nacht hat der Wind weiter aufgefrischt und ist in Böen stürmisch. Trotzden wollen wir in den Slowinski Park Narodwy (Slowinski Nationalpark) um uns die Góra Lacka (Lonsker Düne) anzusehen. Diese Wanderdüne - oder bei diesem Wetter wohl eher "Joggingdüne" türmt sich ca. 40m hoch zwischen dem Jezioro Lebsko (Lebasee) und der Ostsee auf. Auf den Rädern haben wir die ca. 8km bis zur Düne schnell überwunden und zu unserem Glück sind wir noch fast alleine auf diesem mit Worten nicht beschreibbares Naturphänomen.
Nachdem wir wieder am Campingplatz sind und den Sand, den es wirklich durch jede Kleidungsritze geweht hat entfernt haben, machen wir uns gegen Mittaf auf die Rückfahrt. Diese führt uns über Stettin nach Lubmin wo wir einen ruhigen Abend direkt am Ostseestrand verbringen.

Lonsker Düne

Ich komm jetzt runter

oder doch nicht

Lubmin

Montag, 09.07.
Unser langes Wochenende neigt sich dem Ende und so geht es über Bad Oldesloe, wo wir einen Stopp an der Entsorgungsstation einlegen, direkt zurück nach Kiel.

Unser Fazit Polen bleibt uns nach dieser Stipvisite als ein Land der Gegensätze in Erinnerung. Gegenden, in denen sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen wechseln sich unmittelbar mit Touriorten ab, in denen der Bär steppt. In den Orten selbst stehen auf einer Straßenseite schmucke Einfamilienhäuser in nicht gerade kleinen Neubaugebieten und vis a vie befinden sich sozialistische Plattenbauten, deren Zuststand sich mit Worten nicht beschreiben lässt.
Aber Polen sit auf jeden Fall nicht nur eine Reise wert.

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