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25.04. - 11.05.2007 - Toskana / Umbrien

Endlich ist es soweit und wir haben Urlaub. Die Urlaubsvorbereitungen haben ja schon im Dezember 2006 begonnen, aber es ist schön wenn die Zeit der Vorfreude vorbei ist und es endlich losgeht.
Bevor nun der Reisebericht kommt, hier noch ein paar Informationen vorab. Für die Reisevorbereitung haben wir die Bücher "Mit dem Wohnmobil durch die Toskana und Umbrien, Teil 1 und 2" sowie das ProMobil Tourenbuch "Toskana" genutzt. Außerdem haben uns die MS-Software "Autoroute" und der ADAC-Routenplaner gute Dienste erwiesen. So,nun geht es aber los.

Mittwoch, 25.04.
Das Wohnmobil steht bereits gepackt auf dem Parkplatz und so können wir direkt nach der Arbeit starten. Ziel der heutigen Etappe ist der Raum Göttingen, wo wir bei der Verwandschaft übernachten.
Tages- / Gesamtkilometer380 / 380
Übernachtungsplatz:-
Übernachtungs- / Gesamtkosten0,-- / 0,--

Donnerstag, 26.04.
Die Routenplanung für heute sieht vor, dass wir über die A7 gen Süden fahren und dann in Richtung Bregenz abbiegen. Kurz vor Bregenz wollen wir dann die Autobahn verlassen und durch Bregenz auf die schweizer Autobahn in Richtung Chur und dann weiter durch den San Bernadinotunnel nach Oggebbio am Lago Maggiore fahren.
Nach dem Frühstück geht es um 08:30 Uhr los gen Süden. Nach kurzer Zeit erreichen wir wieder die A7 und rollen mit rd. 95 Stundenkilometern dahin. Die Autobahn ist frei und das Wetter sehr schön; somit kommt auch langsam Urlaubsstimmung auf. Die Fahrt wird lediglich von einem Tankstopp mit Kaffee- und Hunde-Pipi-Pause unterbrochen und so erreichen wir bereits gegen 14:30 Uhr Bregenz. Hier füllen wir den Tank nochmals auf (der Diesel kostet mit 1,03 EUR/l rd. 10ct/l weniger als in D) und verlassen Österreich über den Grenzübergang St. Magarethen.
Kaum in der Schweiz angekommen, gilt es erstmal ein paar Formalitäten zu erfüllen. An Grenzübergang füllen ich das Formblatt für die Schwerverkehrsabgabe aus. Für 10 frei wählbare Tage binnen eines Jahres ab Ausstellung kostet dies gut 21,-- EUR. Mit den nötigen Papieren versorgt verlassen wir den quirligen Grenzübergang in Richtung San Bernadino. Auf dem ersten Autobahnparkplatz legen wir, da wir gut in der Zeit sind, eine etwas längere Pause ein.
Ab Chur wird das Wetter langsam etwas schlechter, der Himmel zieht sich zu. Den Anstieg zum San Bernadino Tunnel schaffen wir recht zügig; die Vollsperrung der (einspurigen) Autobahn Richtung Süden wegen einer Bausstelle besteht nicht mehr und so erreichen wir gegen 18:00 Uhr Bellinzona. Hier stockt der Verkehr zwar ein wenig aber es geht trotz allem insgesamt recht zügig weiter und somit stehen wir eine Stunde später auf dem SP in Oggebbio. Die letzen Kilometer entlang des Lago Maggiore sind etwas anstrengender, da die Straße teilweise recht schmal ist und die Felswände direkt neben dem Mobil aufragen. Als letzte Anstrengung des Tages geht es über eine wirklich schmale und steile Zufahrt zum SP. Hoffentlich kommt uns kein Fahrzeug entgegen und auf dem SP ist noch etwas für uns frei. Diese Befürchtungen waren völlig umsonst und so können wir am Abend ein wohlverdientes Pils mit Blick auf den Lago genießen.
Tages- / Gesamtkilometer770 / 1150
Maut / Gesamtmaut21,-- / 21,--
Stellplatz:Oggebbio
Übernachtungs- / Gesamtkosten15,-- / 15,--

Freitag, 27.04.
Bereits um 06:00 Uhr weckt uns das Glockengeläut der oberhalb vom SP gelegenen Kirche. Na prima !!!
Alle Versuche das Geläut zu ignorieren werden halbstündlich unterbrochen. Um 07:00 Uhr geben wir uns geschlagen und stehen auf. Da zusätzlich auch noch ein Häuslebauer direkt neben dem SP sein Unwesen treibt, beschließen wir trotz der langen Etappe des Vortages auf einen Ruhetag zu verzichten.

Lago Maggiore

Kirche Oggebbio

Lago Maggiore

Wie bereits vor Wochen geplant geht es entlang der Uferstraße des Lago Maggiore grob gen Süden. In Verbania sehen wir einen weiteren Stellplatz der direkt zwischen Uferstraße und See liegt (Hierbei handelt es sich nach Info eines WoMo-Forenmitglieds vermutlich um einen Platz, der von Juli bis einschließlich September für WoMo gesperrt ist). Am Seeende begeben wir uns auf die mautpflichtige Autobahn und folgen dieser über Milano, Parma und Bologna bis Firenze. Dort haben wir nun "endlich" unseren ersten Stau. Dieser kostet uns bald eine Stunde und - was viel schlimmer ist - führt dazu, dass wir die letzten Kilometer nach Greve in Chianti im Regen fahren dürfen.
Der Stellplatz in Greve macht auch trotz des Regens einen ansprechenden Eindruck, hat jedoch einen entscheidenden Nachteil der uns zur Weiterfahrt veranlasst. Nebenan ist Kirmes - da hätten wir ja auch in Oggebbio bleiben können.
Also fahren wir weiter in das nur wenige Kilometer entfernte Panzano wo wir einen Übernachtungsplatz mit sehr ansprechender Aussicht vorfinden.

Frühstücksfernsehen
(Blick aus dem Alkovenfenster)

Blick aus Richtung Panzano


Tages- / Gesamtkilometer450 / 1600
Maut / Gesamtmaut20,80 / 41,80
Stellplatz:Panzano
Übernachtungs- / Gesamtkosten0,-- / 15,--

Samstag, 28.04.
Nach dem Frühstück verlassen wir Panzano und fahren über Nebenstraße via Piazza, Baberino dŽElsa und Certaldo nach San Gimignano. Vor Certaldo wollen wir eigentlich noch an der Capola di S. Arcangelo ein Pause einlegen. Leider ist jedoch zwischenzeitlich die Parkplatzzufahrt durch ein Kette versperrt.
In San Gimignano folgen wir zuerst der Ausschilderung zum Parkplatz für Wohnmobile. Dieser ist jedoch nicht nur überfüllt sonder auch am "Ende der Welt". So fahren wir zurück und parken in der Nähe des P1, nur ca. 10 Gehminuten vom Centrum entfernt (Der Zufahrtsstraße zum P1 trotz Verbotsschild folgen. Hinter der Kuppe halb links halten und nach ca. 200m entweder am Spielplatz oder um die Ecke herum parken.).

San Gimigliano von oben

Umgebung von San Gimigliano

Nachdem wir uns mit der Menge durch die Stadt haben treiben lassen und ich außerdem noch den Aufstieg auf den "Palazzo Comunale Pinacoteca Torre Grossa" (Zugang zum Turm inkl. Museum 5,-- EUR/Person) gewagt habe geht es weiter nach Volterra. Leider müssen wir jedoch feststellen, dass der vorgesehene Übernachtungsplatz - oder besser gesagt der Weg dorthin - ein Opfer der Natur geworden ist (nach Erdrutsch gesperrt). Da auch die Alternative in der Nähe keine echte Alternative darstellt fahren wir nach Colle di Val dŽElsa. Hier finden wir auf einem terrassierten Parkplatz direkt neben dem Zugang zur Altstadt ein ruhiges Plätzchen (Es gibt neben der Tordurchfahrt in die Altstadt auf der linken Seite einen Parkplatz direkt an der Straße auf dessen hinterem Stück man ruhig stehen kann. Alternativ gibt es auf der rechten Seite der Tordurchfahrt den Hügel hinunter den von uns bevorzugten Platz.)
Nach dem Abendessen hat auch diese Stadt keine Chance und wir brechen zu unserem Stadtrundgang auf. Wer bis zum Ende durch die Altstadt geht, kann dort mit dem Fahrstuhl zur "Unterstadt" hinabfahren und dann wieder hinauf laufen (oder andersherum). Wir haben hierauf jedoch großzügig verzichtet.
Mit dem scheinbar für die Toskana typischen Hundegebell bricht die Dämmerung herein und für uns geht ein weiterer Urlaubstag zu Ende.
Tages- / Gesamtkilometer120 /1720
Maut / Gesamtmaut0,-- / 41,80
Stellplatz:Colle di Val dŽElsa
Übernachtungs- / Gesamtkosten0,-- / 15,--

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