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Freitag, 08.09.
Unsere heutige Etappe führt uns als erstes nach Fürstenberg/Havel, genauer gesagt zur Mahn- und Gedenkstätte des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück. Die während des Dritten Reichs in diesem Lager internierten Frauen wurden u.a. als Zwangsarbeiterinnen von der Fa. Siemens - die einen eigenen Lagerteil eingerichtet hatte - eingesetzt. Im wesentlichen besteht die Mahn- und Gedenkstätte aus dem "Lagergefängnis", in dem sowohl die Geschichte des Lagers dargestellt wird als auch Gedenkräume der verschiedensten Nationen eingerichtet sind. Weiterhin gibt es noch einige wenige Baracken. Wer nach Fürstenberg/Havel kommt, sollte sich ruhig die Zeit für einen Besuch der Mahn- und Gedenkstätte nehmen.

Blick auf Fürstenberg/Havel

Mahn- u. Gedenkstätte KZ Ravensbrück

Nur wenige hundert Meter von der Gedenkstätte entfernt befindet sich der örtliche Wohnmobilstellplatz (GPS 13 09' 01" Ost, 53 11' 42" Nord). Nächstes Etappenziel war Templin, wo wir unser WoMo zwecks eines Stadtrundgangs auf dem Übernachtungsplatz (GPS 13 29' 30" Ost, 53 07' 25" Nord) abstellten. Von hier ist man binnen weniger Minuten in der Altstadt die insbesondere eine gut restaurierte Stadtmauer aufweist.

 

Templin

 

Nachdem der Tag nun schon fortgeschritten ist, gilt es einen Ort für die Übernachtung zu finden. Unser Stellplatzführer weist mehrer Übernachtungsmöglichkeiten in Eberswalde aus und so steht das Ziel schnell fest. Während uns der erste Platz an der Marienstraße nicht anspricht (GPS 13 49' 30" Ost, 52 50' 08" Nord), können wir den zweiten nicht finden und verzichten großzügig auf den dritten. Stattdessen entscheiden wir uns zu dem nur wenige Kilometer entfernten Schiffshebewerk Niederfinow zu fahren. Auf den dortigen Parkplatz (GPS 13 56' 22" Ost, 52 50' 49" Nord) ist, wie wir von unserer "Kyffhäuser-Usedom" Tour aus 2002 noch wissen, übernachten für Wohnmobile erlaubt. Bei unserer Ankunft erhalten wir für 2,50 EUR eine Tageskarte. Diese ist bis zum nächsten Tag um 09:00 Uhr gültig. Auf eine Schiffspassage durch das Schiffshebewerk verzichten wir, da wir diese bereits 2002 gemacht haben.
gefahrene KM        170/ 1160
SP-Kosten:           2,50/ 59,25

Schiffshebewerk Niederfinow

Oder bei Zollbrücke

Clea (Verschnaufpause im Anhänger)

Samstag, 09.09.
Da unser Tagesticket sowieso nur bis 09:00 Uhr gilt und wir vor Ort auch keine Frühstücksbrötchen erhalten können, brechen wir bereits gegen 08:30 Uhr nach Bad Freienwalde auf um unser Frühstück zu komplettieren. Eingenommen wird dieses hier jedoch nicht. Es geht weiter in den Oderbruch nach Neulewin-Zollbrücke (Gem. Oderaue), direkt an die Oder. Auf einem Parkplatz ca. 200m von der Oder entfernt finden wir das gesuchte ruhige Plätzchen und lassen uns Kaffee und Brötchen schmecken. Nach dem Frühstück werden die Räder abgeladen, der Hundeanhänger zusammengebaut und es geht auf dem Oder-Neiße-Radweg rund 5km direkt auf dem Oderdeich entlang. Zurück geht es auf dem selben Weg. Unsere zwei Vierbeiner sind gut gelaufen bzw. haben sich im Hänger friedlich benommen und werden mit einem Leckerchen belohnt, während wir uns noch einen Kaffee gönnen. Der Parkplatz (GPS 14 14' 55" Ost, 52 47' 15" Nord) ist durchaus auch für die Übernachtung und somit als Ausgangsort für ausgedehnte Radtouren geeignet. Weiter geht es, wie bereits die letzten Tage, im Zick-Zack-Kurs an den Scharmützelsee, genauer gesagt nach Bad Saarow. Dort gibt es in einer Spielstraße einen relativ ruhig gelegenen Stellplatz (GPS 14 02' 20" Ost, 52 17' 13" Nord). Während ich die Fahrräder für eine Ortserkundung abmontiere, schaut der ehrenamtliche Platzwart vorbei, mit dem wir noch ein Schwätzchen halten. Danach geht es an den See und durch den Kurpark, wo manch sehenswerte Villa steht.
gefahrene KM        170/ 1330
SP-Kosten:           0,--/ 59,25

Bahnhof Bad Saarow

Sonntag, 10.09.
Nach dem Ver- u. Entsorgen (CP "Westufer des Scharmützelsees"; Bad Saarow; GPS 14 02' 49" Ost, 52 15' 23" Nord; 2,50 EUR) geht es weiter kreuz und quer durch das östliche Brandenburg. Ziel des Tages ist Bad Muskau, direkt nördlich von Weißwasser an der polnischen Grenze. Bevor wir dies Ziel erreichen queren wir noch eines der zahlreichen Tagebaugebiete. Direkt an der B 97 (Guben - Cottbus) geht es bei Grötsch zu einem Aussichtspunkt des Tagebau "Jänischwalde" (GPS 14 31' 30" Ost, 51 49' 25" Nord). Es ist schon beeindruckend aus nächster Nähe zu sehen welche Wunden hier in die Landschaft gerissen werden.

Kraftwerk Jänischwalde

Tagebau Jänischwalde

Tagebau Jänischwalde

In Bad Muskau angekommen fahren wir auf den Stellplatz am Gewerbe- und Technologiepark (GPS 14 43' 10" Ost, 51 32' 00" Nord). Von diesem Parkplatz aus kann man per Pedes oder mit dem Fahrrad binnen kürzester Zeit sowohl den "Polenmarkt" als auch den Fürst Pückler Park (UNESCO Weltkulturerbe) erreichen. Der Park selber erstreckt sich sowohl auf der deutschen als auch auf der polnischen Seite der Neiße und ist seit wenigen Jahren durch eine Brücke verbunden. Wer lediglich einen kurzen Stopp in Bad Muskau einlegen will, sollte bevor er den Parkplatz des Fürst Pückler Parks ansteuert ebenfalls den Stellplatz zum parken nutzen. Während der Parkplatz des Parks 12,50 EUR für die ersten 12 Stunden kassiert (kürzere Parkzeit nicht möglich), kostet der Stellplatz nur 8,-- EUR inkl. Übernachtung.
gefahrene KM        160/ 1490
SP-Kosten:           8,--/ 67,25

Fürst Pückler Park, Bad Muskau

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