18.05. – 05.06.06 Dalmatien, HR

Geplant war, dass wir am 19.05. nachdem Susanne von der Arbeit kommt, in den Urlaub starten. Da sie jedoch gut vorgearbeitet hat, kann sie am 19. Überstunden abfeiern und so können wir schon eher starten.

Donnerstag, 18.05.
Um kurz nach 17:00 Uhr sind wir fertig und starten in den Urlaub. Die Routenplanung sieht vor, dass es von Kiel über die A21 / B404 auf die A24 in Richtung Berlin und dann über die A10, A9, A93 und A3 nach Österreich geht. Für diese Nacht ist kein Übernachtungsplatz geplant und so geht es, während die Sonne rot glühend über den gelb leuchtenden Rapsfeldern versinkt noch ein wenig weiter bis wir schließlich die Autobahn verlassen und abseits in BELZIG auf dem Parkplatz des Discounters mit den kleinen Preisen ein ruhiges Plätzchen finden.

Gefahrene KM: 410 / 410

Freitag, 19.05.
Gegen 07:00 Uhr holt uns der Wecker aus den Träumen. Während ich eine Hunderunde drehe kocht Susanne schon mal Kaffee. Allerdings verzichten wir vorläufig auf das Frühstück und starten, unterbrochen von einem Tankstopp, zur Autobahn. Nach einer guten Stunde Fahrt legen wir eine Frühstückspause ein. Anschließend geht es bei erst regnerischen und später sonnigen Wetter weiter bis zur Autobahnraststätte „Bayerischer Wald“. Dort wird zwar nicht getankt, trotzdem ist unsere Urlaubskasse nach dem Stopp um rd. 130,-- EUR ärmer und wir um eine aufgeladene GO-Box für Österreich „reicher“.
Bei Passau verlassen wir schließlich die Autobahn und überqueren gegen 15:00 Uhr auf einer Seitenstraße die Grenze nach Österreich, wo wir in Schärding bei einem Feinkost-Discounter noch etwas Reiseproviant, insbesondere pfandfreie Getränke, erwerben.
So gestärkt geht es zurück auf die Autobahn und wir erwarten mit Spannung die erste Funktionsmeldung der GO-Box. Diese funktioniert und so werden wir von einem unregelmäßigem „Beep“, dass uns signalisiert das wir wieder etwas ärmer geworden sind, begleitet bis wir schließlich hinter Graz die Autobahn mit Ziel STAINZ verlassen. Inzwischen hat es wieder zu regnen begonnen und so bin ich froh als ich gegen 21:00 Uhr das Fahrzeug auf dem Stellplatz abstellen kann.

Gefahrene KM: 820 / 1230
Stellplatz:           nicht bes. gekennzeichneter Teil eines Parkplatzes in Zentrumsnähe, kostenfrei, GPS 15° 16’ 07“ Ost, 46° 53’ 38“ Nord

Samstag, 20.05.
Auch heute macht der Wecker seinem Namen kurz vor 07:00 Uhr alle Ehre. Begleitet von dem prasseln des Regens bleiben wir noch ein wenig liegen bevor ich mit den Hunden „duschen“ gehe. Susanne bereitet in der Zwischenzeit den Frühstückstisch vor und so können wir gegen 08:00 Uhr auf die letzte Etappe der Urlaubsanreise gehen. Diese führt erstmal über Maribor (SLO) bis zur slowenisch-kroatischen Grenze (ca. 100 km) - die wir gegen 10:00 Uhr passieren - und dann weiter vorbei an Zagreb (HR) in Richtung Rijeka. Die Straßen sind bis auf eine Ecke zwischen Maribor und der kroatischen Grenze überwiegend in gutem Zustand. Hinter der Grenze geht es über eine neue Straße, die mehrfach den im Bau befindlichen Autobahnabschnitt kreuzt, zur Autobahn. An der Abfahrt Ostrovica verlassen wir die inzwischen zur Autostraße gewordene Autobahn erst in Richtung Insel Krk um dann auf die Route nach Senj abzubiegen. Wir schrauben uns die Serpentinen hinunter in Richtung Meer und treffen gegen 14:00 Uhr in KLENOVICA auf dem gleichnamigen Campingplatz ein. Dieser ist noch geschlossen und an allen Ecken und Kanten wird renoviert. Trotzdem dürfen wir bleiben (10,-- EUR/Nacht) und finden ein Plätzchen im frisch gemähten Rasen, nur wenige Meter vom Meer entfernt. Nachdem die Berge des Velika Kapela noch in Wolken gehüllt waren, scheint hier an der Adria die Sonne und das Thermometer steigt bereits auf rd. 25° C. Die abendliche Hunderunde führt uns entlang der Küste nach Klenovica und zurück.


Gefahrene KM: 400 / 1630
Maut: 1,10 EUR in SLO, ca. 16,-- EUR in HR
Stellplatz: Autocamp Klenovica
Der CP besteht aus mehreren Terrassen und einer Wiese direkt am Strand. Während unseres Aufenthaltes waren die Sanitäreinrichtungen auf Grund von Renovierungsarbeiten geschlossen. Außerdem war man dabei, weitere Stromanschlüsse zu legen. Während unseres Aufenthaltes bestand keine VuE-Möglichkeit.
Kosten: 10,-- EUR / Nacht

Steyrdurchbruch, Österreich

Steyrdurchbruch (A)

CP Klenovica, Klenovica, HR

CP Klenovica

CP Klenovica, Klenovica, HR

 


Sonntag, 21.05.
Da sich mein Heuschnupfen und die frisch gemähte Wiese nicht miteinander anfreunden können, verlassen wir entgegen unserer ursprünglichen Planung den CP wieder und hoffen entlang der Küstenstraße im Bereich Senj eine Alternative zu finden. Doch leider werden wir enttäuscht. Da wir aber Wohnmobilfahrer sind, ist eine Planung ja auch nur ein Vorhaben und nicht verbindlich. So beschließen wir nach einem Bummel durch Senj inklusive Aufstieg zur Burg (gebührenpflichtiger Parkplatz am Hafen; diverse EC-Automaten entlang der Ortsdurchfahrt) auf den ursprünglich vorgesehenen Abstecher ins Velebit zu verzichten und fahren die Küstenstraße weiter nach Prizna, wo wir zur Insel Pag einschiffen. Für die ca. 20 Minuten Überfahrt zahlen wir (2 Personen, Mobil zw. 5,01 und 7,00 m) 174 Kuna (ca. 25,-- EUR).
So wie es auf dem Festland steil bergab zum Fährhafen ging, so müssen wir auf der Insel die Berge wieder erklimmen. Die Landschaft auf dieser Seite der Insel wirkt wie auf dem Mond. Sie besteht fast ausschließlich aus bräunlich-grauem Gestein, durch das sich als einziger Farbklecks das frisch asphaltierte schwarze Band der Straße zieht. Als wir jedoch den Höhenzug überwunden haben wird die Insel fast schlagartig grün. Wir fahren weiter bis SIMUNI, wo wir auf dem gleichnamigen Campingplatz unterkommen.

Gefahrene KM: 70 / 1700
Fähre: ca. 25,-- EUR
Stellplatz. Camping Village Simuni, GPS 14 58’ 10“ Ost, 44 27’ 45“ Nord
Größerer, aus diversen Terrassen bestehender CP an einer Bucht mit Kiesel- / Sandstrand. Die Sanitäreinrichtungen bestanden aus einem ansprechenden Waschhaus sowie diversen Sanitärcontainern, die Ostalgiefans bestimmt in Verzückung versetzt hätten. Ein weiteres Waschhaus wurde renoviert, ein drittes befand sich im Bau. Parzellen mit Strom und Frisch-, teilw. auch Grauwasseranschluss.
Entsorgung Grauwasser über herausnehmbaren Kanaldeckel am Waschhaus, Kassettentoilette über Ausguss auf Herren-WC.
Kosten: ca. 50,-- EUR für 3 Nächte, 5% Rabatt CCI (346,35 Kuna)

Montag, 22.05.
Nachdem wir die ursprünglichen Planungen nun mehrfach über den Haufen geworfen haben, steht nun der erste Strandtag auf dem Programm. Nach einem gemütlichen Frühstück geht es mit den Rädern nach Simuni, eine Tour geprägt vom auf und ab der Landschaft. Wie wir feststellen, hätten wir uns die Anstrengungen sparen können denn Simuni ist ein kleines verschlafenes Fischernest mit einer recht großen Marina. Nachdem wir wieder am CP angekommen sind, genießen wir erstmal die Ruhe vor dem WoMo bevor wir beschließen, eine Runde baden zu gehen. Das Wasser ist erst kalt, aber nachdem man endlich den Boden unter den Füßen verloren hat, sehr erfrischend. Den Rest des Nachmittags verbringen wir mit „Füße hoch“ und etwas Lesestoff bevor wir abends mit unseren Nachbarn Steffi & Kalle dem CP-Restaurant einen Besuch abstatten. Das Essen ist reichlich und schmackhaft. Anschließend gibt es noch ein „Gute Nacht Bierchen“ am WoMo.

Gefahrene KM: 0

Dienstag, 23.05.
Der Tag beginnt mit strahlend blauem Himmel. Bei uns steht heute eine Tour über den Nordteil der Insel auf dem Programm. So starten wir nach dem Frühstück erstmal nach Novalja um ein paar Einkäufe zu erledigen. Von dort aus geht es zuerst nach St. Novalja bis zum ehemaligen Fähranleger, der laut unserem Reiseführer jetzt nur noch genutzt wird, wenn der neue Anleger auf Grund der Wetterlage nicht genutzt werden kann. Bei der Fahrt dorthin geraten wir im Einbahnstraßengewirr von Novalja in eine Baustelle. Ein freundlicher Bauarbeiter gibt uns unmissverständlich zu verstehen, dass es hier nicht weitergeht. Also zurücksetzen, drehen, allen anderen Autofahrern freundlich zulächeln und hoffen, dass sich ein Ausweg findet. Er fand sich – wir folgten einfach einem einheimischen PKW, dem mehr oder minder guten Navi und unserer Intuition. Von St. Novalja fahren wir über Novalja in Richtung Lun bis nach Tovarnele an der Nordspitze der Insel Pag, wo die Straße endet. Das letzte Stück geht es über eine Einbahnstraße zum Hafen hinunter. Zurück, ebenfalls via Einbahnstraße, erwartet einen ein kurzes Stück Steigung von 20%, das sich aber ohne Probleme meistern lässt. Die Fahrt belohnt uns mit einem sehenswerten Panorama auf das Meer, die Insel mit ihren schier endlosen, mühevoll aufgeschichteten Steinmauern und das Velebit-Gebirge. Den Nachmittag, der ein paar Regentropfen bringt, genießen wir vor dem WoMo mit unseren Büchern. Langeweile kommt auch deshalb nicht auf da es Leute gibt, die eine runde Stunde brauchen um einen 3m-Wohnwagen auf einer rd. 80qm großen Parzelle aufzustellen. Ein echtes Schauspiel – oder sollte ich lieber Trauerspiel schreiben – das zur Erheiterung aller Anwesenden beigetragen hat.
Das Thermometer kletterte auch heute wieder auf über 25° Celsius.

Gefahrene KM: 80 / 1780
 

Blick auf Pag

bei Novalja

Olivenbäume bei Lun


Mittwoch, 24.05.
Ziel der heutigen Etappe ist Starigrad auf dem kroatischen Festland. Wir verlassen, nachdem wir wegen einiger Regentropfen ausnahmsweise im WoMo gefrühstückt haben Simuni in Richtung Pag und folgen der Straße entlang der Saline bis Gorica, wo wir in Richtung Povljana abbiegen. Kurz vor Povljana biegen wir erneut ab und fahren auf einer kleinen Seitenstraße - die kaum breiter als unser WoMo ist - entlang des Süßwassersees Velo Blato wieder zur Hauptstraße. Ca. 200m vor der Brücke die die Insel Pag mit dem Festland verbindet biegen wir von der Hauptstraße rechts ab zur Ruine Most Fortica. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Brücke, das Velebit und die übrige Inselwelt. Die Abbiegung in Richtung Nin verpassen wir leider und so fahren wir direkt über die Straße Nr.8 nach STARIGRAD. Als erstes schauen wir uns den CP „National Park“ an. Dieser ist sehr klein, liegt allerdings direkt am Wasser und verfügt über einfache aber saubere Sanitäreinrichtungen. Direkt an ihn grenzt der CP Paklenica. Dieser reicht ebenfalls bis ans Meer heran und verfügt über sehr ansprechende Sanitäreinrichtungen. Da er in der Vorsaison auf Grund eines ASCI-Angebotes nur rd. 10,-- EUR/Nacht kostet, beschließen wir hier zu bleiben. Das Wetter hat sich leider den ganzen Tag über nicht wirklich gebessert und so fallen am Nachmittag erneut ein paar Tropfen aus dem grauen Himmel. Allerdings ist es bei ca. 26° C definitiv warmer Regen.
Zum Abendessen gehen wir diesmal in die direkt am CP-Zugang gelegene Gaststätte, die sich aber nicht der Hit als erweist. Zu allem Überfluss fängt es auch noch stärker an zu regnen, sodass wir auf dem Rückweg zum Mobil auch noch nass werden.

Gefahrene KM: 80 / 1860
Stellplatz: CP Paklenica in Starigrad GPS 15 26’ 46“ Ost, 44 17’ 12“ Nord
CP direkt neben einer Hotelanlage, Plätze teilweise auf Natursteinwiese, teilw. unter Bäumen. Ebener, bis ans Meer heranreichender Platz, Kieselstrand, gute Sanitärausstattung. Entsorgung (Betonplatte mit Bodeneinlauf).
Stellplatz: ca. 40,-- EUR (300,-- kn) für 4 Nächte (Rabatt ACSI)

Donnerstag, 25.05.
Heute wollen wir in den Nationalpark Paklenica. Ein Prospekt, dass wir am Vortag bei der Anmeldung auf dem CP erhalten haben, lässt uns jedoch zweifeln, ob das mitführen von Hunden erlaubt ist. Das freundliche Personal an der CP-Reception weiß zwar auf unsere Frage keine Antwort, ruft jedoch bei der Nationalparkverwaltung an und kann unsere böse Vorahnung zerstreuen. Das mitführen von angeleinten Hunden ist natürlich erlaubt. So starten wir mit dem WoMo zu dem rd. 1,3 km entfernten Eingang (Eintritt ca. 4,-- EUR (30,-- kn) / Erwachsener) und fahren noch weitere ca. 2 km bis zum Parkplatz (ca. 150 m üNN), wo uns bereits ein Einweiser erwartet. Da der Parkplatz ein geschotterter Streifen neben der schmalen Straße ist, beschließe ich gleich zu wenden und das WoMo in Abfahrtrichtung zu parken – wie sich am Nachmittag erweist war dies ein guter Entschluss.
Ziel unserer Wanderung ist die Berghütte „Planinarski Dom“ (480 m üNN) die in ca. 2 Stunden zu erreichen sein soll. Nachdem wir an der Baustelle vorbei sind, stoßen wir erstmal auf eine Unmenge von Free-Climbern, die sich an der Vielzahl der angebotenen Routen versuchen. Nachdem wir diese passiert haben wird es merklich leerer und der steile Aufstieg beginnt. Der Weg ist bis zur Hütte befestigt, teils Naturstein und teils Schotter und lässt sich gut gehen, auf festes Schuhwerk sollte jedoch nicht verzichtet werden. Nach der steilen Anfangspassage geht es fast eben über einige Kilometer durch das Tal, bevor ca. 15 Minuten vor der Hütte – kurz nachdem man das bewirtschaftete Forsthaus passiert hat - nochmals ein steilerer Anstieg erfolgt. Im Gegensatz zu uns können sich unsere Hunde oftmals in dem Bachlauf, der unseren Weg bis zur Hütte begleitet, etwas abkühlen.
Nach einer kurzen Pause geht es auf demselben Weg wieder zurück zum WoMo, dass wir nach rund 1,5 Std. wieder erreichen.
Zurück am CP geht es nach einer kurzen Erholungspause auch für uns endlich ins kühle Nass bevor der Abend im Gespräch mit den Stellplatznachbarn ausklinkt.

Gefahrene KM: 13 / 1873
Eintritt NP: ca. 4,-- EUR / Erw. (60 kn)
 

Nationalpark Paklenica

Novigrad

Starigrad - Paklenica


Freitag, 26.05.06
Nach der körperlichen Ertüchtigung des Vortages gehen wir den Freitag ein wenig ruhiger an. Nach einem gemütlichen Frühstück bei strahlendem Sonnenschein und ca. 20° C. wird erstmal das WoMo aufgeklart und Susanne vergnügt sich mit Wäsche waschen. Den Rest des Tages gammeln wir gemütlich vor uns hin und gehen, da es am Abend sehr feucht wird, zeitig zu Bett.

Samstag, 27.05.06
Nach dem faulen Freitag steht heute wieder Programm auf der Tagesordnung. Gegen 10:00 Uhr starten wir vom CP in Richtung Obrovac. Vor Obrovac erreichen wir das Zrmanja-Plateau. Wie ich auf einer Internetseite von Karl May Fans gelesen habe, war auch hier ein Drehort für die Winnetoufilme und so biegen wir zwischen den Telegrafenmasten 86 und 87 in eine Fahrspur ab und folgen dieser ca. 600 m bis zu einem kleinen Bunker. Von dort geht es zu Fuß um den Hügel herum und dann haben wir einen super Ausblick auf die Schlucht. Man könnte meinen, dass gleich die Helden der Jugend mit Geschrei um die nächste Ecke kommen.
Als weiteres Tagesziel wollen wir die Höhlen von Cerovacke besuchen. So fahren wir erstmal weiter in Richtung Obrovac. Kurz nachdem wir die Hauptstraße verlassen haben warnen Schilder vor dem Verlassen der Straße, da hier noch Minen liegen sollen. Da die Schilder teilweise noch nagelneu sind, sollte dieser Hinweis wohl wirklich ernst genommen werden. Von Obrovac aus steigt die Straße wieder an und eröffnet einen phantastischen Blick auf den Zrmanja und die umliegenden Berge. Wir folgen der Straße bis Gracac und biegen dann in Richtung Knin ab. Nach wenigen Kilometern sehen wir ein Hinweisschild zu den Grotten. Als wir dort ankommen, ist der Parkplatz fast leer und wir haben schon Bedenken. Aber diese sind Unnütz und wir erfahren, dass wir uns in ca. 1 Std. einer kroatischen Schülergruppe anschließen können. Zu unserer Freude erfahren wir zu Beginn der Führung, die ca. 1 Std. dauert, dass unsere Führerin deutsch spricht (hat als Schülerin mehrere Jahre in Bochum gelebt) und uns auf dem Rückweg durch die Grotte die wesentlichen Dinge erklären wird. Wir können nur sagen, wer in der Nähe ist, sollte diese Grotte besuchen. Sie besteht aus insgesamt 3 übereinander liegenden Höhlensystemen (2,4 km; 1,6km, 0,4km). Die untere und längste Grotte ist auf eine Länge von knapp 700 m touristisch erschlossen. Sie ist zwar wesentlich kleiner als zum Beispiel die Adelsberger Grotte in Slowenien, dafür erlebt man sie aber auch wesentlich näher, da sie nicht so touristisch ausgebaut ist.
HINWEIS: Der Zugang der Grotte wird über einen steilen Anstieg (ca. 15 Minuten Gehweg) erreicht. Für die Grotte empfiehlt sich festes Schuhwerk, das fotografieren in der Grotte ist verboten. Die Temperatur in der Grotte beträgt 7 – 11° C.
Von der Grotte aus geht es erstmal wieder zurück nach Obrovac und dann über den Zrmanja hinüber auf die andere Seite der Schlucht und weiter nach Novigrad, einem hübschen kleinen Fischerstädtchen unterhalb einer Burgruine. Nach dieser letzten Rast geht es zurück zum CP.

Gefahrene KM: 147 / 2020
Eintritt Grotte: ca. 6,50 EUR / Erw. (50 kn)
 

Zrmanja Schlucht bei Obrovac

"Pipi machen verboten"


Sonntag, 28.05.
Nach einem letzten Tratsch und dem Tausch der Handynummern mit unseren Nachbarn Birgit und Bernd machen wir uns auf den Weg in Richtung Insel Murter. Nach wenigen Kilometern wechseln wir von der Bundesstraße auf die Autobahn, die wir an der Abfahrt Zadar 1 in Richtung Zadar verlassen. Wir finden auf Anhieb einen Parkplatz am Hafen und machen uns auf zu einem Bummel durch die Altstadt.
Gegen Mittag geht es auf der Küstenstraße weiter über Biograd na Moru bis Pakostane, wo wir in Richtung Benkovac abbiegen um den Vrana See zu umrunden. Leider bot die von uns gewählte Route keinen Blick auf den See und so kommen wir nach jeder Menge Aussicht auf karges Land bei Pirovac wieder an die Küste.
Erfolglos soll auch der weitere Verlauf des Tages sein. Den Campingplätzen auf Murter können wir leider nichts abgewinnen (Geschmack ist ja Gott sei Dank verschieden), da sie entweder in der Einöde liegen oder für unser Mobil keinen Platz haben. Auch der sehr große CP in Jezera ist ein Reinfall, da wir für eine mit Pollen verseuchte Parzelle – der Rasen steht zur Freude meines Heuschnupfens rund 30 cm hoch – ca. 25,-- EUR bezahlen sollen.
So verlassen wir Murter mit Ziel Krka Wasserfälle. Zur Übernachtung haben wir uns den AUTOCAMP KRKA (Lozovak/Skradin) ausgesucht, der ca. 2 km vom Eingang zu den Skadinski buk entfernt liegt. Der Autocamp erweist sich als recht kleiner Platz wo wir zwischen den Bäumen ein schattiges Plätzchen finden. Die Sanitärausstattung ist von der Anzahl her übersichtlich, vermittelt aber den Eindruck, dass man vom Boden essen kann. Auf die Frage der Betreiberin ob sie uns sonst noch irgendwie helfen könne, fragen wir nach den Möglichkeiten für ein Abendessen. Dies wäre kein Problem, wir müssten nur entscheiden ob wir Fisch oder Fleisch wollen. Wir entscheiden uns für Fleisch um 19:00 Uhr. Extra für uns wird der Grill angeworfen und wir erhalten ein Mahl, das uns sehr mundet.
Da der heutige Tag dermaßen frustrierend war, nehmen wir per SMS Verbindung zu Birgit und Bernd auf mit der Bitte, uns einen schönen Platz auf dem erst am Morgen verlassenen Campingplatz für den nächsten Tag frei zu halten. Sie sagen uns dies zu.

Gefahrene KM: 215 / 2235
Stellplatz: Autocamp Krka GPS 15° 56’ 29“ Ost, 43° 48’ 02“ Nord
Kleiner privater Autocamp, Stellplätze auf Wiese, teilweise unter Bäumen, sehr saubere Sanitäreinrichtungen
www.infoadriatic.com/campkrka
Kosten
Maut ca. 1,-- EUR (8,-- kn)
Stellplatz ca. 10,50 EUR (80,-- kn)
Eintritt: ca. 13,-- EUR (100,-- kn)
 

Zadar

Krka - Wasserfälle


Montag, 29.05.
Wir stehen bereits um 07:00 Uhr auf und fahren nach dem Frühstück zum Nationalpark. Wie wir dort erfahren, kann man bis 09:00 Uhr mit dem eigenen Fahrzeug zu den Wasserfällen hinunter fahren und ist somit unabhängig von den Pendelbussen. Als wir am Parkplatz eintreffen, haben sich bereits 3 Wohnmobile eingefunden und so reihen wir uns ein. Der Rundgang auf dem gut befestigten Weg dauert ca. 1 Std. Da wir – wegen unserer Hunde – keine der angebotenen Bootstouren machen wollen, verlassen wir die Wasserfälle bereits bevor die Touristenbusse einfallen. Dafür begegnen uns diese in den Serpentinen zum Eingang und es wird manchmal schon recht eng.
Von den Skadinski buk fahren wir über Skradin, Dubravice und Rupe zu den Roski Slap. Rund 2 km vor dem Ziel endet die asphaltierte Straße und ich schalte unseren Ducato auf „all terrain Modus“ um. So geht es über eine Schotterpiste hinab ins Tal. Dort endet der Weg sehr abrupt vor einer gewundenen Brücke mit einer Durchfahrtsbreite von 2,20 m – aber wir sind ja am Ziel. Bei den Roski Slap fließt die Krka über eine Vielzahl von Stufen, bevor sie sich teilweise über einen Wasserfall in einen See ergießt.
Nachdem wir auch hier ein paar Schritte gelaufen sind, geht es über die Autobahn zurück nach STARIGRAD auf den CP Paklenica, wo unser alter Stellplatz gerade wieder frei geworden ist.
Am Nachmittag erholen wir uns von den Strapazen des Vortages.

Gefahrene KM: 135 / 2370
Stellplatz: CP Paklenica (siehe weiter oben)
Kosten:
Stellplatz: 40,-- EUR (300,-- kn) für 5 Nächte (1 Nacht kostenfrei wg. Bora)
Maut ca. 8,50 EUR (50,-- kn)

Dienstag, 30.05.
Das Wetter zeigt sich schon zu Tagesbeginn nicht von seiner besten Seite. Es ziehen bereits am Morgen viele Wolken heran, die sich vor dem Gebirge aufstauen. Gegen Mittag können wir die ersten, noch entfernten Gewitter verfolgen bevor der Wind dreht und auch wir vom Gewitter mit starkem regen heimgesucht werden. Gleichzeitig pfeift die Bora von den Bergen herab und binnen kürzester zeit sinkt die Temperatur um ca. 10° C auf 13° C. Als Wind und Regen etwas nachlassen, wird es auch wieder wärmer und wir können noch ein wenig unter der Markise sitzen bevor wir den Tag im Gespräch mit Birgit und Bernd in unserem WoMo ausklingen lassen.

Gefahrene KM: 0 / 2370

Mittwoch, 31.05.
Heute werden wir wieder vom Sonnenschein geweckt. Da der Urlaub sich nun Rapide seinem Ende nähert, verbringen wir einen weitestgehend faulen Tag, lediglich unterbrochen von einem Spaziergang entlang der Küste und zurück durch den Ort.
Am Abend geht es dann noch mal lecker Essen. Leider ist der Fisch in Kombination mit dem leckeren Knoblauch in Öl etwas zu fettig für Susanne und so verbringt sie eine nicht ganz so ruhige Nacht.

Gefahrene KM: 0 / 2370


Lokalempfehlungen:

Restaurant Dalmatien – vom CP entlang der Küste in Richtung Ort, nach ca. 1km direkt am Weg gelegen.

Lokal ??? – vom CP aus Richtung Zufahrt Nationalpark. Direkt an der Abbiegung von der Hauptstraße in die Zufahrt NP gelegen (Eingang von der Seitenstraße). Eingewachsener Hof mit Sonnenschirmen.


Donnerstag, 01.06.
An unserem letzten Tag in Kroatien werden wir gegen 06:00 Uhr vom tröpfeln des Regens auf dem WoMo-Dach geweckt. Auch bläst die Bora wieder von den Bergen herab. Das Wetter hat jedoch ein einsehen mit uns und so können wir das Frühstück – wenn auch im Pullover – bereits wieder vor dem WoMo einnehmen. Im laufe des Tages verschlechtert sich das Wetter und so können wir bereits am Nachmittag Tisch und Stühle reisefertig verstauen. Den Abend verbringen wir noch gemütlich mit Birgit und Bernd bevor wir zeitig ins Bett gehen.

Gefahrene KM: 0 / 2370

Freitag, 02.06.
Unsere Abfahrt haben wir für ca. 07:00 Uhr geplant. Allerdings ist die Nacht bereits gegen 04:00 Uhr zu Ende, da heftigste Windböen am Auto wackeln. Nach einer Stunde habe ich das Spiel satt uns drehe den Wagen aus dem Wind heraus. Nun liegt man zwar ruhiger, die Bora lässt mich jedoch nicht wieder richtig einschlafen. Als der Wecker um 06:00 Uhr klingelt, stehen wir auf und verstauen die letzten Dinge. Bevor ich jedoch die Keile verstauen kann, erschallt der erste holländische Hilferuf. Bei einem Wohnwagenvorzelt ist die Firststange gebrochen. Mit 5 Leuten schaffen wir es das Zelt abzubauen.
Vor dem Hintergrund der mehr als kräftigen Orkanböen – und aus Schleswig-Holstein sind wir einiges gewöhnt – beschließe ich bei der Rezeption nachzufragen, ob die Straßen überhaupt frei sind. Nach einigen von dem sehr zuvorkommenden Personal geführten Telefonaten steht fest, dass wir mindestens bis zum Mittag festsitzen werden. Naja, wir sind ja flexibel. Bis 09:00 Uhr haben wir damit zu tun, ein weiteres Vorzelt abzubauen sowie eine herausgerissene Dachhaube an einem niederländischen Wohnwagen notdürftig zu reparieren. Außerdem muss der Campingplatz Arbeitstrupp noch anrücken um einen Baum, der bei der nächsten Windböe endgültig zu brechen droht, zu fällen.
Nachdem am Vormittag fest stand, dass wir vorläufig nicht starten können, hatten wir beschlossen, dass wir – soweit wir bis 16:00 Uhr nicht die Gelegenheit zur Abreise haben, eine weitere Nacht bleiben werden, egal ob das Wetter sich anschließend bessert. Um Punkt 16:00 Uhr gönnen wir uns daher mit Bernd und Birgit ein Bierchen nebst Schnaps. Bevor es am Abend ein gutes „Frustessen“ im Restaurant Dalmatien gibt, parken wir da laut Information vom Personal die kommende Nacht noch schlimmer werden soll unsere WoMo´s noch in den Windschatten des Waschhauses um.

Gefahrene KM: 0 / 2370
 

Starigrad - Paklenica

Notinstandsetzung

Bora


Samstag, 03.06.
Hinter dem Waschhaus steht unser Mobil recht windfest und so bekommen wir erstmal eine Mütze voll Schlaf. Gegen 03:00 Uhr fängt die Bora jedoch wieder an zu wüten und ich gehe schon davon aus einen weiteren Tag bleiben zu müssen. Gegen 05:00 Uhr legt sich der Wind jedoch und als es eine halbe Stunde später noch immer ruhig ist, stehen wir auf.
Um 07:15 Uhr verlassen wir den Platz Richtung Autobahn, versehen mit dem Hinweis vom Personal das die Straßen zwar nicht gesperrt sind, wir bis zum Autobahntunnel jedoch sehr vorsichtig fahren sollten. Bereits nach wenigen Kilometern nimmt der Wind wieder zu, wir erreichen die Autobahn jedoch ohne Probleme. Dies sollte jedoch kein Grund zur Freude sein. Kaum auf der Autobahn verkünden die automatischen Verkehrszeichen Seitenwind und Tempo 40.
Solch eine Angst haben wir echt noch nicht gehabt. Wir befürchteten, dass das WoMo jeden Moment auf der Seite liegt. Der Wind blies so kräftig, dass das WoMo nicht nur während der Fahrt versetzt wurde, sondern man ganz automatisch mit dem Körper versucht hat die Seitenneigung auszugleichen. So ging es über mehrere Kilometer die Serpentinen hinauf bis zum Tunnel und es gab keine Alternative. Über jeden kleinen Tunnel haben wir uns gefreut, da wenigstens für ein paar Meter Ruhe war. Nach durchqueren des letzten Tunnels und erreichen der Höhenlage war, bei ca. 7° C Außentemperatur, der Wind schlagartig vorbei. Der nächste Parkplatz war unser – Angstschweiß abwischen unter Schlüpper wechseln.
Bei regnerischem und windigem Wetter ging es weiter über Zagreb (HR), Maribor (SLO), Grenzübergang Spielfeld (A), vorbei an Graz bis nach Passau (D). Da wir gut und entspannt durchgekommen sind und ich noch munter war, beschlossen wir noch etwas weiter zu fahren und trafen schließlich gegen 22:30 Uhr in NAUMBURG / SAALE ein, wo wir mit meinem Bruder und seiner Lebensgefährtin verabredet waren. Nach einem Bier und einem Schnaps ging es müde zu Bett.

Gefahrene KM: 1110 / 3480
Stellplatz: SP Naumburg/Saale (P Vogelwiese), 3,-- EUR/Tag, max. 3 Tage, GPS 11° 48’ 50“ Ost, 51° 08’ 54“ Nord
Maut: HR ca. 27,-- EUR (187,-- kn) / SLO ca. 1,10 EUR / A ca. 125,-- EUR für Hin- u. Rückfahrt (Passau – Spielfeld)

Sonntag, 04.06.
Der Tag beginnt mit Sonnenschein, besinnt sich jedoch schnell eines besseren und wird trüb und grau. Auch die Temperaturen von max. 15° C machen uns zu schaffen. Nach einem faulen Vormittag nutzen wir den Nachmittag für einen Stadtbummel. Die Häuser in der Innenstadt sind überwiegend gut renoviert. Außerdem verfügt Naumburg noch über einen Dom. Einen Trip dorthin kann ich nur empfehlen. Den Tag beschließen wir mit dem Austausch weiterer Urlaubsinfos bevor es zeitig zu Bett geht.

Gefahrene KM: 0 / 3480
 

Naumburg / Saale

Naumburg / Saale


Montag, 05.06.
Nachdem wir es etwas länger im Bett ausgehalten haben, frühstücken wir in gemütlicher Runde bevor wir nach kurzem Klönschnack gegen 12:00 Uhr aufbrechen. Bei teilweise dichtem Pfingstreiseverkehr erreichen wir gegen 19:00 Uhr Kiel und unsere Urlaubsreise ist nun endgültig beendet.

Gefahrene KM: 530 / 4010


Für die Urlaubsplanung genutzte Unterlagen:
Neben den Unterlagen des ADAC sowie der Informationen im WoMo- und im Kroatienforum haben wir folgende Literatur zur Urlaubsplanung herangezogen:

Mit dem Wohnmobil durch Kroatien, WoMo-Reihe Bd. 48, Peter Simm / Silvia Sussmann
Kroatien – Istrien, Dalmatinische Küste und Inseln, RI-International, Verlag Rau
Kroatische Küste – Dalmatien, Marco Polo
Superatlas Östliche Adriaküste, M 1 : 100000, freytag & berndt


Und hier noch etwas für die Statistiker:
Gefahren KM Gesamt:                              4000 km
Verbrauch Gesamt / durchschnittlich:         540l / 13,55 l je 100 km
Kosten (ca.)                                             Treibstoff: 570 EUR / Maut u. Fähre: 200 EUR / Übernachtung: 150 EUR

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